Autor: Thomas Hummitzsch

Last Exit Klimaterror

Kim Stanley Robinsons neuer Roman entfaltet eine plausibel-optimistische Vision der Welt bis 2050. »Das Ministerium für die Zukunft« zeigt aber auch, wohin der Weg führt. Wenn wir nicht handeln, wird sich der Klimaaktivismus radikalisieren. Der schwedische Aktivist Andreas Malm meint, dass das vielleicht sogar notwendig ist.

Die Irrwege der Liebe

Das Manuskript von Ulrich Woelks »Für ein Leben« wurde 2019 mit dem Alfred-Döblin-Preis ausgezeichnet. Nun liegt der Roman vor, der von den Versprechungen und Gefahren der großen Freiheit erzählt. Die Handlung erstreckt sich über Jahrzehnte.

Krieg ist Frauensache

Mit »Asterix und der Greif« schließen Jean-Yves Ferri und Didier Conrad an die frühen gallischen Abenteuer an. Während die Verbreitung von Verschwörungstheorien Berücksichtigung findet, findet die Debatte um Geschlechterrollen trotz Matriarchat wenig Niederschlag.

Prix Goncourt und Booker Prize prämieren afrikanische Literatur

Der Senegalese Mohamed Mbougar Sarr hat den Prix Goncourt, der Südafrikaner Damon Galgut den Booker Prize gewonnen. Damit gingen die renommierten Preise für den besten französisch- und englischsprachigen Roman an Autoren, die über afrikanische Themen schreiben. Vor wenigen Wochen erst wurde der auf Sansibar geborene britische Schriftsteller Abdulrazak Gurnah mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet.

Der blutige Geschmack von Rache

Park Chan-wooks grandiose Rachetrilogie liegt endlich digital überarbeitet in prachtvoller Ausstattung vor. Der Höhepunkt der Filmreihe ist zweifellos Cannes-Gewinner »Oldboy«, die »Vengeance«-Filme zeigen aber, wie tief sich der südkoreanische Meisterregisseur in das Thema eingearbeitet hat.

Faschistische Machtergreifung

Auf der Frankfurter Buchmesse wurde wieder über rechte Verlage diskutiert und das Argument der Meinungsfreiheit vorgetragen. Dabei geht es den neuen Faschist:innen nicht um Diskurs. Sie wollen Debatten kapern und Angst schüren. Auf welche Strategien sie dabei zurückgreifen, führt Christian Schwochow in »Je suis Karl« vor Augen. Der Film erzählt in brachialen Bildern von der faschistischen Unterwanderung unserer Gesellschaft – bis zum bitteren Ende.