Cover-Auszug

»Und der Welt? Wer vergibt der Welt?«

Der Schriftsteller und Weltenbummler Ilija Trojanow hat mit »Wo Orpheus begraben« liegt eine Hommage an sein Herkunftsland Bulgarien geschrieben, in dem er die Mythen, die über das Schwarze Meer und den Balkan ziehen, mit den Geschichten der Bewohner dieser Region verbunden hat. Illustriert sind Trojanows Erzählungen mit quasi-dokumentarischen Fotografien von Christian Muhrbeck.

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Das Eigenleben der Fotografie

Die Auseinandersetzung mit der Fotografie dringt mehr und mehr in den Vordergrund der allgemeinen Kulturdebatte. Schon die kulturwissenschaftliche Studie des Gesichts von Hans Belting, die im vergangenen Jahr für den Leipziger Messepreis in der Kategorie Sachbuch nominiert war, basierte zu großen Teilen auf Fotografien. In diesem Jahr könnte mit Helmut Lethens »Der Schatten des Fotografen« ein…

Isley lying with two white mice 2010 | © Nadav Kander, Hatje Cantz Verlag

Über die Fragilität des Menschen

Der in Israel geborene und in London lebende Fotograf Nadav Kander spürt in seinen Bildern der Verletzlichkeit des Menschen nach. In seiner aktuellen Arbeit »Bodies. 6 Women. 1 Man« macht er den dünnen Firnis, der das Individuum von den äußeren Bedrohungen schützt, sichtbar.

Erdbeeren in Folienkultur in der Nähe von Los Angeles, USA | © Henrik Spohler, Hatje Cantz Verlag

Das Ende der Natur

Der Hamburger Fotograf Henrik Spohler erkundet mit seinen Arbeiten die Grenzen unserer Zivilisation. Nach seinen Fotografien aus Rechenzentren und Hightechfabriken legt er nun Bilder der industrialisierten Agrarwirtschaft vor, die uns die Kälte des Kapitalismus zeigen.

Ellen von Unwerth »Fräulein« | © Ellen von Unwerth

Weiblich, sinnlich, selbstbewusst

Die »Fräulein«-Fotografien von Ellen von Unwerth erinnern an die Ästhetik Helmut Newtons. Allerdings nimmt seine Schülerin den starken Persönlichkeiten auf ihren Bildern die verordnete Strenge und gibt ihnen eine sinnliche Verspieltheit zurück. Claudia Schiffer, Nadja Auermann, Heidi Klum, Carla Bruni, Naomi Campbell, Eva Mendes, Kate Moss, Drew Barrymore, Dita Von Teese, Lindsay Lohan, Vanessa Paradies,…

Andreas Gursky im White Cube, London | © happyfamousartists via flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

Dokumentar des Weltenwandels

Der deutsche Fotograf Andreas Gursky ist für seine großformatigen Raster-Aufnahmen bekannt. Wie angeordnet und aufgereiht wirken die abgelichteten Objekte auf seinen Bildern. Gursky führt uns mit der postmodernen Gesellschaft die Zeichen der Zeit vor Augen. Die Monografie seines Werks macht dies genealogisch nachvollziehbar.

Mursi Dorf der Dargui im Mago National Park in der Jinka Region | Photographs by Sebastião SALGADO / Amazonas images

Ein Mosaik der Natur in Schwarz-Weiß

Der brasilianische Fotograf Sebastião Salgado ist jahrzehntelang durch die Welt gereist und hat neben den menschgemachten Abgründen die faszinierende Schönheit unseres Planeten mit seiner Kamera festgehalten. Am Ende obsiegte die Faszination an der Größe der Natur über die Erinnerung an die menschlichen Grausamkeiten. Der Bildband »Genesis« erzählt davon. So schön war Natur noch nie.

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Dinge, die niemand sehen würde

Diane Arbus gilt als die Fotografin des Skurrilen. Das Außergewöhnliche im Normalen, das Einzigartige im Gewohnten war ihr Metier. Das beeindruckende Werk von Diane Arbus, die sich 1971 das Leben nahm, ist aktuell im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen.

Exposición "World Press Photo 2011" no Aquarium Finisterrae da Coruña | CC BY-SA 2.0

Zur Lage der Menschenrechte

Drei aktuelle Publikationen widmen sich in unprätentiöser Manier der Lage der Bürger- und Menschenrechte. Der aktuelle Grundrechte-Report nimmt die Lage in Deutschland in den Blick, das Jahrbuch von Amnesty International ist der weltweiten Lage der Menschenrechte gewidmet und der Katalog zum diesjährigen World-Press-Photo-Award liefert neben aufregenden Fotografien auch die teils bedrückenden Bilder zur Menschenrechtslage weltweit.

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Des Wetters verheerende Folgen

Die Fotografen Mathias Braschler und Monika Fischer geben dem Klimawandel Identität und Gesichter. Sie haben insgesamt 16 Länder auf allen Kontinenten bereist, Menschen aufgesucht, die direkt vom Klimawandel betroffen sind, und bringen uns diese »Schicksale des Klimawandels« näher.

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Die neuen Religiösen

Eine Ausstellung in Berlin setzt sich mit neuen religiösen Bewegungen in den Städten auseinander. Die Macher wollen aufzeigen, wie diese Bewegungen weltweit die urbane Topographie verändern und zum Teil die Rolle des Staates ersetzen. 

© Annie Leibovitz. From »Pilgrimage« (Schirmer/Mosel 2011)

Pilgerreisen ohne Glauben

Die Starfotografin Annie Leibovitz hat Orte, die von Menschen und ihren Geschichten erzählen, in poetischen Bildern festgehalten. Ihr Bildband »PILGRIMAGE. Pilgerreisen zu Kultorten« ist eine Hommage an ihre verstorbene Lebensgefährtin Susan Sontag.