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© Thomas Hummitzsch

Apokalypse am Arsch der Welt

Ken Kesey ist eine Ikone der amerikanischen Gegenkultur. Als literarischer Rebell und idealistischer Hippie wandte er sich schreibend gegen die Unterdrückung des Individuums und die Unterwerfung der Natur. Mit dreißigjähriger Verspätung liegt nun endlich sein letzter Roman »Seemannslied« vor, der vulgäre Gesellschaftssatire, packende Endzeiterzählung und mahnende Climate Fiction verbindet. Milena Adam hat ihn spektakulär ins Deutsche gebracht.

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Die Kraft der Unschärfe

Die 1981 in Teheran geborene Fotojournalistin und Künstlerin Newsha Tavakolian hat sich in ihr Archiv begeben. Aus den vor Jahrzehnten entstandenen, unvollkommenen Aufnahmen schält sie das Porträt ihrer Generation heraus, die trotz aller Schmerzen und Verluste nicht aufhört, von der Freiheit zu träumen.

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Die Gewalt im System

Ein Blick in die Gegenwartsliteratur zeigt, wie Frauen von Erwartungsdruck, Ausbeutungsfantasien und sexualisierter Gewalt an den Rand des Wahnsinns und darüber hinaus getrieben werden. Literatur, die weibliche Lebenswelten präsentiert, ist vielfältig und lesenswert. Wer sie betritt, begibt sich nicht selten in die Gefahrenzone der Töchter dieses Landes.

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Einsam am Klavier

1985 nimmt sich eine junge Pianistin in Neubrandenburg das Leben. Wenige Jahre zuvor hat sie noch internationale Preise gewonnen. Helene Bukowski nähert sich in »Wer möchte nicht im Leben bleiben« dieser Frau als guter Geist in Kreisen an, um dem Geheimnis dieses viel zu kurzen Lebens auf die Spur zu kommen.

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Heiliger und Hund

Der Debütroman des Lyrikers und Rassismusexperten Ozan Zakariya Keskinkiliç ist ein rhythmisches Gebet, gewidmet einer längst vergangenen Liebe. Der Held dieses Romans folgt seinem täglichen Begehren und sucht sich selbst zwischen Datingprofilen und Erinnerungen an seine Kindheit.

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Wahrheit über Bord

Katerina Poladjan legt in ihrem mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichneten Roman »Goldstrand« mal eben ein Jahrhundert auf die Couch, um zu fragen, was ein Leben und was Europa ist. Vom ersten Moment an zieht dieser in filmischen Szenen erzählte Roman in seinen Bann.

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»Goldstrand« gewinnt den Preis der Leipziger Buchmesse

Die Berliner Schriftstellerin Katerina Poladjan hat mit ihrem Roman »Goldstrand« den Preis der Leipziger Buchmesse für den besten literarischen Titel gewonnen. Das Buch »Balkan-Odyssee. 1933–1941. Auf der Flucht vor Hitler durch Südosteuropa« der Münchener Historikerin Marie-Janine Calic wurde als bestes Sachbuch ausgezeichnet. Der Österreicher Manfred Gmeiner erhielt für seine Übertragung von Gustavo Faverón Patriaus Roman »Unten leben« den Preis für die beste Übersetzung.

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Alles scheint an seinem Platz

Der magische Realismus scheint in Zeiten des Hyperrealismus in der deutschsprachigen Literatur eher ins Hintertreffen zu geraten. Die realistische Autofiktion dominiert hierzulande die Literatur. In der internationalen Literatur wird weiterhin gern auf fantastische Elemente zurückgegriffen, wie aktuelle Übersetzungen belegen.

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Ganz normale Frauen

Die in Österreich aufgewachsene Comiczeichnerin UIIi Lust stellt In Ihrer preisgekrönten Comic-Erzählung »Die Frau als Mensch« die Geschichte der Eiszeitmenschen in ein neues, magisches Licht. Nachdem der erste Band mit dem Deutschen Sachbuchpreis ausgezeichnet wurde, ist der die Geschichte abschließende Teil nun für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Hier spricht Uli Lust über dieses lang gewachsene Projekt.

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Die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse 2026 | © Thomas Hummitzsch

Über Herbstbücher, Comics und Prachtbände

Die Nominierungen für den Preis der Leipziger Buchmesse sind da. In den drei Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung sind jeweils fünf Titel nominiert. Nominiert sind Autor:innen wie Anja Kampmann, Katerina Poladjan, Norbert Gstrein oder Ines Geipel. Mit Ulli Lust ist auch wieder eine Comickünstlerin nominiert.

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Zukunftslabor oder Zone der Niedertracht?

Steffen Mau bezeichnete Ostdeutschland kürzlich als Laboratorium der Demokratie. Angesichts der anstehenden Wahlen in diesem Jahr lohnt es sich, auf das gesellschaftliche Klima zu schauen. Der Sammelband »Extremwetterlagen« versucht das als offene Feldforschung im Osten Deutschlands, der Essay »Mentalitäten« in der Etablierung eines vagen Begriffs.

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