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»Mit Trump hätte Hunter sicherlich seinen Spaß«

Große amerikanische Autoren wie Tom Wolfe oder James Salter lobten den meisterhafter Stil und die abgründige Komik in der Prosa von Hunter S. Thompson. Mit seinem Buch über die Hells Angels und dem Roman »Angst und Schrecken in Las Vegas« wurde Thompson zur Kultfigur. In der Edition Tiamat ist eine Auswahl seiner grenzenlosen Korrespondenz mit Persönlichkeiten wie Tom Wolfe, Kurt Vonnegut und zahlreichen seiner Redakteure und Lektoren erschienen. Ein Fan-Interview mit dem begeisterten Hunter S. Thompson-Leser Marvin Kleinemeier über den engagierten Reporter und dessen Gonzo-Briefe.

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Die Toleranz, die keine ist

Didier Eribon hat mit »Rückkehr nach Reims« das Buch zur Stunde geschrieben. Er blickt darin auf das Leben seiner entfremdeten Eltern, die sich von den vereinigten Proletariern aller Länder ab- und den Rechtspopulisten zugewendet haben. Wer den gesellschaftlichen Rechtsruck in Europa verstehen will, findet hier wichtige Erklärungsansätze. Denn statt sich in die eigene Blase zurückzuziehen, braucht es eine Auseinandersetzung mit dem Leben der kleinen Leute.

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»Seit dem Anschlag ist die Gegenwart obszön und lächerlich«

Heute auf den Tag genau jährt sich der Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo. Die Karikaturistin Catherine Meurisse verlor nach den Ereignissen im Januar 2015 den Boden unter den Füßen. Wie sie zurück ins Leben fand, erzählt sie in ihrem Comicalbum »Die Leichtigkeit«. Wir sprachen mit ihr über das dunkle Jahr 2015, ihren stillen Abschied von dem französischen Satiremagazin und ihre Hoffnungen in die Kunst.

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Eine zauberhafte Herzkönigin

Haare hängen ins Gesicht, Pickel und Sommersprossen glänzen auf der Stirn und Hunde sitzen neben jungen Mädchen auf dem Stuhl. Sie sind nicht perfekt, die Mädchen und jungen Frauen, die Hellen van Meene für die Dauer ihrer Fotografie krönt, aber sie sind anmutig wie die Ikonen der niederländischen Malerei. Die Fotografien der Niederländerin entführen die Betrachter in die rennende Zeit vor dem Erwachsenwerden.

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© Thomas Hummitzsch

Wer oder was ist noch der Mensch?

Ben Lerner geht in seinem Roman »22:04« den Fragen nach Identität und Kollektivität in Zeiten von Anpassung und Individualismus nach. Jonathan Franzens DDR-Roman »Unschuld« ist auch eine Reflektion über die Hypokrisie im Internet-Zeitalter. Aravind Adiga hält in »Golden Boy« der indischen Gesellschaft einmal mehr den Spiegel vor.

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© Thomas Hummitzsch

For the Many, not the Few!

Der Linksintellektuelle Robert Bernard Reich hat mit »Rettet den Kapitalismus« ein hochaktuelles Buch verfasst, das durch seine ökonomische Analyse und seiner politischen Appellation im US-Wahlkampf eine wichtige Rolle hätte spielen können. Weil es das aber nicht tat, muss die Welt nun einen Umgang mit einem Präsidenten finden, der wider aller populistischen Ankündigungen das finanzpolitische Establishment hofiert. Wer glaubt, dass die Armenküchen in den USA unter Donald Trump weniger Zulauf haben werden, täuscht sich.

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MEGA-Krieg der Sterne

Gareth Edwards »Star Wars: Rogue One« is a rough one! Dem britischen Regisseur ist mit seiner Auskopplung aus dem Weltraumepos etwas gelungen, was ihm niemand zugetraut hat: einen Film zu schaffen, der für sich steht. »Rogue One« ist ein nicht unwesentlich großes und sehenswertes Puzzlestück im großen Weltraummärchen, das bislang im Gesamtbild gefehlt hat.

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»Lesen Sie dies bitte so, wie es geschrieben wurde«

»Auf der Suche nach der verlorenen Zeit« ist der bedeutendste Roman des zwanzigsten Jahrhunderts. Dass Marcel Proust mindestens genauso viel Zeit in die Pflege seiner Korrespondenz wie in seine Literatur gesteckt hat, wissen die wenigsten. Eine edle zweibändige Edition von Briefen gibt jetzt einen Einblick in das Denken, Hadern und Mosern des bedeutendsten französischen Schriftstellers.

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