Alle Artikel in: Film

Ingeborg Bachmann (Sandra Hüller) trägt Schminke – sie macht sich fertig um nachts auf den Straßen Roms zu spazieren. | © Weltkino Filmverleih

Von der Freiheit einer Frau

Am 25. Juni 2026 wäre Ingeborg Bachmann einhundert Jahre alt geworden. Die Filmemacherin Regina Schilling hat dies zum Anlass genommen, sich gemeinsam mit Sandra Hüller der österreichischen Schriftstellerin zu nähern. Zudem sind einige Biografien erschienen, die sich ganz unterschiedlich mit Leben und Werk von Ingeborg Bachmann befassen.

Lana Daher: Do You Love me | © AFP Arguileh On The Beach (20015) by Patrick Baz

Geliebtes Beirut

Die libanesische Filmemacherin Lana Daher hat ihrer Geburtsstadt Beirut ein cineastisches Denkmal gesetzt. In ihrem Film »Do You Love Me« zeichnet sie in über 20.000 Schnipseln die wechselvolle Geschichte von Libanons Hauptstadt und ihren Menschen nach.

Tansu Biçer, Özgü Namal in »Gelbe Briefe« von İlker Çatak | © Ella Knorz_ifProductions_Alamode Film

Berlinale 2026: Ilker Çatak gewinnt Goldenen Bären

Das gesellschaftspolitische Drama »Gelbe Briefe« von Ilker Çatak ist der beste Film der Berlinale 2026. Dies entschied die Jury um den deutschen Filmemacher Wim Wenders. Sandra Hüller erhielt zwanzig Jahre nach ihrer Auszeichnung für »Requiem« zum zweiten Mal den Silbernen Bären als beste Hauptdarstellerin. Lance Hammers Demenz-Drama »Queen at Sea« wurde mit zwei Bären ausgezeichnet.

Vladimir Vulević in »Meine Frau weint« von Angela Schanelec | © Blue Monticola Film

Berlinale 2026: Meine Frau weint

Zwei Silberne Bären hat sie schon gewonnen. Nun konkurriert Angela Schanelec mit »Meine Frau weint« erneut um eine der begehrten Trophäen. Darin erzählt sie von der unerträglichen Gleichzeitigkeit der Welt und der Schwierigkeit, dafür Worte zu finden. Ihr Kino bleibt gleichermaßen anspielungsreich und rätselhaft, seine Geheimnisse offfenbart es nur zögerlich.

Amy Adams in »At the Sea« von Kornél Mundruczó | © 2026 ATS Production LLC

Berlinale 2026: Warten auf einen Höhepunkt

Zur Halbzeit der 76. Berliner Filmfestspiele dominiert im Kinosaal das übergreifende Thema Familie. Vor den Kinos tobt eine politische Debatte. Die bislang gezeigten deutschsprachigen Beiträge haben einen überzeugenden Eindruck hinterlassen, eine echte Konkurrenz wollte in dem bislang allenfalls soliden und an Höhepunkten armen Wettbewerb noch nicht entstehen.

Sandra Hüller in »Rose« von Markus Schleinzer | © 2026_Schubert, ROW Pictures, Walker+Worm Film, Gerald Kerkletz

Berlinale 2026: Rose

Das Ende des dreißigjährigen Krieges bildet den Hintergrund von Markus Schleinzers historisches Gender-Drama »Rose«. Sandra Hüller spielt darin eine Frau, die sich nach dem Krieg als Mann ausgibt und in einem deutschen Dorf niederlässt. Eine queere historische Geschichte erzählt auch Kai Stänickes Debütfilm »Der Heimatlose«.