Alle Artikel in: Comic

Orwellsche Bilderwelten

Orwell-Fans, die gerne Comics lesen, müssen sich nicht mit den Illustrationen des Berliners Reinhard Kleist begnügen. Um George Orwell und seine Visionen bilderreich zu erobern, haben sie die Wahl zwischen vier Roman-Adaptionen und einer fulminanten Comicbiografie.

Schatzkiste im Grenzgebiet

Um kaum ein religiöses Artefakt ranken sich so viele Sagen wie um die Bundeslade der Israeliten. Die israelische Comiczeichnerin Rutu Modan lässt in ihrem neuesten Werk eine illustre Gesellschaft im israelisch-palästinensischen Grenzgebiet danach suchen.

20 Jahre »Persepolis«

Die Exiliranerin Marjane Satrapi hat in ihrer »Persepolis« Erzählung ihre Kindheit und Jugend in Teheran und Wien verarbeitet. Ihre autobiografische Comicgeschichte machte dem beschränkten Blick auf den Iran und seine Menschen ein Ende und berührt auch noch zwanzig Jahre nach ihrem Erscheinen.

Faithless-Auszug

Manche Comics lassen die Luft knistern

Als avantgardistisches Medium hat die Neunte Kunst schon immer ein enges Verhältnis zur Sexualität. Waren die Werke von Robert Crumb, Milo Manara und Guido Crepax lange Zeit stilbildend, hat sich das Genre der erotischen Comics längst von seinen Ikonen emanzipiert. Statt schriller Enttabuisierung und Provokation geht es inzwischen um Aufklärung und das Feiern sexueller Vielfalt.

Phoenix aus der Asche

Darcy van Poelgeests »Little Bird« lebt in einer dystopischen Cyberpunk-Welt, in der alte weiße Männer einen Krieg gegen Emanzipation, Vielfalt und Freiheit führen. Ihr bleibt keine andere Wahl, als die Rebellion anzuführen. Die Welt wäre ein besserer Ort, wenn die Leute mehr Comics lesen, sagt der Kanadier im Gespräch über seinen umwerfenden Comic.

Wood, Vibes und Wahnsinn

Umweltschutz und Internet – diese Themen haben mit den »Fridays For Future«-Protesten eine Heimat gefunden. Der Schweizer Comiczeichner Zep sowie die beiden deutschen Künstler Lukas Jüliger und Kathrin Klingner nähern sich diesen Themen auf sehr unterschiedliche Weise. Allzuviel Hoffnung schöpfen kann man aus ihren Geschichten allerdings nicht.

Papa Was A Rolling Zuckerwürfel

Der Münchener Comiczeichner Uli Oesterle erzählt in »Vatermilch« eine fulminante Münchhausen-Story aus den siebziger Jahren. Vorab mit dem renommierten Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung ausgezeichnet ist nun der vielversprechende erste von vier geplanten Bänden erschienen.

»Als mein Vater ging, war ich traurig«

Der Comiczeichner Uli Oesterle lebte ohne seinen Vater auf, der erst seine Familie verließ, den Bezug zur wirklichen Welt verlor und jahrzehntelang vom Erdboden verschluckt schien. Zwei Jahre nach dem Tod des Vaters beschließt Oesterle, aus dessen rätselhaftem Leben einen Comic zu machen. Er erfindet eine Geschichte, die plausibel macht, wie sein Vater einfach so verschwinden konnte. Ich sprach mit ihm im April für das Rolling Stone Magazin über die Hintergründe seines sensationellen, auf vier Bände angelegten Vatercomics, die Balance von Wahrheit und Fiktion und die konkrete künsterlische Arbeit.

»We should’ve seen it coming…«

Über zwanzig Jahre lang hat Gregory Galant alias Seth das Leben der Brüder Matchcard begleitet. Ihre Geschichte zieht sich durch seine legendären »Palookaville«-Comics. Nachdem bislang immer nur einzelne Teile der Serie gesammelt veröffentlicht wurden, liegt nun endlich die komplette Geschichte des Familienunternehmens »Clyde Fans« in einem prächtigen Album vor.

Grandios über den Dingen

Wer denkt, im Genre Comic alles gesehen zu haben, der hat Martin Panchauds »Die Farbe der Dinge« noch nicht gesehen. Mit Piktogrammen, Symbolismus und Infografiken erzählt der Schweizer Illustrator eine ergreifende Geschichte von Liebe und Leid. Einen im besten Sinne ungewöhnlicheren Comic wird es diese Saison nicht geben.