Screenshot eines Auszugs von Peter Hujars »Orgasmic Man« | http://peterhujararchive.com/images/eph_1518-01/

Der Misthaufen der Vergangenheit

Hanya Yanagiharas aufwühlendes Freundschaftsepos »Ein wenig Leben« ist ein Extremfall der Literatur. In seiner postmodernen, post-migrantischen, post-sexuellen und Post-Gender-Form nötigt er zur permanenten Grenzüberschreitung.

Malla Hukkanen © Sputnik Oy

Kaurismäki stark, deutschsprachige Beiträge blass

Die Berlinale geht in ihr Abschlusswochenende, 18 Filme konkurrieren um die Bären, die am Samstagabend vergeben werden. Auf einen absolut herausragenden Beitrag wartete man im Wettbewerb bis zum Schluss vergeblich. Dennoch gibt es einen Geheimfavoriten. Der stärkste Film des Festivals lief in der Sektion Panorama.

© Federica Valabrega

Ein Kampf um den eigenen Sohn

Erst verliert er seine Mutter, dann muss der Sohn des jüdischen Verkäufers Menashe aus religiösen Gründen zu seinem Onkel ziehen. Joshua Z. Weinsteins Film »Menashe« erzählt von radikalen Regeln des ultraorthodoxen Judentums und dem Leben in einer Parallelgesellschaft.

Ildikó Enyedi: »On Body and Soul«

Tierisch überzeugend

Nach einem Drittel des Wettbewerbs bei der Berlinale fällt auf, dass das Politische und das Animalische eng miteinander verbunden sind. Rehe, Affen und Zebrapferde sind bislang die stillen Helden der diesjährigen Filmfestspiele. Ein arbeitsloser Kulturjournalist, ein mürrischer Künstler und eine bezaubernde Mannfrau machen hingegen laut auf sich aufmerksam.

© Roger Arpajou

Berlinale eröffnet politisch

Etienne Comars Biopic über den Jazz-Pionier und Sinti Django Reinhardt ist eine solide inszenierte Musikergeschichte, die vor allem als politischer Appell in einem nach rechts rückenden Europa überzeugt.

Kunst-berlinale-2017

Künstlerbiografien und Bandgeschichten

Die 67. Berlinale eröffnet heute Abend mit Etienne Comars Biopic »Django«. Der Verfilmung des Lebens des französischen Künstlers Django Reinhardt, der als Vorreiter des europäischen Jazz gilt, steht im Wettbewerb eine Dokumentation von Joseph Beuys gegenüber. Andere Beiträge widmen sich dem Schweizer Maler Alberto Giocometti, der kanadischen Künstlerin Maud Lewis, der elektronischen Pionierformation Tangerine Dream…

© Touchstone Pictures

Die Neunte Kunst im Kino

Der amerikanische Comiczeichner Dash Shaw präsentiert mit »My Entire High School Sinking into the Sea« auf der 67. Berlinale seinen ersten Kinofilm. Außerdem die Verfilmung von Masamune Shirōs Manga »Ghost in the Shell« und von Chester Goulds »Dick Tracy«-Strips sowie Luc Bessons »Das fünfte Element« nach Ideen von Moebius.

Road Trip | © Bob Sala (https://500px.com/rumdiarist)

»Mit Trump hätte Hunter sicherlich seinen Spaß«

Große amerikanische Autoren wie Tom Wolfe oder James Salter lobten den meisterhafter Stil und die abgründige Komik in der Prosa von Hunter S. Thompson. Mit seinem Buch über die Hells Angels und dem Roman »Angst und Schrecken in Las Vegas« wurde Thompson zur Kultfigur. In der Edition Tiamat ist eine Auswahl seiner grenzenlosen Korrespondenz mit Persönlichkeiten wie Tom Wolfe,…

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»Seit dem Anschlag ist die Gegenwart obszön und lächerlich«

Heute auf den Tag genau jährt sich der Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo. Die Karikaturistin Catherine Meurisse verlor nach den Ereignissen im Januar 2015 den Boden unter den Füßen. Wie sie zurück ins Leben fand, erzählt sie in ihrem Comicalbum »Die Leichtigkeit«. Wir sprachen mit ihr über das dunkle Jahr 2015, ihren stillen Abschied…

Top-25-Comics

Die 25 besten Comics aus dem Jahr 2016

Auf dieser Reise durch die besten Werke der Neunten Kunst aus dem laufenden Kalenderjahr werden Sie ebenso  klassische wie etwas andere Superhelden sowie tragische Figuren kennenlernen. Sie alle haben gemeinsam, dass ihre Geschichten unsere Aufmerksamkeit magisch anziehen.  

© Thomas Hummitzsch

Eine zauberhafte Herzkönigin

Haare hängen ins Gesicht, Pickel und Sommersprossen glänzen auf der Stirn und Hunde sitzen neben jungen Mädchen auf dem Stuhl. Sie sind nicht perfekt, die Mädchen und jungen Frauen, die Hellen van Meene für die Dauer ihrer Fotografie krönt, aber sie sind anmutig wie die Ikonen der niederländischen Malerei. Die Fotografien der Niederländerin entführen die Betrachter in die…

Adiga-Franzen-Lerner

Wer oder was ist noch der Mensch?

Ben Lerner geht in seinem Roman »22:04« den Fragen nach Identität und Kollektivität in Zeiten von Anpassung und Individualismus nach. Jonathan Franzens großer DDR-Roman »Unschuld« ist auch eine Reflektion über die Hypokrisie im Internet-Zeitalter. Aravind Adiga hält in »Golden Boy« der indischen Gesellschaft einmal mehr den Spiegel vor.

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Raus aus der Wüste

Arash und Anoush machen Musik, die dem iranischen Regime nicht gefällt. Der Film »Raving Iran« erzählt von ihrem Leben im Untergrund und ihrer Flucht nach Europa.