Alle Artikel mit dem Schlagwort: Robert Crumb

Wilde Rosen und mörderische Gesänge

Der niederländische Comickünstler Erik Kriek verneigt sich mit »In the Pines« vor der amerikanischen Folkmusik. In den dunklen Silhouetten und harten Konturen seiner holzschnittartigen Zeichnungen ruht nicht nur der zeitlose Horror, der aus diesen Erzählungen aufsteigt, sondern auch die sanfte Melancholie, die in den Tiefen der amerikanischen Folkmusik ruht. 

»Ich kann nicht ohne Musik«

Der niederländische Comiczeichner Erik Kriek legt nach seinen Lovecraft-Adaptionen »Vom Jenseits und andere Erzählungen« nun gezeichnete »Mörder-Balladen« vor. Mit seinem Comicband »In the Pines« verneigt er sich vor der amerikanischen Country- und Folkmusik. Wir sprachen mit ihm über Motive dieser düsteren Geschichten, die die meisten als Songs kennen.

»I had sex today… Holy shit!«

Das Regiedebüt der US-Amerikanerin Marielle Heller »The Diary of a Teenage Girl« ist ein faszinierend lockerer und zugleich verstörender Coming-of-Age-Film, der vom sexuellen Erwachen eines jungen Mädchens im San Francisco der siebziger Jahre erzählt. Die britische Schauspielerin Bel Powley glänzt in der Rolle der rebellisch-reflektierten Tagebuchautorin Minnie Goetze.

One man in his time plays many parts – Reaktionen auf den Tod von Harry Rowohlt

Harry Rowohlt war Übersetzer, Autor, Kolumnist, Kommunist und der Penner in der Lindenstraße. Schlechte Autoren verdarben ihm den Spaß, von guten Autoren konnte er hingegen nicht genug bekommen. Vielen ließ er die Ehre zuteil werden, ihre Werke selbst einzulesen. Mit Harry Rowohlt verliert die deutsche Literatur- und Übersetzerszene ihren sympathischsten und streitbarsten Knurrhahn. Ulrich Blumenbach, Isabel Bogdan, Ulrich Pröfrock, Martina Tichy, Hinrich Schmidt-Henkel, Maria Hummitzsch, Sylke Hachmeister, Marvin Kleinemeier und Thomas Hummitzsch erinnern sich an »ihren« Harry Rowohlt .

US-Trends: Indie-Comics und Comic-Magazine

Als Autor der US-Kolumne des Comicmagazins ALFONZ komme ich immer wieder in den Genuss, die Ankündigungen auf dem US-Comicmarkt unter die Lupe zu nehmen. Die Kurzhinweise werden in unregelmäßigen Abständen auch hier erscheinen, für die zeitnahe Lektüre der Hauptkolumne muss man sich das Magazin kaufen. Den Auftakt machen unter anderem die erfolgreichsten Comics 2014, eine neue SciFi-Serie von Grant Morrison, Daniel Clowes »Eightball«-Kollektion und Alex Raymonds Dashiell-Hammett-Serie »Secret Agent X-9«.

Dialoge zwischen Realität und Imagination

Der Franzose Joann Sfar ist einer der erfolgreichsten Comicautoren Europas. Sein Kinofilm »Gainsbourg« gewann drei Césars, die Trophäe des französischen Filmpreises. Im Januar 2014 konnte ich mich mit ihm in Dresden über sein umfangreiches Werk, dessen Verankerung in der jüdischen (Kultur)Geschichte und die Balance zwischen Realität und Imagination, Abgeklärtheit und Magie unterhalten.

Erotik im Comic ­– Ein Versuch, das Ungreifbare zu greifen

Der Gegenstand des Erotischen in der Neunten Kunst unterliegt in hohem Maße der Subjektivität des Autors. Erotik liegt schließlich im Auge der Betrachtenden und ist dem nagenden Zahn der Zeit sowie den kulturgesellschaftlichen Wandlungsprozessen unterworfen. Die hier vorgestellten Comics sind im offenen Deutungsraum von Erotik, Sex und Porno zu verorten und könnten Ausgangspunkt einer Debatte sein, die überfällig ist. Auf die teils explizite Illustration des Beitrags sei an dieser Stelle ausdrücklich hingewiesen.

Ausschnitt aus einer Uderzo-Zeichnung | Foto: Thomas Hummitzsch

Wer wird König von Angoulême?

Beim Internationalen Comicfestival in Angoulême werden alljährlich nicht nur die besten Comics der vergangenen Saison gekürt, sondern auch Comickünstler für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet. Drei Wochen vor dem 41. Festival stehen die 25 Nominierten für den »Großen Preis der Stadt Angoulême« fest. Die Liste reicht von B wie Blain bis W wie Watterson.

Ich ist ein anderer

Die in den USA lebende britische Comiczeichnerin Gabrielle Bell erweist sich in ihrem Werk »Die Voyeure« als große Erzählerin, die in ihrem Werk eine Psychologie des getriebenen Menschen in der Moderne entwickelt.

David Zane Mairowitz mit Hut | © privat

»Genau das ist Kafka«

Ein Satz beginnt, dann wendet er sich nach links, dann nach oben, rechts herum und geradeaus, etwas später wieder nach unten… und wenn man dann innehält und sich umschaut, dann ist man so weit gekommen. Wie man daraus Comics macht, erklärt der Szenarist David Z. Mairowitz im Interview, der für die comicalen Adaptionen »Kafka für Anfänger«, »Der Process« und »Das Schloss« die Vorlagen geschrieben hat.