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»Mich interessiert, wie Gesellschaft funktioniert«

Mit »Wieder unterwegs« und »Bleierne Hitze« sind in diesem Frühsommer zwei neue Alben des franco-italienischen Zeichners Hervé Barulea, besser bekannt als Baru, erschienen. Seine Alben »Autoroute du soleil« und »Die Sputnik-Jahre« gehören zu internationalen Comic-Bestsellern. Wir sprachen mit ihm über seine Arbeit, die Motive in seinen Alben und seine gesellschaftspolitische Haltung. 

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Alle Macht geht vom Volke aus

Als die Truppen des Warschauer Paktes am 21. August 1968 in Prag einmarschieren, zeigte der Realsozialismus einmal mehr seine repressive Fratze. Josef Koudelkas Fotografien aus dem umkämpften Prag beweisen eindrucksvoll, dass der Sozialismus nicht im Stande war, Vernunft und Menschlichkeit der Prager Bürger zu zerstören.

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Der Comic als Zeuge der Welt und der Menschheit

Der Franzose Marc-Antoine Mathieu ist ein Comicphilosoph, seine Arbeiten sind hoch komplexe Werke, in denen er das kafkaeske Dasein des Menschen reflektiert. Hier spricht er über sein neues Werk »OTTO« und die anstehende Ausstellung im Museum für angewandte Kunst in Frankfurt/Main.

Jakob Nolte | © Thomas Hummitzsch

Literatur ermöglicht Empathie

Der Berliner Schriftsteller und Bühnenautor Jakob Nolte hat mit »Schreckliche Gewalten« einen aufwühlenden und surrealen Roman über ein Geschwisterpaar in den siebziger Jahren geschrieben. Wir sprachen mit ihm über literarische Hegemonialketten, den Einfluss von Fernsehserien auf das Schreiben sowie das verführerische Angebot der Literatur.

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Wenn Bücher ihre Leser lesen

Es geht ein Gespenst um in der Literaturwelt. Es ist das leseroptimierte Buch. eBook-Lesende sollten vorsichtig sein, denn sie werden längst intensiver analysiert, als sie ahnen. Die Zukunft des Buches war auch Thema bei der Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse und des Kurt Wolff Preises für besondere Leistungen unabhängiger Verlage. Ein Augen- und Ohrenzeugenbericht…

Photo by Dirk Haas | (CC BY 2.0)

Hinter den Kulissen von Kunduz

Journalismus, politische Intrigen und Aufklärung stehen in einem Abhängigkeitsverhältnis zueinander. Ohne investigative Recherche würde so mancher politische Skandal unentdeckt bleiben, wie der Journalist und Drehbuchautor Achim Zons in seinem verblüffend realistischen Kunduz-Medien-Thriller »Wer die Hunde weckt« zeigt.

Screenshot eines Auszugs von Peter Hujars »Orgasmic Man« | http://peterhujararchive.com/images/eph_1518-01/

Der Misthaufen der Vergangenheit

Hanya Yanagiharas aufwühlendes Freundschaftsepos »Ein wenig Leben« ist ein Extremfall der Literatur. In seiner postmodernen, post-migrantischen, post-sexuellen und Post-Gender-Form nötigt er zur permanenten Grenzüberschreitung.

Malla Hukkanen © Sputnik Oy

Kaurismäki stark, deutschsprachige Beiträge blass

Die Berlinale geht in ihr Abschlusswochenende, 18 Filme konkurrieren um die Bären, die am Samstagabend vergeben werden. Auf einen absolut herausragenden Beitrag wartete man im Wettbewerb bis zum Schluss vergeblich. Dennoch gibt es einen Geheimfavoriten. Der stärkste Film des Festivals lief in der Sektion Panorama.

© Federica Valabrega

Ein Kampf um den eigenen Sohn

Erst verliert er seine Mutter, dann muss der Sohn des jüdischen Verkäufers Menashe aus religiösen Gründen zu seinem Onkel ziehen. Joshua Z. Weinsteins Film »Menashe« erzählt von radikalen Regeln des ultraorthodoxen Judentums und dem Leben in einer Parallelgesellschaft.

Ildikó Enyedi: »On Body and Soul«

Tierisch überzeugend

Nach einem Drittel des Wettbewerbs bei der Berlinale fällt auf, dass das Politische und das Animalische eng miteinander verbunden sind. Rehe, Affen und Zebrapferde sind bislang die stillen Helden der diesjährigen Filmfestspiele. Ein arbeitsloser Kulturjournalist, ein mürrischer Künstler und eine bezaubernde Mannfrau machen hingegen laut auf sich aufmerksam.

© Roger Arpajou

Berlinale eröffnet politisch

Etienne Comars Biopic über den Jazz-Pionier und Sinti Django Reinhardt ist eine solide inszenierte Musikergeschichte, die vor allem als politischer Appell in einem nach rechts rückenden Europa überzeugt.