Wenn sich die Wirklichkeit nach Prognosen richten würde, hieße der diesjährige Literaturnobelpreisträger nicht Patrick Modiano, sondern Ngũgĩ wa Thiong’o oder Haruki Murakami. Ein Blick auf das Werk der beiden Ausnahmeautoren, die als Favoriten in aller Munde waren, über die jetzt auf der Messe aber kaum noch jemand redet.
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Patrick Modiano erhält Literaturnobelpreis
Seine Werke tragen poetische Titel wie »Im Café der verlorenen Jugend«, »Aus tiefstem Vergessen« und »Vorraum der Kindheit«. Der bekannteste Vertreter des französischen magischen Realismus Patrick Modiano erhält in diesem Jahr den Literaturnobelpreis.
WeiterlesenDem Leben auf der Spur
Mit psychologischer Tiefe und erzählerischer Lust entblättert die Amerikanerin Meg Wolitzer in ihrem Roman »Die Interessanten« das Leben als Möglichkeit, die es zu nutzen gilt.
WeiterlesenDer Häuptling der Aussteiger
Lutz Seiler erzählt in seinem Inselroman »Kruso« von einer außergewöhnlichen Freundschaft und der Sehnsucht des Menschen nach Freiheit. Die ergreifende Robinsonade ist eine magische Hymne, deren eindringliche Musikalität Gänsehaut verursacht.
WeiterlesenLutz Seiler gewinnt Deutschen Buchpreis
Mit seinem Aussteiger-Roman »Kruso« hat Lutz Seiler gleich den wichtigsten deutschen Literaturpreis gewonnen. Seine Laudatio wurde dann »ein großer Bahnhof« für diejenigen, die hinter dem Roman stehen, und einen prominent ignorierten Teil der Literatur.
WeiterlesenDer Bär ist los
Der Italiener Stefano Ricci wirft in seinem stilistisch und erzählerisch unkonventionellen Comicalbum »Die Geschichte des Bären« viele Fragen auf, deren Antworten aber im Verborgenen bleiben.
WeiterlesenAuf interessante Sachen soll man nicht verzichten!
Der Autor und Journalist Dietmar Dath erklärt in seinen Antworten auf einige naive Fragen, warum Sex wichtig bleibt, Tiefsinn keine Kategorie der Kritik ist und er immer wieder Möglichkeiten der Zusammenarbeit sucht. Ganz nebenbei geht es auch um seinen neues Buch »Feldeváye. Roman der letzten Künste«.
WeiterlesenWillkommen im Prekariat
Zwei Romane hat Thomas Melle bislang geschrieben, zwei Mal landete er auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Sein in diesem Jahr nominierter Roman »3000 Euro« erzählt von den Sorgen einer alleinerziehenden Mutter und eines obdachlosen Ex-Juristen.
WeiterlesenDie Krähen picken noch immer
Marica Bodrozic entlockt der deutschen Sprache mit ihrer bilderreichen Poesie einen Klangraum von seltener Klarheit. In ihrem aktuellen Essay »Mein weißer Frieden« erkundet sie Wege, um eine Sprache für das vermeintlich Unsagbare und tatsächlich Ungesagte zu finden. »Weil es sagbar ist«, wie schon Carolin Emcke wusste.
WeiterlesenEin Leben in Augenblicken
Der Wiener Autor Robert Seethaler entführt die Leser seines neuen Romans in ein abgelegenes Alpental, wo Andreas Egger »Ein ganzes Leben« verbringt. Nach dem großen Erfolg seines Wien-Romans »Der Trafikant« legt Seethaler ein weiteres Wunderwerk der Überlieferung vor.
WeiterlesenDie weibliche Seite von »Tschick«
In Wolfgang Herrndorfs Millionenbestseller begegnen dessen Helden Maik und Andrej (Tschick) dem Müllmädchen Isa. Sie hilft den beiden Jungs, Benzin aus einem Golf zu klauen und fährt ein paar Kilometer mit ihnen mit, bevor sie sie wieder verlässt. In »BILDER deiner großen LIEBE« wird ihre Geschichte erzählt.
Weiterlesen»Stattdessen Isa, Roadmovie zu Fuß«
Wolfgang Herrndorfs unvollendeter Roman »BILDER deiner großen LIEBE« erzählt die Geschichte des »Müllmädchens« Isa Schmidt, die in seinem Jugendroman »Tschick«, wenn man so will, »die dritte Hauptfigur des Buchs« darstellt, wie Kathrin Passig und Marcus Gärtner im Nachwort zu dem nun von ihnen herausgegebenen Isa-Roman schreiben. In seinem Blog »Arbeit und Struktur« hat sich Wolfgang Herrndorf immer wieder zu dem Projekt geäußert. Die Einträge sind hier versammelt.
WeiterlesenJahrtausendfigur oder: Das Echo des Franz Kafka
Achtzehn Jahre hat der Literaturwissenschaftler und Wissenschaftslektor Reiner Stach an seiner dreibändigen Kafka-Biografie geschrieben. Er entfaltet darin nicht nur ein Leben, zwischen dessen äußerer und innerer Biografie ein tiefer Graben verläuft, sondern porträtiert darin Kafkas Prag in der Epoche der »Nervosität«. Der unnahbare Franz Kafka wird uns bei Stach plötzlich sehr vertraut.
Weiterlesen»Alles ist inszeniert«
Der österreichische Filmemacher Ulrich Seidl spricht im Interview über den Grad der Inszenierung in seinen Filmen und die Herausforderungen beim Dreh seiner Paradies-Trilogie und die Fragen, die er mit seinen Filmen aufwerfen möchte.
WeiterlesenDas Leben ausgekotzt
Lisa Kränzler lässt die Leser ihres neuen Romans einmal mehr durch den zähen Sumpf der Adoleszenz waten. »Lichtfang« ist die Geschichte von einer, die auszog, dem Leben das Fürchten zu lehren.
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