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Die faszinierende Welt der Minicomics

Zines sind ein Kulturgut der Neunten Kunst, das dank Hipstertum und Kunsthochschulen an Aufmerksamkeit gewinnt. In dieser unterschätzten Subkultur wächst seit Jahren der Comic-Nachwuchs heran. Porträt einer Szene, die sich am Wochenende bei der Comicinvasion Berlin versammelt.

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Der folgenschwere Speck auf den Hüften

Der Wiener Historiker Philipp Ther hat die Transformation der osteuropäischen Länder seit 1977 immer wieder erlebt, erfahren und erlesen. Sein mit dem Sachbuchpreis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnetes Wirtschafts-Reise-Reportagen-Tagebuch »Die neue Ordnung auf dem alten « ist nicht nur ein beispielloses Lehrstück über die Transformation Osteuropas, sondern lässt uns mit Blick auf Südeuropa auch verstehen, was…

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Das lange Wippen auf dem Sprungbrett

Peter Richter beschreibt in seinem Erinnerungsroman »89/90« den letzten Sommer des Sozialismus in aller Eindringlichkeit. Es ist das Jahr zwischen dem letzten sozialistischen Wehrkundeunterricht und der ersten Klassenfahrt nach Paris, in dem pausenlos getrunken, diskutiert und politisiert wurde – wenn man nicht gerade im Freibad lag.

Titel

Die Hoffnung auf eine zweite Chance

Bryan Lee O’Malleys »Scott Pilgrim« ist einer der erfolgreichsten US-Comicserien der vergangenen Jahre. Seit 2010 war es still um den kanadischen Cartoonisten. Vor wenigen Monaten ist mit »Seconds« seine erste abgeschlossene Geschichte erschienen. Ein Geniestreich.

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Einer gegen alle

Der Anwalt einer einflussreichen Wirtschaftskanzlei wird erhängt in seinem Sommerhaus aufgefunden. Kurz darauf kommt seine Sekretärin bei einem Unfall in der New Yorker U-Bahn ums Leben. Kann das Zufall sein? Louis Begley, der Autor von »Lügen in Zeiten des Krieges« und »Schmidt«, legt mit »Zeig dich, Mörder« seinen ersten Thriller vor und erfindet sich in…

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US-Trends: Indie-Comics und Comic-Magazine

Als Autor der US-Kolumne des Comicmagazins ALFONZ komme ich immer wieder in den Genuss, die Ankündigungen auf dem US-Comicmarkt unter die Lupe zu nehmen. Die Kurzhinweise werden in unregelmäßigen Abständen auch hier erscheinen, für die zeitnahe Lektüre der Hauptkolumne muss man sich das Magazin kaufen. Den Auftakt machen unter anderem die erfolgreichsten Comics 2014, eine…

© Teju Cole/ aus dem besprochenen Band

Das Leben als Summe von Geschichten

Der in Nigeria aufgewachsene und in den USA lebende Teju Cole ist ein schreibender Flaneur. In seinem neuen Buch entführt er seine Leser an die hellen und dunklen Orte Nigerias, die er nach jahrelanger Abstinenz selbst staunend und befremdet neu entdeckt.

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Griechische Komödie

Durch das Entblößen menschlicher Schwächen und Geneigtheiten führt der Brite Michael Frayn vor, wie weit man mit Posieren und Imitieren, Krakeelen und Polemisieren, Verklausulieren und Paraphrasieren, Vorführen und Aufführen in der Welt der vorgeblich Interessierten kommen kann.

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Ein Paukenschlag für die Königsdisziplin

Mit Jan Wagners »Regentonnenvariationen« gewinnt erstmals ein Lyrikband den Preis der Leipziger Buchmesse. Den Sachbuchpreis erhielt der Österreicher Historiker Philipp Ther für seine gesellschaftspolitischen Erkundungen in »Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent«. Der Preis für die beste Übersetzung ging an Mirjam Pressler für ihre Übertragung von Amos Oz’ neuem Roman »Judas«.

„Şahlûr-33“ von Dûrzan cîrano - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons

Der Traum vom Fliegen

Norbert Scheuer schlägt mit »Die Sprache der Vögel« ein weiteres Kapitel in seiner Geschichte der Arimonds auf. Er setzt in seinem in Afghanistan angesiedelten Roman der Sinnlosigkeit des Krieges die Schönheit der Natur entgegen und erzählt von der Sehnsucht, den Dingen entfliehen zu können.

Titel

Der Kafka der Neunten Kunst

Das surreale Werk des französischen Comiczeichners und Grafikers Marc-Antoine Mathieu macht in seiner vermeintlichen Monotonie aus Schwarz und Weiß die verborgenen Zwischenwelten des Daseins sichtbar.

Anton Corbijn: A Most Wanted Man

Die Paranoia im System

In Anton Corbijns Thriller »A Most Wanted Man« brilliert Philip Seymour Hofmann ein letztes Mal. Als ausdauernder Rationalist verkörpert er den Fremdkörper in einem System, dem die Vernunft abhanden gekommen ist.

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Fragwürdiger Armutsvoyeurismus: Das Bild des »Zigeuners«

»Wer Macht über Bilder hat, hat gleichzeitig Deutungsmacht über Menschen«, schreibt Frank Reuter in seiner hochaktuellen Studie »Der Bann des Fremden. Die fotografische Konstruktion des „Zigeuners“«. Er fordert dazu auf, die eigenen Sehgewohnheiten kritisch zu hinterfragen und statt der simplifizierenden Bildikone die Verschiedenheit innerhalb der Minderheit zu entdecken.

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Die Agenten der Geldreligion

Der Berliner Germanist Joseph Vogl zeigt in seiner formidablen Funktionsanalyse der Finanzpolitik, wie Zentralbanken als unabhängige Regierungsenklaven entworfen wurden und unter den Vorzeichen demokratischer Modernisierungsprozesse zu konstitutionellen Aus(nahme)fällen geworden sind. Deren systemimmanentes Ziel bestand immer darin, die existierende Finanzpolitik aus Selbstzweck zu perpetuieren. Inzwischen stehen auch sie machtlos vor dem selbstgeschaffenen Götzen Markt.

Freiheitsstatue 2009 | Foto: wikimedia commons

Der amerikanische (Alb)Traum

Die anglo-amerikanische Literaturkritik feiert ihn als »neuen Franzen«. Matthew Thomas verkauft sein Erstlingswerk »Wir sind nicht wir« für einen Millionenbetrag und wird über Nacht zum literarischen Shootingstar. Für Thomas scheint sich nun der amerikanische Traum zu erfüllen – ein Privileg, das er den Figuren in seinem Roman verweigert.

»Fräulein« von Ellen von Unwerth

Die Liebe zum Spektakel

Weiblich, sinnlich, selbstbewusst. Die »Fräulein«-Fotografien von Ellen von Unwerth erinnern an die Ästhetik der Bilder Helmut Newtons. Anders als dieser nimmt Unwerth den starken Persönlichkeiten aber die verordnete Strenge und gibt ihnen eine sinnliche Verspieltheit zurück.