Du_Portraits

Autoren in den Kopf geschaut

Die Angst geht um unter den ganz großen der Literatur. Ob Haruki Murakami, Jonathan Franzen oder Stephen King – sie fürchten den Moment, wenn sie den Anforderungen ihrer Leser nicht mehr gewachsen sind. Das Kulturmagazin »Du« hat Künstler-Porträts versammelt, die tiefe Einblicke in die Seelen mancher Autoren ermöglichen.

Ein Kino in der nordsyrischen Stadt Aleppo  im Oktober 2010

Berlinale legt Schwerpunkt auf das Kino im Nahen Osten

Das politischste aller Filmfestivals macht sich auch in diesem Jahr auf die Suche nach der Realität im internationalen Filmgeschäft. Die Berlinale erkundet das »Recht auf Glück«, beobachtet die weltweiten Flüchtlingsströme und schaut auf das Kino im Nahen Osten. In zwei Mammutvorführungen wird das Sitzfleisch des Publikums besonders auf die Probe gestellt.

Zusammenstellung-Titel

Berliner Literatur(t)räume

Das Literaturjahr 2015 hat gezeigt, dass Berliner Autoren erfolgreicher schreiben, als die Hauptstadtclubs Fußball spielen. Ob das Literaturjahr 2016 mithalten kann, bleibt abzuwarten, aber es gibt einiges, worauf man sich freuen kann. Das Schöne daran: der besonderen Provinzialität von Berlin wird schreibend definitiv ein Ende gemacht wird.

HR_Karikatur

One man in his time plays many parts – Reaktionen auf den Tod von Harry Rowohlt

Harry Rowohlt war Übersetzer, Autor, Kolumnist, Kommunist und der Penner in der Lindenstraße. Schlechte Autoren verdarben ihm den Spaß, von guten Autoren konnte er hingegen nicht genug bekommen. Vielen ließ er die Ehre zuteil werden, ihre Werke selbst einzulesen. Mit Harry Rowohlt verliert die deutsche Literatur- und Übersetzerszene ihren sympathischsten und streitbarsten Knurrhahn. Ulrich Blumenbach, Isabel Bogdan, Ulrich…

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Trikolore unterm Halbmond

Der französische Romancier Michel Houellebecq legt mit »Unterwerfung« eine Zukunftsvision Frankreichs unter muslimischer Regentschaft vor und begibt sich damit in den nebulösen Deutungsraum zwischen rechtspopulistischer Demagogie und literarischer Satire.

Araber Paris

Die Wut im Untergrund

Frankreichs Gesellschaft scheint vereint wie nie. Die Solidarität unter dem Motto »Je suis Charlie! Je suis policier! Je suis musulman! Jes suis juif!« überdeckt die Angst vieler Franzosen vor dem Fremden. Während Michel Houellebecq in seinem Roman »Unterwerfung« mit dieser Angst spielt, gelingt Yannick Haenel mit »Die bleichen Füchse« ein treffendes Sittengemälde und revolutionärer Gegenentwurf.