Als erster Filmemacher wurde der Österreicher Ulrich Seidl innerhalb eines Jahres mit drei verschiedenen Filmen zu den drei wichtigsten Europäischen Filmfestspielen in Cannes, Venedig und Berlin eingeladen. Seine Filmtrilogie »PARADIES Liebe« »PARADIES Glaube« und »PARADIES Hoffnung« provoziert. Im Rahmen einer Sondervorstellung bei der diesjährigen Berlinale konnte man die drei Filme erstmals am Stück sehen.
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»Der Mensch jedoch lebt«
Wie ist ein Leben nach dem Gulag – wenn Humanität und Kultiviertheit unter den Eindrücken des Inhumanen ihre Relevanz verlieren – möglich, ohne einem ständigen Zweifel an der menschlichen Zivilisation anzuhängen? Dies ist die große Frage, die Warlam Schalamows »Erzählungen aus Kolyma« zugrunde liegt.
Gutmütig gepflegter Haß auf Koba den Schrecklichen
Eine Reise zweier Schwestern nach Bulgarien wird zur Abrechnung mit dem Vater und seiner Heimat. Selten wurden einem Land derart die Leviten gelesen, wie Bulgarien in Sybille Lewitscharoffs Roman »Apostoloff«, für den sie 2009 den Preis der Leipziger Buchmesse erhielt.
Korrekturen zu einer russischen Ikone
Eine neue Biografie zur Schriftstellergattin Sofja Andrejewna Tolstaja macht Schluss mit der Mär der egoistischen und geldgierigen Furie an der Seite Lew Tolstojs und entlarvt den Dichter als rücksichtslosen Egoisten.
Wie wirklich ist die Wirklichkeit
In seinem Roman »Alles was du siehst« lässt Stefan Beuse seine Figuren zwischen Wirklichkeit und Illusion, Raum und Zeit, Rationalität und Absurdem schwanken und zieht seine Leser in die Faszination des Rätselhaften und Ungewissen.
WeiterlesenDas Würfelspiel des Daseins
»Anna Karenina« und »Krieg und Frieden« haben ihn weltberühmt und zur russischen Ikone gemacht – Leo Tolstoj. Nahezu sein ganzes Leben verbrachte er schreibend auf dem familieneigenen Gut in Westrussland, doch am Ende seines Lebens entfloh er der ländlichen Idylle. Doch Tolstoj stirbt auf dieser letzten Reise in den Süden. Der amerikanische Literaturwissenschaftler Jay Parini hat daraus einen faszinierenden Roman geschrieben.
Der Krieg im Innern
Das Mafia-Enthüllungsbuch »Gomorrha« verschaffte dem Italiener Roberto Saviano weltweit Ruhm und Ehre, aber auch ein Leben im Untergrund. Und dennoch schreibt er weiter gegen die Missstände in Italien an. In seinem Buch »Das Gegenteil von Tod« geht es um die Perspektivlosigkeit in einem am Boden liegenden Land.
Der Effekt ist der derselbe
Richard Clarke, der ehemalige Sicherheitsbeauftragte von George W. Bush, hat ein Buch über Cyberkriege geschrieben. In »World Wide War« warnt er vor einem verstärkten Aufkommen von Cyberkriegen und fordert Beschränkungen für den Waffengang via Internet. Im Interview erklärte er mir, warum die Gefahr von Cyberkriegen nicht zu unterschätzen ist.
Willkommen im Wunderland
In seinem »Handbuch für Detektive« spielt der Amerikaner Jedediah Berry auf faszinierende Weise mit den Grenzen von Raum, Zeit und Wirklichkeit.
Ein Roman mit Eigenleben
In »Menschen aus Papier« erzählt der mexikanische Autor Salvador Plascencia fantasievoll von der Liebe in finsteren Zeiten und wandelt dabei zwischen den realen und fiktiven Welten. Dass seine Figuren gegen ihren Erfinder aufbegehren, gehört zu den amüsenten Seiten dieses faszinierenden Romans.
Briefe zwischen Lamento und Weltdeutung
»Deutschland ist tot. Für uns ist es tot. … Es ist ein Traum gewesen. Sehen Sie es endlich, bitte!«, beschwört Joseph Roth 1933 seinen Freund und Unterstützer Stefan Zweig in einem Brief. Der Briefwechsel der beiden Autoren zeigt, wie sich die Folgen der Machtergreifung der Nationalsozialisten zunehmend zwischen beider Leben stellen.
WeiterlesenErinnerungen an einen Verkannten
Robert Musil gehört zu den großen Autoren des modernen europäischen Romans. Zu Lebzeiten waren Autor und Werk höchst umstritten und auch heute haben die wenigsten seine Werke gelesen. Ein beeindruckender Erinnerungsband versammelt nun zahlreiche Perspektiven von Zeitgenossen auf den »Mann ohne Eigenschaften«.
Selbstmord auf offener Bühne
Grandios inszeniert Michel Houellebecq in seinem aktuellen Roman »Karte und Gebiet« den eigenen Tod, wofür er mit dem wichtigsten französischen Literaturpreis, dem Prix Goncourt, ausgezeichnet wurde.
Gierig auf das Leben
Susan Sontag galt als herausragende Publizistin und Ikone der politischen Linken. Im Dezember 2004 starb sie an Krebs. Zwei Bücher blicken auf die größte amerikanische Intellektuelle des 20. Jahrhunderts zurück.
Unter Verdacht
Der amerikanische Pflichtverteidiger Steven T. Wax schildert, wie die Bush-Regierung unter dem Deckmantel des Antiterrorkampfes mit unschuldig Verdächtigen umgeht. Nahezu lückenlos dokumentiert er das zunehmende Aufbäumen der amerikanischen Justiz gegen die eigene Regierung.















