Monate: April 2026

© Thomas Hummitzsch

Die Waffen der Wirtschaft

Die Journalistin Ulrike Herrmann schreibt in ihrem neuen Buch über »Geld als Waffe« und zeigt dabei auf, warum Russland und China politisch in der Sackgasse stecken. Ihre Analyse leidet jedoch an der Schnelllebigkeit der Gegenwart. Die Politik der Deals eines Donald Trump kommt in ihrem Buch quasi nicht vor.

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Innere Verhärtungen

Der dritte Roman der Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin von 2021 Nava Ebrahimi führt Leser:innen in die fiktive Kleinstadt Lasseren im niedersächsischen Emsland. »Und Federn überall« ist ein großer Gegenwartsroman, in dem der Alltag von sechs Figuren aufeinanderprallen, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

Fotografie: Verlag Voland & Quist

Zukunftsstadt ohne Zukunft

Zum vierzigsten Mal jährt sich am 26. April die Atomkatastrophe von Tschornobyl. Mit »Reaktoren explodieren nicht« liegt nun ein illustriertes Jugendbuch vor, dass sich der Stadt, dem Kernkraftwerk, der Tragödie und der historischen Erfahrung verständlich und vielschichtig annähert.

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Apokalypse am Arsch der Welt

Ken Kesey ist eine Ikone der amerikanischen Gegenkultur. Als literarischer Rebell und idealistischer Hippie wandte er sich schreibend gegen die Unterdrückung des Individuums und die Unterwerfung der Natur. Mit dreißigjähriger Verspätung liegt nun endlich sein letzter Roman »Seemannslied« vor, der vulgäre Gesellschaftssatire, packende Endzeiterzählung und mahnende Climate Fiction verbindet. Milena Adam hat ihn spektakulär ins Deutsche gebracht.

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Die Kraft der Unschärfe

Die 1981 in Teheran geborene Fotojournalistin und Künstlerin Newsha Tavakolian hat sich in ihr Archiv begeben. Aus den vor Jahrzehnten entstandenen, unvollkommenen Aufnahmen schält sie das Porträt ihrer Generation heraus, die trotz aller Schmerzen und Verluste nicht aufhört, von der Freiheit zu träumen.

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Die Gewalt im System

Ein Blick in die Gegenwartsliteratur zeigt, wie Frauen von Erwartungsdruck, Ausbeutungsfantasien und sexualisierter Gewalt an den Rand des Wahnsinns und darüber hinaus getrieben werden. Literatur, die weibliche Lebenswelten präsentiert, ist vielfältig und lesenswert. Wer sie betritt, begibt sich nicht selten in die Gefahrenzone der Töchter dieses Landes.