Araber Paris

Die Wut im Untergrund

Frankreichs Gesellschaft scheint vereint wie nie. Die Solidarität unter dem Motto »Je suis Charlie! Je suis policier! Je suis musulman! Jes suis juif!« überdeckt die Angst vieler Franzosen vor dem Fremden. Während Michel Houellebecq in seinem Roman »Unterwerfung« mit dieser Angst spielt, gelingt Yannick Haenel mit »Die bleichen Füchse« ein treffendes Sittengemälde und revolutionärer Gegenentwurf.

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Die Ethik auf dem Teller

Von Jonathan Safran Foer über Karen Duve bis hin zu den Aktivisten gegen Nahrungsmittelverschwendung – was kommt auf unsere Teller und welche Gewissensbisse haben wir beim Essen? Eine Bücherschau.

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Das Herz der radikalen Aufklärung

Was wäre Humanismus ohne Aufklärung? Ganz einfach: Er wäre nicht! Dies erkennt, wer Philipp Bloms grandiose Geschichte über das vergessene Erbe der Aufklärung. »Böse Philosophen« erzählt von bitteren Verleumdungen, gekündigten Freundschaften, enttäuschten Leidenschaften und persönlichen Tiefschlägen.

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Jean Paul – Erfolgsautor, Biertrinker, Vergessener

»Formuliermonstrum, Idyllen- und Formatsprenger, Weltschmerzpfleger, Kosmosträumer, Dichter, Denker, Geist« – mit diesen Worten beginnt Ulrich Holbein das Kapitel zu Jean Paul in seinem 2008 erschienenen »Narratorium«. Diese Worte umschreiben aufs Trefflichste einen der großen Unbekannten der deutschen Literatur, der vor 250 Jahren in Wunsiedel das Licht der Welt erblickte.

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Die Frau ist frei geboren

Olympe de Gouges setzte sich in einer männerdominierten Gesellschaft für die Unterdrückten und Minderheiten ein, weil jeder Mensch eine eigene Würde besitzt. Ihre »Erklärung für die Rechte der Frau und der Bürgerin« ist ein Grundlagenwerk des Feminismus. Ein gewaltiger Comic erinnert an eine der schillerndsten Persönlichkeiten der europäischen Aufklärung.

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Rousseau, der Tausendsassa

»Nichts ist mir so unähnlich wie ich selbst, so dass es sinnlos wäre, mich anders als durch meine Mannigfaltigkeit definieren zu wollen.« Diese Passage hatte der Philosoph und radikale Aufklärer Jean-Jacques Rousseau zwar nicht auf sich selbst gemünzt, sie passt aber wie kaum eine andere auf den politischen, gesellschaftlichen und moralischen Vordenker aus Genf. Wer…

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Ein Leben im Zeichen des Hodensacks

Jan Faktor überlässt in seinem zweiten Roman seiner Hauptfigur Georg das Feld des Erzählers. Ohne falsche Scheu nimmt dieser die Einladung an und beschreibt sein Leben im Schatten seiner Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht. »Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag« ist eine irrwitzig-geniale Zeitreise und ein (verbal-)erotischer Findungsroman.