Journalismus, politische Intrigen und Aufklärung stehen in einem Abhängigkeitsverhältnis zueinander. Ohne investigative Recherche würde so mancher politische Skandal unentdeckt bleiben, wie der Journalist und Drehbuchautor Achim Zons in seinem verblüffend realistischen Kunduz-Medien-Thriller »Wer die Hunde weckt« zeigt.
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Der Misthaufen der Vergangenheit
Hanya Yanagiharas aufwühlendes Freundschaftsepos »Ein wenig Leben« ist ein Extremfall der Literatur. In seiner postmodernen, post-migrantischen, post-sexuellen und Post-Gender-Form nötigt er zur permanenten Grenzüberschreitung.
WeiterlesenAm Anfang war das Wort
Am 28. März wird die Berliner Kritikerin und Autorin Gisela von Wysocki mit dem Heinrich-Mann-Preis 2017 der Akademie der Künste ausgezeichnet. Damit wird nicht nur Wysockis umfangreiches essayistisches Werk geehrt, sondern dezidiert auch ihre Romane, in denen es der Schriftstellerin gelungen sei, »den poetisch durchleuchteten Lebensmoment zum Element einer Großform zu machen, in der das Romanhafte und Autobiographische ineinanderschwingen«, so die Jury. Doch bedeutet literarische Virtuosität nicht zwangsläufig eine lohnende Lektüre, sondern manchmal auch verpasste Chancen, wie sich an Wysockis zweitem Roman »Wiesengrund« ablesen lässt.
WeiterlesenEine verwässerte Zukunft
Welche intellektuellen Auswirkungen haben existenzielle und gesellschaftliche Veränderungen? Diese Frage liegt Philipp Bloms neuem Buch zugrunde, in dem er die These aufstellt, dass meteorologische Umstände das intellektuelle Klima prägen.
WeiterlesenAmerika muss über sich selbst nachdenken
1979 beginnt der amerikanische Autor James Baldwin ein Buch über eine Reise zu schreiben, »von der ich immer wusste, dass ich sie eines Tages antreten werde«. Über 30 Seiten ist er nie hinausgekommen, Raoul Peck hat sein Manuskript nun verfilmt. Der Dokumentarfilm »I’m not your Negro« ist ein bewegender Beitrag zum Rassismus in den USA und ein Meisterwerk des politischen Kinos.
WeiterlesenKaurismäki stark, deutschsprachige Beiträge blass
Die Berlinale geht in ihr Abschlusswochenende, 18 Filme konkurrieren um die Bären, die am Samstagabend vergeben werden. Auf einen absolut herausragenden Beitrag wartete man im Wettbewerb bis zum Schluss vergeblich. Dennoch gibt es einen Geheimfavoriten. Der stärkste Film des Festivals lief in der Sektion Panorama.
WeiterlesenEin Kampf um den eigenen Sohn
Erst verliert er seine Mutter, dann muss der Sohn des jüdischen Verkäufers Menashe aus religiösen Gründen zu seinem Onkel ziehen. Joshua Z. Weinsteins Film »Menashe« erzählt von radikalen Regeln des ultraorthodoxen Judentums und dem Leben in einer Parallelgesellschaft.
WeiterlesenKarriere, Kinder und andere Katastrophen
Sally Porter präsentiert den kürzesten Beitrag im Wettbewerb. Ihr Kammerspiel »The Party« ist auf den Punkt geschrieben und ein Scoop des Dialogfilms.
WeiterlesenTierisch überzeugend
Nach einem Drittel des Wettbewerbs bei der Berlinale fällt auf, dass das Politische und das Animalische eng miteinander verbunden sind. Rehe, Affen und Zebrapferde sind bislang die stillen Helden der diesjährigen Filmfestspiele. Ein arbeitsloser Kulturjournalist, ein mürrischer Künstler und eine bezaubernde Mannfrau machen hingegen laut auf sich aufmerksam.
Weiterlesen»Insyriated« – Der mit Abstand wichtigste Film der Berlinale
Philippe van Leeuws erschütternder Spielfilm zeigt den Krieg in Syrien aus der Perspektive von drei Frauen und macht dabei deutlich, wie ausgeliefert die Zivilbevölkerung ist.
WeiterlesenIm Königreich der Primaten
Im Wettbewerb erkunden der ungarische Beitrag »On Body and Soul« sowie das amerikanische Kammerspiel »The Dinner« das Wesen des Menschen mit tierischer Hilfe.
WeiterlesenTourismus in die eigene Jugend
Über zwanzig Jahre, nachdem Danny Boyle seine neuen schottischen Helden durch den Drogensumpf von Edinburgh begleitet hat, gibt es nun ein Wiedersehen. Es lebe der Punkrock!
WeiterlesenBerlinale eröffnet politisch
Etienne Comars Biopic über den Jazz-Pionier und Sinti Django Reinhardt ist eine solide inszenierte Musikergeschichte, die vor allem als politischer Appell in einem nach rechts rückenden Europa überzeugt.
WeiterlesenKünstlerbiografien und Bandgeschichten
Die 67. Berlinale eröffnet heute Abend mit Etienne Comars Biopic »Django«. Der Verfilmung des Lebens des französischen Künstlers Django Reinhardt, der als Vorreiter des europäischen Jazz gilt, steht im Wettbewerb eine Dokumentation von Joseph Beuys gegenüber. Andere Beiträge widmen sich dem Schweizer Maler Alberto Giocometti, der kanadischen Künstlerin Maud Lewis, der elektronischen Pionierformation Tangerine Dream und der britischen Alternative-Band Wolf Alice.
Die Neunte Kunst im Kino
Der amerikanische Comiczeichner Dash Shaw präsentiert mit »My Entire High School Sinking into the Sea« auf der 67. Berlinale seinen ersten Kinofilm. Außerdem die Verfilmung von Masamune Shirōs Manga »Ghost in the Shell« und von Chester Goulds »Dick Tracy«-Strips sowie Luc Bessons »Das fünfte Element« nach Ideen von Moebius.















