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Ein Roman mit Eigenleben

In »Menschen aus Papier« erzählt der mexikanische Autor Salvador Plascencia fantasievoll von der Liebe in finsteren Zeiten und wandelt dabei zwischen den realen und fiktiven Welten. Dass seine Figuren gegen ihren Erfinder aufbegehren, gehört zu den amüsenten Seiten dieses faszinierenden Romans.

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Briefe zwischen Lamento und Weltdeutung

»Deutschland ist tot. Für uns ist es tot. … Es ist ein Traum gewesen. Sehen Sie es endlich, bitte!«, beschwört Joseph Roth 1933 seinen Freund und Unterstützer Stefan Zweig in einem Brief. Der Briefwechsel der beiden Autoren zeigt, wie sich die Folgen der Machtergreifung der Nationalsozialisten zunehmend zwischen beider Leben stellen.

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Erinnerungen an einen Verkannten

Robert Musil gehört zu den großen Autoren des modernen europäischen Romans. Zu Lebzeiten waren Autor und Werk höchst umstritten und auch heute haben die wenigsten seine Werke gelesen. Ein beeindruckender Erinnerungsband versammelt nun zahlreiche Perspektiven von Zeitgenossen auf den »Mann ohne Eigenschaften«.

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Gierig auf das Leben

Susan Sontag galt als herausragende Publizistin und Ikone der politischen Linken. Im Dezember 2004 starb sie an Krebs. Zwei Bücher blicken auf die größte amerikanische Intellektuelle des 20. Jahrhunderts zurück.

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Unter Verdacht

Der amerikanische Pflichtverteidiger Steven T. Wax schildert, wie die Bush-Regierung unter dem Deckmantel des Antiterrorkampfes mit unschuldig Verdächtigen umgeht. Nahezu lückenlos dokumentiert er das zunehmende Aufbäumen der amerikanischen Justiz gegen die eigene Regierung.

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Verschwunden in Argentinien

Das argentinische Militär führt Krieg gegen die eigene Bevölkerung. Pablo Poznan gerät in die Fänge des Regimes. Eine verzweifelte Suche beginnt, die greifbar den Horror des Gewaltregimes enthüllt und nebenbei eine Satire auf das jüdische Selbstbild entwirft. Nathan Englander legt mit »Das Ministerium für besondere Fälle« ein Debüt vor, das unter die Haut geht.

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Hoffen auf das Netzwerk

Können Netzwerke die sozialen und politischen Probleme einer zusammenwachsenden Welt lösen? Die Kulturwissenschaftler Peter Mörtenböck und Helge Mooshammer untersuchen in ihrem Buch »Netzwerk Kultur« die Anpassung von Netzwerken an die gegenwärtigen Verhältnisse.

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Mal Scharlatan, mal Held, mal Sündenbock

Im Rahmen des interkulturellen Theaterprojekts »Clash« am Deutschen Theater im Berlin hielten Nachwuchsschauspieler der Gesellschaft ihren Spiegel vor und der inzwischen am Maxim Gorki Theater reüssierende Regisseur Nurkan Erpulat feierte einen seiner ersten richtig großen Erfolge.

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Der lange Weg nach Westen

Kaum ein Autor trifft den Ton des ost-west-deutschen Dialogs besser als Ingo Schulze. In seinem Roman »Adam und Evelyn« rückt er die Flucht aus der DDR in die Nähe einer Vertreibung aus dem Paradies und macht deutlich, wie es heute um die deutsch-deutschen Verhältnisse steht.

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Robert Crumb: Vom Underground in die Kunsthalle

Zahlreiche von Robert Crumbs Arbeiten handeln von Sex, Drugs und Musik, dabei bestand sein Anliegen stets darin, die Tragödie des Individuums abzubilden. Ein Blick auf Leben und Werk des US-amerikanischen Comickünstlers anlässlich seines 70. Geburtstages.

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Ein Unbuch

Manche Bücher haben Längen, andere sind viel zu kurz. Nicolas Mahler spielt in seinem »Längen und Kürzen« mit Realität und Fiktion.

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Das Herz der radikalen Aufklärung

Was wäre Humanismus ohne Aufklärung? Ganz einfach: Er wäre nicht! Dies erkennt, wer Philipp Bloms grandiose Geschichte über das vergessene Erbe der Aufklärung. »Böse Philosophen« erzählt von bitteren Verleumdungen, gekündigten Freundschaften, enttäuschten Leidenschaften und persönlichen Tiefschlägen.

Foto: Agricultural Research Service

Fleisch ist mein Gemüse

Es gibt so manch unkommentierten Missstand in diesem Land, aber wehe man nimmt dem Deutschen sein tägliches Schnitzel. Dann droht der Untergang der freiheitlichen Republik und so mancher sieht am Horizont schon die apokalyptischen Vorboten der Diktatur in den Himmel aufsteigen. Ein Kommentar zum Veggie-Day.

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Jean Paul – Erfolgsautor, Biertrinker, Vergessener

»Formuliermonstrum, Idyllen- und Formatsprenger, Weltschmerzpfleger, Kosmosträumer, Dichter, Denker, Geist« – mit diesen Worten beginnt Ulrich Holbein das Kapitel zu Jean Paul in seinem 2008 erschienenen »Narratorium«. Diese Worte umschreiben aufs Trefflichste einen der großen Unbekannten der deutschen Literatur, der vor 250 Jahren in Wunsiedel das Licht der Welt erblickte.