© Karin Rocholl

Die Zeit der großen Gebildeten ist vorbei

Thea Dorn hat mit ihrem Roman »Die Unglückseligen« (hier unsere Besprechung) einen fulminanten Wissenschaftsroman geschrieben, mit dem sie den Fauststoff in die Gegenwart hebt. Wir sprachen mit ihr über Grenzüberschreiter, Naturphilosophen, Blowjobs, »Breaking Bad« und die Position der Autorin im Literaturbetrieb.

Antoniusaltar, Triptychon, Mitteltafel: Versuchung des Hl. Antonius, Detail

Des Wahnsinns fette Beute

Christiane Scherer alias Thea Dorn hat sich als erste Frau an den Faust-Mythos gewagt. »Die Unglückseligen« ist ein grandioser Wissenschafts- und Kulturroman, in dem weder Wissenschaft, Philosophie noch Poesie ein Mittel gegen Schmerz und Endlichkeit finden. Beim Schreiben hat es »Deutschlands brutalste Schreiberin« allerdings selbst mit der Angst zu tun bekommen. 

Lars Eidinger als Hamlet an der Berliner Schaubühne | Foto: Arno Declair

Fünf Gründe, warum wir Shakespeare lesen sollten

Dass Shakespeares dramatisches und lyrisches Werk keine leichte Kost ist, wollen wir nicht bestreiten. Warum sich die (Re-)Lektüre lohnt, und zwar nicht nur an seinem 400. Todestag, sondern immer wieder, dafür gibt es unzählige gute Gründe. Einige der wichtigsten Argumente, »The (Immortal) Bard« immer griff- und lesebereit zu haben, sind hier versammelt.