© Christian Geisnæs

Berlinale Bites: Sex aus dem Würfelbecher

Was ist über diesen Film schon alles geschrieben und gesagt worden. Vom Vorwurf der schlichten Pornographie bis hin zur grandiosen Verfilmung des allgegenwärtigen Sex-Hypes der Moderne – über Lars von Triers »Nymph( )maniac« streitet sich seit Wochen der Blätterwald. Auf der Berlinale war der erste Teil des Films erstmals in Deutschland zu sehen.

Francois Duhamel © Tobis Film

Berlinale Bites: Ein spektakulärer Rahmen

Außerhalb des Wettbewerbs tummeln sich die Filme mit Staraufgebot und bildgewaltigen Erzählungen. Der Wettbewerb der Berlinale ist mit den Filmen »71«, »Jack«, »La voie de l’ennemie« und »Die geliebten Schwestern« bislang weniger glamourös gestartet, als das Rahmenprogramm. Der bislang einzige echte Hingucker war Wes Andersons Belle-Epoque-Märchen »Grand Budapest Hotel«.

Jack O'Donnell

Berlinale Bites: Wenn Ärsche schießen

Ein junger britischer Soldat gerät im nordirischen Konflikt zwischen die Fronten und kämpft, auf sich allein gestellt, ums Überleben. Der britische Film »’71« erzählt von einem vergessenen europäischen Bürgerkrieg, dessen Ende noh nicht allzu viele Jahre zurückliegt.

Iron-Picker-1

Am untersten Ende der Gesellschaft

Der mit zwei Silbernen Bären ausgezeichnete Film An Episode in the Life of an Iron Picker erzählt die Geschichte von Nazif und Senada, die in einem kleinen Dorf in bitterarmen und harten Verhältnissen leben. Den Lebensunterhalt der vierköpfigen Familie verdient Nazif mit dem Handel von Schrott, indem er Autos mit Hammer und Axt zerlegt und diese dann…

Cornelia in »Child's Pose« | © Cos Aelenei

Osteuropäische Dramen räumen Bären ab

Die Berlinale hat sich einmal mehr als politischstes aller Filmfestivals bewiesen. Das rumänische Drama »Poziţia Copilului« von Calin Peter Netzer wurde als Bester Film mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Silberne Bären gingen außerdem an den bosnischen Roma-Film »An Episode in the Life of an Iron Picker«, dem kasachischen Beitrag »Harmony Lessons« und Jafar Panahis heimlich…

© Harmony Lessons Film Production

Der Mensch ist des Menschen Wolf

Der erst 29-jährige Regisseur Emir Baigazin aus Kasachstan stellt auf der Berlinale mit »Harmony Lessons« eine außergewöhnlich feinfühlige, und zugleich brachiale Gesellschaftsstudie seiner Heimat vor.

Guillaume Nicloux »La Religieuse«

Lauf um dein Leben!

Mit »Die Nonne« des französischen Regisseurs Guillaume Nicloux und »Im Namen des…« der polnischen Filmemacherin Małgorzata Szumowksa zeigen zwei Filme aus dem Wettbewerb der diesjährigen Berlinale die fanatische Seite des Religiösen. Sowohl Nicloux’ Adaption von Denis Diderots gleichnamigen Romanfragment als auch Szumowskas Geschichte eines homosexuellen Priesters in Polen machen deutlich, wie der Mensch im Mahlwerk der…

Barbu in »Child's Pose« | © Cos Aelenei

Fressen und Gefressen werden

Der rumänische Regisseur Calin Peter Netzer erzählt in seinem Psychodrama »Poziţia Copilului« eine bedrückende Geschichte von Macht, Einfluss und Korruption am Rande und im Herzen der gegenwärtigen rumänischen Gesellschaft.

Shoah von Claude Lanzmann | © Les Films Aleph/Why Not Productions

63. Berlinale: Die Verhandlung des Menschlichen im Kinosaal

Neben Stars und Sternchen bieten die diesjährigen Internationalen Filmfestspiele Berlin vor allem spannende Beiträge, die den Menschen unter dem Eindruck der internationalen Finanzkrise in den Blick nehmen. Außerdem verneigt sich die Berlinale vor dem französischen Dokumentaristen Claude Lanzmann und zeigt sein bis heute einmaliges, neuneinhalbstündiges Erinnerungswerk »Shoah« aus dem Jahr 1985 in einer restaurierten Fassung.

Cesare deve morire | Caesar Must Die
| © Umberto Montiroli

Shakespeare im Knast gewinnt Goldenen Bären

Die italienischen Brüder Taviani haben bei den 62. Internationalen Filmfestspielen in Berlin den Goldenen Bären gewonnen. Ihr außergewöhnlicher Beitrag »Cesar must die« ist in diesem Jahr nicht der einzige Beitrag, der mit einem Appell an die Menschenrechte und Rekurs auf Aufklärung reüssierte.

Ursula Meier

Im Schatten der Berge

Die Schweizer Regisseurin Ursula Meier überzeugt bei der diesjährigen Berlinale mit ihrem Sozialdrama »L’enfant d’en haut«, in dem sie eine unbekannte Welt abseits der weiß glänzenden Skipisten Frankreichs zeigt.