Erfolgsregisseur Fatih Akin bringt Wolfgang Herrndorfs Jugendroman »Tschick« auf die Leinwand und feiert das mitunter komplizierte Coming-of-Age der beiden Hauptfiguren als rasant-warmes Sommermärchen.
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Königswege sind Trampelpfade
Der Lyriker Oswald Egger hält am 12. September die erste Berliner Rede zur Poesie. Wir konnten ihm vorher ein paar Fragen zum Status Quo der Lyrik in Deutschland stellen.
Weiterlesen»Eine Sprache, die in Formen gebunden ist«
Die literaturWERKstatt Berlin ist eine Institution für die Kunst der Poesie. Zum 25-jährigen Jubiläum im September erhält das Haus einen neuen Namen und organisiert die erste Berliner Rede zur Poesie. Gründungsdirektor Thomas Wohlfahrt erklärt die Motive des Namenswechsels, erläutert die Ausrichtung des künftigen Hauses für Poesie und spricht über den Sinn der Lyrik in unserer Zeit.
WeiterlesenDem Nachwuchs das Kommando geben
Das niederländische Literaturmagazin »DAS MAG« gibt es erst seit fünf Jahren, aber schon jetzt ist es die wichtigste Stimme für junge Literatur aus Flandern und den Niederlanden. Der mairisch-Verlag legt zum Buchmesseschwerpunkt eine Best-Of-Ausgabe vor.
WeiterlesenArgumente gegen die Religion des permanenten Wachstums
Die Geschichte des Kapitalismus sei eine Erfolgsstory, die wesentlich durch die Kritik an ihm möglich wurde, meint der Historiker Jürgen Kocka. Der Philosoph und Ökonom Stefan Mekiffer hält dagegen, dass der im Kapitalismus angelegte Wachstumszwang pathologisch sei und radikale Lösungen sinnvoll mache. Eine Diskussion der Frage, ob es eine grundlegende Revision des Systems oder eher Reformen im System braucht.
Weiterlesen»Der kleine heilige Martinus im großen Krieg«
Stefan Hertmans erzählt in »Der Himmel meines Großvaters« die Geschichte seines Vorfahren, der pflichtbewusst in den Reihen des belgischen Heeres gedient hat, während die Welt um ihn herum zusammenbrach. Wir sprachen mit dem belgischen Autor über das Reproduzieren von Familiengeschichte, seinen lebenslang traumatisierten Großvater und die flämische Emanzipation in den Schützengräben.
WeiterlesenDer innere Krieg
So wie es kein richtiges Leben im falschen gibt, scheint es keine Menschlichkeit in der Zivilisationslosigkeit des Krieges zu geben. Tobias Lindholm erzählt in seinem Film »A War« eindrucksvoll von einem Mann, der auf einem schmalen Grat wandelt.
WeiterlesenVon Hundejahren und Schildkrötenlegionen
Sebastian Rether ist in der Comicszene noch ein relativ unbeschriebenes Blatt. Mit seinem Debüt »Foc / Feuer« – einer universellen Parabel über den Krieg in reduziertem Stil wird sich das ändern.
WeiterlesenKaddish für einen Dreihundertjährigen
»Cadenza for the Schneidermann Violin Concerto«, der nachgereichte Debütroman des Amerikaners Joshua Cohen, ist ein ebenso vergnüglicher wie ambitionierter Metaphernsalat, der ahnen lässt, dass mit der fortlaufenden Publikation seines Werkes noch Sensationelles kommt.
WeiterlesenDer flüchtige Blick in den Spiegel
Noch bis 4. September zeigt die c/o Berlin Galerie im Amerikahaus unter dem Titel »Allure [frz. Stil, Eleganz]« eine sorgfältig kuratierte Auswahl an Fotografien aus der Sammlung von Susanne von Meiss. Die zahlreichen Aufnahmen der verschiedensten Genres – Modefotografie, Street Photography oder Conceptual Photography – eint, dass sie einen flüchtigen Moment fotografisch festhalten und sichtbar machen. Der Begleitkatalog verewigt nicht nur das vergängliche Moment dieser Ausstellung, sondern erlaubt auch tiefere Einblicke in das grundsätzlich gelungene Ausstellungskonzept sowie den langen, genussvollen Blick auf das wahrhaft Schöne.
Der Mythos des Spotttölpels
Erst stark, dann schwach – die Verfilmung von Suzanne Collins Weltbestseller-Trilogie »Die Tribute von Panem« ist komplett. Können die ersten beiden Teile noch prächtig unterhalten, gleitet die Erzählung mit den Mockingjay-Filmen in ein mäßiges, mit zahlreichen Superstars besetztes Effektkino ab.
WeiterlesenEin unverschämtes Dîner
Marco Ferreri gilt neben Luis Buñuel als siner der wichtigsten spanischen Regisseure seiner Zeit. Sein mit Stars besetzter Skandalfilm »Das große Fressen«, den er selbst lieber »Essen, Lieben, Scheißen, Sterben« genannt hätte, liegt nun in digitalisierter Form vor.
WeiterlesenIst nicht genug für alle da?
Am Ende zahlt der kleine Mann. Diese Logik gehört zu den vermeintlichen Wesensmerkmalen der neoliberalen Ordnung. Marcel Fratzscher, Wolfgang Streeck und Robert Misik denken über soziale Ungleichheiten, das Ende des Kapitalismus und die Wiedergeburt der Sozialen Marktwirtschaft nach.
WeiterlesenWenn Übersetzerinnen und Übersetzer lesen
Urlaubszeit ist Lesezeit – das gilt auch für jene, die den deutschen Lesenden einen Großteil der Literatur überhaupt erst zugänglich machen. Trotz Abgabestress haben einige Übersetzerinnen und Übersetzer uns geschrieben, was sie in diesem Sommer lesen. Einige sehr gelungene Übersetzungen über die unten genannten Bücher hinaus legen wir ausdrücklich zur sommerlichen Lektüre ans Herz. Sie finden Sie in unserem Titelbild.
WeiterlesenDie Verwortung der Welt
Saša Stanišić erfüllt mit seinen Erzählungen alle Hoffnungen seiner erwartungsschwangeren Leser und beweist sich »im Artikulieren von Gedanken, im Formulieren, im Meinen« selbst als der beste aller »Fallensteller«
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