Soundtrack der modernen Großstadt
Zum 120-jährigen Geburtstag T. S. Eliots legte der Suhrkamp-Verlag eine Neuübersetzung des berühmtesten Gedichts des 20. Jahrhunderts vor. Eine Verneigung vor einem der größten Dichter seiner Zeit.
Zum 120-jährigen Geburtstag T. S. Eliots legte der Suhrkamp-Verlag eine Neuübersetzung des berühmtesten Gedichts des 20. Jahrhunderts vor. Eine Verneigung vor einem der größten Dichter seiner Zeit.
Der Höhlenforscher Christopher Nicola stieß vor 20 Jahren in einer ukrainischen Höhle auf ein paar Knöpfe, alte Schuhe und Medizinflaschen. Über zehn Jahre suchte er nach den ehemaligen Besitzern. Der Dokumentarfilm »NO PLACE ON EARTH« erzählt von der jahrzehntelangen Suche nach einer unglaublichen Geschichte des Überlebenskampfes von einigen jüdischen Familien während des Zweiten Weltkriegs. Ich konnte mit Christopher Nicola in Berlin über seine Suche sprechen.
Zwei kleine, aber kluge Bücher befassen sich mit den intensivsten aller Gefühle. Während Deutschlands bekanntester Nachkriegssoziologe Niklas Luhmann recht sachlich über die Liebe als »Motivation zur Selektion« schreibt, präsentiert der Philosoph Simon Blackburn eine überaus lesenswerte Ideen- und Mythengeschichte der Wollust.
Der britische Ökonom Paul Collier beschreibt in seiner preisgekrönten Analyse »Die unterste Milliarde«, aus welchem Grund ein Sechstel der Menschheit immer mehr in absoluter Armut versinkt und warum es nicht hilft, ihnen mehr Geld zu geben.
Wassili Grossmans Roman »Leben und Schicksal« ist eine fulminante Apologie des Menschen in barbarischen Zeiten. Dieses opus magnum nennt das Falsche falsch und das Richtige richtig – ein existenzielles Wagnis für Autor und Werk, wenn die Anhänger des Falschen das Sagen haben.
Statt zu Wolfgang Hubers religiösem Seminar über ethische Grundfragen sollten sich ernsthaft an Ethik interessierte Menschen lieber an den beigelegten Klassiker von Ottfried Höffe halten.
Das Hamburger Institut für Sozialforschung hat renommierte Soziologen danach gefragt, wie angesichts der uns umgebenden postmodernen Verhältnisse mit den Klassikern der Soziologie umzugehen ist und inwiefern deren Theorien und Ansichten überhaupt noch Relevanz besäßen. Im Rahmen einer Vorlesungsreihe unter dem Titel »InstitutsMontage« wurden einzelne Gesichtspunkte von insgesamt zehn Klassikern der Soziologie diskutiert. Acht der Vorträge liegen in einer handlichen Kassette vor.
Für seinen Erstlingsroman »Grenzgang« wurde Stephan Thome vor drei Jahren mit Lorbeeren überschüttet. Der Roman gelangte bis auf die Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Auch sein zweiter Roman »Fliehkräfte« hat es auf die Liste der Top-Anwärter für den Deutschen Buchpreis geschafft. Aber warum?
Der Gründer des Komitee Cap Anamur und Vorsitzende des Friedenskorps Grünhelme e.V. Rupert Neudeck kritisiert in seinem Buch »Die Kraft Afrikas. Warum der Kontinent noch nicht verloren ist« die afrikanischen Eliten und fordert den Ausstieg aus der »alten« Entwicklungshilfe.
In wohl gesetzten und zugleich scharfen Worten setzt sich der russische Autor Viktor Jerofejew mit seiner Heimat auseinander und bringt dem Leser Russland so greifbar nah, wie selten jemand zuvor.
Als erster Filmemacher wurde der Österreicher Ulrich Seidl innerhalb eines Jahres mit drei verschiedenen Filmen zu den drei wichtigsten Europäischen Filmfestspielen in Cannes, Venedig und Berlin eingeladen. Seine Filmtrilogie »PARADIES Liebe« »PARADIES Glaube« und »PARADIES Hoffnung« provoziert. Im Rahmen einer Sondervorstellung bei der diesjährigen Berlinale konnte man die drei Filme erstmals am Stück sehen.
Wie ist ein Leben nach dem Gulag – wenn Humanität und Kultiviertheit unter den Eindrücken des Inhumanen ihre Relevanz verlieren – möglich, ohne einem ständigen Zweifel an der menschlichen Zivilisation anzuhängen? Dies ist die große Frage, die Warlam Schalamows »Erzählungen aus Kolyma« zugrunde liegt.
Eine Reise zweier Schwestern nach Bulgarien wird zur Abrechnung mit dem Vater und seiner Heimat. Selten wurden einem Land derart die Leviten gelesen, wie Bulgarien in Sybille Lewitscharoffs Roman »Apostoloff«, für den sie 2009 den Preis der Leipziger Buchmesse erhielt.
Eine neue Biografie zur Schriftstellergattin Sofja Andrejewna Tolstaja macht Schluss mit der Mär der egoistischen und geldgierigen Furie an der Seite Lew Tolstojs und entlarvt den Dichter als rücksichtslosen Egoisten.
In seinem Roman »Alles was du siehst« lässt Stefan Beuse seine Figuren zwischen Wirklichkeit und Illusion, Raum und Zeit, Rationalität und Absurdem schwanken und zieht seine Leser in die Faszination des Rätselhaften und Ungewissen.