Ein Unbuch
Manche Bücher haben Längen, andere sind viel zu kurz. Nicolas Mahler spielt in seinem »Längen und Kürzen« mit Realität und Fiktion.
Manche Bücher haben Längen, andere sind viel zu kurz. Nicolas Mahler spielt in seinem »Längen und Kürzen« mit Realität und Fiktion.
Was wäre Humanismus ohne Aufklärung? Ganz einfach: Er wäre nicht! Dies erkennt, wer Philipp Bloms grandiose Geschichte über das vergessene Erbe der Aufklärung. »Böse Philosophen« erzählt von bitteren Verleumdungen, gekündigten Freundschaften, enttäuschten Leidenschaften und persönlichen Tiefschlägen.
Es gibt so manch unkommentierten Missstand in diesem Land, aber wehe man nimmt dem Deutschen sein tägliches Schnitzel. Dann droht der Untergang der freiheitlichen Republik und so mancher sieht am Horizont schon die apokalyptischen Vorboten der Diktatur in den Himmel aufsteigen. Ein Kommentar zum Veggie-Day.
Guy Delisle gilt als der Erfinder des Doku-Comics. Kein anderer Comiczeichner hat seinen Alltag auf so komische Weise in Bildern festgehalten, wie der Kanadier. Ob in China, Nordkorea oder Birma, in Israel oder zuhause in Paris – kein Ort der Welt, wo Delisle nicht zum Zeichenstift greift. Zu unserem Interview kam er allerdings ohne Zeichenutensilien.
Jens Harders fulminante und vielfach preisgekrönte Weltbiografie »ALPHA … directions« präsentiert die Entstehung der Erde und der Arten. Mit seinen kongenialen Zeichnungen ersetzt dieses bahnbrechende Meisterwerk ganze Bücherwände an Fachliteratur zur Erdgeschichte.
Eine Raute, ein Wort und fertig war der Hashtag, der Anne Wizorek über Nacht berühmt machte. #aufschrei motivierte innerhalb von wenigen Stunden tausende Frauen, in Tweets von ihre Erlebnisse mit dem alltäglichen Sexismus zu berichten. Sie haben eine längst überfällige Debatte losgetreten.
Deutschlands einflussreichster Blogger und Internetpunk Sascha Lobo las auf der re:publica 13 der anwesenden Internetgemeinde die Leviten. Er forderte die Netzaktivisten und Webfreaks auf, die Politik wieder ernster zu nehmen und sich das Internet zurückzuerobern.
Guy Delisle lüftet in seinem neuen Comic auf amüsante Weise die Geheimnisse seiner väterlichen Erziehungsmethoden. Sein »Ratgeber für schlechte Väter« ist das Beruhigungsmittel für allzu strebsame Eltern.
Der 95-jährige Stéphane Hessel war der ideologische Vater der demokratischen Aufstände weltweit. Von Arabellion bis Occupy Wallstreet kamen die Menschen seiner Aufforderung nach Entrüstung und Einmischung nach. Gestern ist er in Paris gestorben. Wir haben sein Werk noch einmal gelesen.
Die Kunst- und Kommunikationsdesignerin Paula Bulling hat mit ihrem Comicdebüt »Im Land der Frühaufsteher« die grafische Blaupause für eine Beschreibung der deutschen Asylverhältnisse geliefert. Der Comic ist das Ergebnis ihrer Recherche in verschiedenen Asylbewerberheimen in Sachsen Anhalt und erzählt eindrucksvoll von den Erfahrungen der Isolation, Tristesse, Rassismus und Ausgrenzung ihrer Bewohner.
Die muslimische Journalistin Shereen El Feki beschreibt in ihrem Buch »Sex und die Zitadelle« eine Welt, die es offiziell nicht gibt. Sie beschreibt fakten- und facettenreich das tabuisierte Liebesleben der Muslime und die »Sexualnot« in der arabischen Welt.
Olympe de Gouges setzte sich in einer männerdominierten Gesellschaft für die Unterdrückten und Minderheiten ein, weil jeder Mensch eine eigene Würde besitzt. Ihre »Erklärung für die Rechte der Frau und der Bürgerin« ist ein Grundlagenwerk des Feminismus. Ein gewaltiger Comic erinnert an eine der schillerndsten Persönlichkeiten der europäischen Aufklärung.
Birk Meinhardt erzählt in seinem monumentalen Roman »Brüder und Schwestern« vom Leben der so genannten Arbeiterklasse in der DDR. Es ist die Geschichte vom Auf- und Abladen der Schuld in einer Kompromissgesellschaft, in der das größte Vergehen darin bestand, den Drang nach Freiheit zu verspüren.
Das Roma-Drama »An Episode in the Life of an Iron Picker« des bosnischen Oscar-Preisträgers Boris Tanovic wurde bei der 63. Berlinale mit zwei Silbernen Bären ausgezeichnet. Tanovic erhielt den Großen Preis der Jury, sein Hauptdarsteller Nazif Mujic wurde als bester Darsteller geehrt.
Der mit zwei Silbernen Bären ausgezeichnete Film An Episode in the Life of an Iron Picker erzählt die Geschichte von Nazif und Senada, die in einem kleinen Dorf in bitterarmen und harten Verhältnissen leben. Den Lebensunterhalt der vierköpfigen Familie verdient Nazif mit dem Handel von Schrott, indem er Autos mit Hammer und Axt zerlegt und diese dann in Einzelteilen an Schrotthändler verkauft. Ein Knochenjob, wie der bosnische Oscar-Preisträger Danis Tanovic zeigt.