Montage Feldeváye

»Zwischen Danse Macabre und Kindergeburtstag«

Unentwegt schreibt Dietmar Dath an den wahrscheinlichen Zukunftsszenarios der Menschheitsgeschichte. Schon sein biopolitischer Anti-Gesellschaftsentwurf »Die Abschaffung der Arten« als auch sein interstellarer Science-Fiction-Roman »Pulsarnacht« ließen seine Leser vor der Zukunft erzittern. Seine aktuelle Dystopie »Feldeváye. Roman der letzten Künste« sowie der rEvolutionscomic »Menschen wie Gras wie« schließen daran an und verheißen die »unübersichtlichste Revolution aller…

Daghestan 2009

Was wissen wir vom Kaukasus?

Diese Frage ist Ausgangspunkt der aktuellsten Arbeiten des italienischen Fotografen Davide Monteleone, für die er in den vergangenen Jahren zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten hat. Der 1974 geborene Monteleone zeigt die bitter-zauberhafte Welt hinter der trügerischen Patina der kommunistischen und postkommunistischen Hinterlassenschaften.

Cover-Auszug

»Und der Welt? Wer vergibt der Welt?«

Der Schriftsteller und Weltenbummler Ilija Trojanow hat mit »Wo Orpheus begraben« liegt eine Hommage an sein Herkunftsland Bulgarien geschrieben, in dem er die Mythen, die über das Schwarze Meer und den Balkan ziehen, mit den Geschichten der Bewohner dieser Region verbunden hat. Illustriert sind Trojanows Erzählungen mit quasi-dokumentarischen Fotografien von Christian Muhrbeck.

Leipzig-Preise

Das Ei aus der Uckermark

Saša Stanišić hat mit seinem uckermärkischen Dorfroman »Vor dem Fest« den Preis der Leipziger Buchmesse gewonnen. »Der Schatten des Fotografen« des Kulturwissenschaftlers Helmut Lethen ist das beste Sachbuch des Frühjahrs. Robin Detjes Übersetzung von William T. Vollmanns »Europe Central« wurde als »berserkerhafte« Übertragung ausgezeichnet.

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Bein zeigen

Ausgehend vom Epochenbruch der Französischen Revolution untersucht die Literaturwissenschaftlerin Barbara Vinken in »Angezogen. Das Geheimnis der Mode«, welche Strukturen die Grundlage für die Entwicklung weiblicher und männlicher Mode bereitet.

© Doha Stadium Plus Qatar | Wikimedia Commons Lizenz (CC BY 2.0)

Zwischen Groteske und Katastrophe

In »Das Blutbuchenfest« entwirft Martin Mosebach ein überzeichnetes Beziehungsgeflecht zwischen zutiefst unsympathischen Mitgliedern der Frankfurter besseren Gesellschaft. Ihnen stellt er Ivana zur Seite. Alle Handlungsstränge laufen über die bosnische Putzfrau, in deren Heimat währenddessen der Krieg Einzug hält.

© Klaus Stuttmann

Die Welt durch die Brille eines Galliers

Alice Schwarzer hat Steuern hinterzogen, die #GroKo ist am Rand des Abgrunds und in Dänemark wirft ein Zoo seine Giraffen den Löwen zum Fraß vor. Das Jahr 2014 hat mit Meldungen losgelegt, die 2013 schnell vergessen machen könnten. Klaus Stuttmanns Karikaturenband »Frisch verwählt!« – hier auch zu gewinnen – sorgt dafür, dass die Ereignisse des…

Alone | © Lies Thru a Lens  via flickr.com (CC-BY-2.0)

Eine Form des Liebens

Thomas Hitzlsperger hat sich nach dem Ende seiner Karriere als Fußballprofi zu seiner Homosexualität bekannt. Die Journalistin Carolin Emcke hatte schon vor zwei Jahren – ausgehend von der persönlichen Erfahrung – ein überaus intelligentes Buch über das Begehren geschrieben, das weder »gut« noch »schlecht« kennt, sondern einfach ist.

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Eine Gesellschaft am seidenen Faden

Die Geschichte der Großen Depression in den USA ist in allererster Linie eine Geschichte des Sozialen. Denn mit ihr gerieten Millionen Menschen ins Straucheln. Im Schatten der Krise tobt ein Krieg zwischen Geheimdienst und Gewerkschaften. Der Comic »Auf dem Drahtseil« erzählt davon.

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Raus mit der Sprache

Ann-Marlene Henning und Tina Bremer-Olszewski machen das, wovor sich die meisten Eltern drücken. Sie klären Kinder und Jugendliche auf. Ihr Buch »Make Love« zeigt, dass man der schönsten Sache der Welt nicht den Stöpsel ziehen muss, um zu erklären, was es dabei zu beachten gibt.

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Engagierte für einen neuen Islam

Deutschlands erste Professorin für Islamische Studien, Katajun Amirpur, hat sechs islamische Reformtheologen porträtiert, die den Islam nur in Verbindung mit Demokratie und Menschenrechten verwirklicht sehen. Tatsächlich repräsentativ für die innerislamischen Debatten sind die Thesen dieser Querdenker jedoch nicht.

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Staatliches Droh(nen)potential

Der Sicherheitsexperte von der Universität Texas Armin Krishnan geht in seiner haarscharfen Analyse »Gezielte Tötung. Die Zukunft des Krieges« der Praxis und Geschichte des »gezielten Tötens« als Konfliktstrategie detailliert nach und zeichnet – ausgehend von und vor dem Hintergrund des Auf Asymmetrie beruhenden Drohnenkriegs – ein wahrhaft dystopisches Zukunftsbild.

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Der Traum menschlicher Sicherheit

Die Rede von den »Neuen Kriegen« ist zu einer der meist zitierten Floskeln des internationalen politischen Diskurses verkommen. Die britische Politologin Mary Kaldor, einst die Gründerin dieser These, verkennt in ihrem aktuellen Buch die Bedeutung der asymmetrischen modernen Kriegführung.