Alle Artikel in: Sachbuch

Innovation gibt es nicht umsonst

Springer-Unternehmer Christoph Keese hat ein Buch über visionäre Erfinder geschrieben, die mit marktwirtschaftlichen Instrumenten die Grenzen des Möglichen verschieben. Anhand von Beispielen aus den Bereichen Energie, Kommunikation, Mobilität, Gesundheit und Bildung zeigt er auf, wie technologischer Fortschritt und digitale Innovation Mensch und Gesellschaft voranbringen können.

»Wir sind nicht irrelevant!«

»Der Albtraum von damals ist der Albtraum von heute«, sagt der tamilische Autor Sinthujan Varatharajah. In seinem Buch »an alle Orte, die hinter uns liegen« beschreibt er eindrucksvoll, wie der Kolonialismus die Gegenwart prägt. Ein Gespräch über den langen Schatten der kolonialen Gewalt, die Bedeutung von Biografie und Sprache und die Bigotterie der aktuellen Debatten.

Politik als Mondmission

Marianna Mazzucato hat ein Buch darüber geschrieben, was wäre, wenn die Innovationskraft, die die Menschheit vor 50 Jahren auf den Mond gebracht hat, auf die Herausforderungen unserer Gegenwart angewendet würde. »Mission« ist ein Buch, nach dem diese unruhigen Zeiten verlangen.

Vom Verbrechen namens Leben

Die US-amerikanische Kulturhistorikerin Saidiya Hartman erzählt in ihrem Band »Aufsässige Leben, schöne Experimente« fulminant von der geächteten Rebellion schwarzer Queers zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Diese Studie verändert nachhaltig den Blick auf die Selbstbehauptung des Schwarzen Lebens in den USA.

Die Welt der Lust entdecken

Die spanische Illustratorin María Hesse widmet ihr neues Buch der Entdeckung der eigenen Lust. Auch wenn der Band an mancher Stelle an Liv Strömquists feministische Interventionen erinnert, hat diese »Erkundung der weiblichen Sexualität« durch den ganz anderen Strich und den autobiografischen Ansatz ihren eigenen Charme.

Entkommen, um zu kommen

Liebe, Sex und Begehren dringen tief ins Private und sind doch so politisch wie nie. Zahlreiche aktuelle feministische Texte fragen danach, wie frei wir inner- und außerhalb der Betten leben können. Eine Reise durch die aktuellen und wieder aufgelegten Bücher von Laurie Penny, Amia Srinivasan, Maggie Nelson, Audre Lorde sowie bell hooks und ein Blick auf das Paradies weiblicher Macht.

Keine Exil-Autor:innen

Seit 2017 schreiben Autor:innen, die aus Kriegs- und Krisengebieten geflohen sind, Briefe, Erzählungen und Gedichte über ihre alte und neue Heimat, über das Weggehen und das Ankommen. Bei »Weiter Schreiben« denken sie gemeinsam mit deutschen Schriftsteller:innen über ihr Leben und Schreiben nach, entwickeln Texte und Stimmungen. Zum fünfjährigen Jubiläum des Projekts erscheint ein fast zehnstündiges Hörbuch, das beweist, das Literatur ein Überlebensmittel ist. Kurz vor der großen Release-Party konnte ich mit Annika Reich, der künstlerischen Leiterin des Projekts, über die Bedeutung persönlicher Begegnungen, das Ankommen in der deutschen Literaturlandschaft und die traurige Seite des Projekts sprechen.

Fatale Fehleinschätzungen

Klaus von Dohnanyi wollte ein politisches Alterswerk vorlegen, das von den Erfahrungen einer zusammenwachsenden Welt geprägt ist. Der russische Überfall der Ukraine macht sein Buch »Nationale Interessen« zu einem leichtgläubigen, intellektuell naiven Werk politischer Literatur, aus dem man bestenfalls noch lernen kann, wie man internationale Beziehungen künftig nicht mehr aufstellen sollte.

Auserlesene ukrainische Literatur

Der russische Angriffskrieg in der Ukraine richtet sich auch gegen die ukrainische Kultur und Identität. Das Lesen ukrainischer Literatur wird damit zum politischen Akt, der sich gegen diese Zerstörung wendet, und weitet den Blick auf die Ukraine, ihre Menschen und ihre Geschichte. Der Versuch einer unabgeschlossenen Liste der wichtigsten ukrainischen Autor:innen und ihrer zentralen Werke.

Ein dreifaches Hoch auf die Übersetzung

Die Wortkünstler:innen stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Preise der Leipziger Buchmesse. Der in Israel geborene Berliner Tomer Gardi erhält für »Eine Runde Sache« den Preis für den besten Roman. Die Lyrikerin Uljana Wolf wurde für das beste Sachbuch ausgezeichnet, die beste Übersetzung hat Anne Weber aus dem Französischen vorgelegt. In allen drei Büchern spielt die Übersetzungskunst eine zentrale Rolle.

»We are Hongkong, und ein Ende ist nicht abzusehen«

Marko Martins Essay »Die letzten Tage von Hongkong« liest sich wie eine Sammlung an Spaziergängen und Sehenswürdigkeiten, an Entdeckungen und Erinnerungen, an Diskussionen über schöne und traurige, aber immer auch politische Literatur, an Plaudereien zu zweit oder Unterhaltungen mit Fremden und neuen Freunden, an Freundschaften, Erotik und Sex. Die Lektüre lohnt sich auch mit Blick auf den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg, den Russland aktuell in der Ukraine führt.

Ein Leben im T-Shirt

Haruki Murakami hat neben seinem Kleiderschrank noch eine Sammlung an Kisten, in denen er T-Shirts aus aller Welt aufbewahrt. Für ein japanisches Modemagazin hat er in den Kisten gestöbert. Der Band »Gesammelte T-Shirts« versammelt seine modisch-biografischen Ausflüge.