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Der mächtigste Mythos der Menschheit

»Beide, Adam und seine Frau, waren nackt, aber sie schämten sich nicht voreinander.« Stephen Greenblatt entfaltet in »Die Geschichte von Adam und Eva« ein weites kulturhistorisches Panorama abseits des historischen Mythos, mit dem er den Kern der biblischen Geschichte wie die verschiedenen Interpretationen der Geschichte der ersten Menschen freilegt.

Zorn

Das Unbehagen an der Moderne

Der indische Publizist Pankaj Mishra analysiert die gegenwärtige globale Krise und erklärt uns, warum der Zorn und das Ressentiment zu zentralen politischen Kategorien geworden sind. Sie sind nicht erst gestern entstanden, sondern blicken auf eine mehr als 200 Jahre währende Geschichte zurück.

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Vorwärts in die Vergangenheit

2017 war das Jahr der Krise der Demokratie. Zwischen hoffnungsvollem Pessimismus und vorsichtigen Optimismus schwanken die Analysen und Prognosen von Philipp Blom und Bernd Ulrich. Übereinander gelegt entfalten »Was auf dem Spiel steht« und »Guten Morgen, Abendland« eine beindruckende intellektuelle Wucht. In einem stimmen sie überein: Ein leichtes Unterfangen wird die Neuerfindung der Demokratie nicht.

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Neuer Sinn für eine neue Welt – Der Mensch als Gott

Yuval Noah Harari, vor kurzem 42 Jahre alt geworden, gilt als intellektueller Superstar. Auf dem World Economic Forum sprach er dieses Jahr zwischen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Emanuel Macron. Die Deutsche rief ihm sogar zu, seine Bücher gelesen zu haben. Sein neuestes Buch »Homo Deus« müsste sie alarmiert haben.

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Intellektuellendämmerung

Der in Bulgarien geborene Politologe Ivan Krastev nimmt in seinem Essay »Europadämmerung« Demokratie, Liberalismus und Europa in den Blick. Statt einer Hymne auf die Möglichkeiten dieser Werte hat er jedoch einen Abgesang verfasst.

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Humboldts Vermächtnis

Die Humboldt-Jahre sind angebrochen. Im Juni dieses Jahres konnten wir den 250. Geburtstag von Wilhelm von Humboldt feiern, am 14. September 2019 werden wir den 250. Geburtstag seines jüngeren Bruders Alexander begehren. Das Interesse an den beiden speist sich daraus, dass sie Namensgeber des Humboldt Forums sind. Das größte und wichtigste kulturpolitische Projekt der Bundesrepublik…

Abandoned houses, Polk St, Gary, Indiana | Lotzman Katzman (CC BY 2.0)

Tiefenschicht

Ein Bericht aus den Untiefen sozialer Schichten als belletristischer Erfolg? J.D. Vance ist es mit seinem autobiographischen Bericht »Hillbilly-Elegie« gelungen. Die Geschichte seiner Familie und einer Gesellschaft in der Krise ist kritisch, einfühlend, verweigert sich aber vorschnellen Vorurteilen.

Alex Schnapper from Frankfurt am Main - NoFragida 11.05.2015, Frankfurt | CC BY 2.0

Einwurf für den demokratischen Populismus

Es ist nur ein schmales Büchlein, das Heribert Prantl da geschrieben hat. Aber wie viele der von diesem streitbaren und wertegetriebenen Journalisten für die Süddeutsche Zeitung verfassten Texte besticht auch der Essay »Gebrauchsanweisung für Populisten« durch seine gesellschaftspolitische Relevanz und intellektuelle Brillanz. Und gibt Antworten auf die Frage, wie man als Demokrat populistischen Extremisten begegnet…

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Wer ist das Volk? Eine demokratietheoretische Rückversicherung

Wer sich mit Politikwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern unterhält, wird viel über methodologische Herausforderungen erfahren, aber fast nichts über Politik. Zum Glück gibt es Jan-Werner Müller, einen politischen Politikwissenschaftler, der die demokratischen Grundlagen unseres politischen wie gesellschaftlichen Zusammenlebens reflektiert und weiterentwickelt. Mit »Was ist Populismus?« legt er ein Handbuch zu einem der drängendsten politischen Themen vor.

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Die Toleranz, die keine ist

Didier Eribon hat mit »Rückkehr nach Reims« das Buch zur Stunde geschrieben. Er blickt darin auf das Leben seiner entfremdeten Eltern, die sich von den vereinigten Proletariern aller Länder ab- und den Rechtspopulisten zugewendet haben. Wer den gesellschaftlichen Rechtsruck in Europa verstehen will, findet hier wichtige Erklärungsansätze. Denn statt sich in die eigene Blase zurückzuziehen, braucht…

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For the Many, not the Few!

Der Linksintellektuelle Robert Bernard Reich hat mit »Rettet den Kapitalismus« ein hochaktuelles Buch verfasst, das durch seine ökonomische Analyse und seiner politischen Appellation im US-Wahlkampf eine wichtige Rolle hätte spielen können. Weil es das aber nicht tat, muss die Welt nun einen Umgang mit einem Präsidenten finden, der wider aller populistischen Ankündigungen das finanzpolitische Establishment…

Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB) | Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)

Out of the trap

Der Soziologe Claus Offe analysiert in seinem Essay »Europa in der Falle« schonungslos die Fehlentwicklungen der Europäischen Union in den letzten zwanzig Jahren. Den Kardinalfehler sieht er in der Einführung der Gemeinschaftswährung. Der Euro sei nicht wie erhofft zum Bindeglied zwischen den Staaten geworden, sondern habe einer Schutzgemeinschaft des Großkapitals zum Leben verholfen.