Die Nominierungen für den Preis der Leipziger Buchmesse sind da. In den drei Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung sind jeweils fünf Titel nominiert. Nominiert sind Autor:innen wie Anja Kampmann, Katerina Poladjan, Norbert Gstrein oder Ines Geipel. Mit Ulli Lust ist auch wieder eine Comickünstlerin nominiert.
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Zukunftslabor oder Zone der Niedertracht?
Steffen Mau bezeichnete Ostdeutschland kürzlich als Laboratorium der Demokratie. Angesichts der anstehenden Wahlen in diesem Jahr lohnt es sich, auf das gesellschaftliche Klima zu schauen. Der Sammelband »Extremwetterlagen« versucht das als offene Feldforschung im Osten Deutschlands, der Essay »Mentalitäten« in der Etablierung eines vagen Begriffs.
WeiterlesenBerlinale 2026: Über Kino und Haltung
Die 76. Berlinale geht heute mit dem Publikumstag zu Ende, mit Ilker Çatak hat seit 22 Jahren erstmals wieder ein Filmemacher aus Deutschland den Goldenen Bären gewonnen. Begleitet wurde das Festival von einer politischen Kontroverse, bei der das Wesentliche aus dem Blick geriet. Ein Kommentar.
WeiterlesenBerlinale 2026: Ilker Çatak gewinnt Goldenen Bären
Das gesellschaftspolitische Drama »Gelbe Briefe« von Ilker Çatak ist der beste Film der Berlinale 2026. Dies entschied die Jury um den deutschen Filmemacher Wim Wenders. Sandra Hüller erhielt zwanzig Jahre nach ihrer Auszeichnung für »Requiem« zum zweiten Mal den Silbernen Bären als beste Hauptdarstellerin. Lance Hammers Demenz-Drama »Queen at Sea« wurde mit zwei Bären ausgezeichnet.
WeiterlesenBerlinale 2026: Überall Familienangelegenheiten
Auch in der zweiten Hälfte der Berliner Filmfestspiele zeigt der Wettbewerb vorwiegend Filme, die den Mikrokosmos Familie erkunden. Das deutschsprachige Kino hat einen guten Eindruck in einer nur durchschnittlichen Konkurrenz hinterlassen.
WeiterlesenBerlinale 2026: Yo (Love is a Rebellious Bird)
Die amerikanische Filmemacherin Anna Fitch war 24 Jahre alt, als sie die fast fünfzig Jahre ältere Yo kennenlernte. In ihrer berührenden Dokumentation erzählt sie mit allen Mitteln der (Film-)Kunst von ihrer tiefen Freundschaft und Yos faszinierendem Leben.
WeiterlesenBerlinale 2026: Der Gaza-Krieg im Kino
Während außerhalb der Kinosäle auf der Berlinale rege über die politische Leisetreterei der Festivalleitung in Sachen Gaza diskutiert wird, laufen im Programm einige Filme mit Bezug zum Nahostkonflikt. Es lohnt sich, diese unabhängig von der Debatte zu beleuchten.
WeiterlesenBerlinale 2026: The Loneliest Man In Town
Der Blues-Musiker Al Cook ist der letzte Mieter in seinem Wiener Wohnhaus. Nun muss er raus und sich von all dem verabschieden, was sein Leben ausgemacht hat. Tizza Covi und Rainer Frimmel ist mit ihrem melancholischen Porträt eines Mannes aus dem letzten Jahrhundert ein Coup gelungen.
WeiterlesenBerlinale 2026: Moscas
Mit Humor und einem Videospiel knackt der neunjährige Cris das erkaltete Herz der allein lebenden Olga. Der mexikanische Schwarz-Weiß-Film »Moscas« von Fernando Eimbcke erzählt die Geschichte einer unwahrscheinlichen Begegnung.
WeiterlesenBerlinale 2026: Meine Frau weint
Zwei Silberne Bären hat sie schon gewonnen. Nun konkurriert Angela Schanelec mit »Meine Frau weint« erneut um eine der begehrten Trophäen. Darin erzählt sie von der unerträglichen Gleichzeitigkeit der Welt und der Schwierigkeit, dafür Worte zu finden. Ihr Kino bleibt gleichermaßen anspielungsreich und rätselhaft, seine Geheimnisse offfenbart es nur zögerlich.
WeiterlesenBerlinale 2026: Queen at Sea
Juliette Binoche und Tom Courtenay brillieren in Lance Hammers Demenz-Drama »Queen at Sea«. Der Film folgt der Tochter und dem Ehemann der demenzkranken Leslie, die sich über den verantwortungsvollen Umgang mit der Krankheit streiten.
WeiterlesenBerlinale 2026: Wolfram
Der australische Filmemacher Warwick Thornton präsentiert im Wettbewerb seinen Outback-Western »Wolfram«. Er erzählt darin von der Gewalt der weißen Kolonialisten und dem Überlebenskampf der Aborigines.
WeiterlesenBerlinale 2026: Warten auf einen Höhepunkt
Zur Halbzeit der 76. Berliner Filmfestspiele dominiert im Kinosaal das übergreifende Thema Familie. Vor den Kinos tobt eine politische Debatte. Die bislang gezeigten deutschsprachigen Beiträge haben einen überzeugenden Eindruck hinterlassen, eine echte Konkurrenz wollte in dem bislang allenfalls soliden und an Höhepunkten armen Wettbewerb noch nicht entstehen.
WeiterlesenDie Zumutung der Fülle
Der deutsche Anglist Manfred Pfister ermöglicht mit seinem Prachtband »Englische Renaissance« etwas selten gewordenes: einen Raum zum Selberdenken. Auf 480 verspielt gesetzten Seiten führt er eindrucksvoll und facettenreich vor Augen, wie die britische Nationwerdung, die Reiseliteratur, der Religionsstreit und der Kolonialismus, wie Wissenschaft, Kriege, Buchdruck und (Bühnen)Kunst, wie der Blick auf die Frau, auf Arbeitswelten, Gesundheit und Klassenlagen die englische Renaissance geprägt haben.
WeiterlesenBerlinale 2026: Rose
Das Ende des dreißigjährigen Krieges bildet den Hintergrund von Markus Schleinzers historischem Gender-Drama »Rose«. Sandra Hüller spielt darin eine Frau, die sich nach dem Krieg als Mann ausgibt und in einem deutschen Dorf niederlässt. Eine queere historische Geschichte erzählt auch Kai Stänickes Debütfilm »Der Heimatlose«.
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