Bryan Lee O’Malleys »Scott Pilgrim« ist einer der erfolgreichsten US-Comicserien der vergangenen Jahre. Seit 2010 war es still um den kanadischen Cartoonisten. Vor wenigen Monaten ist mit »Seconds« seine erste abgeschlossene Geschichte erschienen. Ein Geniestreich.
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Einer gegen alle
Der Anwalt einer einflussreichen Wirtschaftskanzlei wird erhängt in seinem Sommerhaus aufgefunden. Kurz darauf kommt seine Sekretärin bei einem Unfall in der New Yorker U-Bahn ums Leben. Kann das Zufall sein? Louis Begley, der Autor von »Lügen in Zeiten des Krieges« und »Schmidt«, legt mit »Zeig dich, Mörder« seinen ersten Thriller vor und erfindet sich in seinem zwölften Buch noch einmal neu.
WeiterlesenUS-Trends: Indie-Comics und Comic-Magazine
Als Autor der US-Kolumne des Comicmagazins ALFONZ komme ich immer wieder in den Genuss, die Ankündigungen auf dem US-Comicmarkt unter die Lupe zu nehmen. Die Kurzhinweise werden in unregelmäßigen Abständen auch hier erscheinen, für die zeitnahe Lektüre der Hauptkolumne muss man sich das Magazin kaufen. Den Auftakt machen unter anderem die erfolgreichsten Comics 2014, eine neue SciFi-Serie von Grant Morrison, Daniel Clowes »Eightball«-Kollektion und Alex Raymonds Dashiell-Hammett-Serie »Secret Agent X-9«.
WeiterlesenDas Leben als Summe von Geschichten
Der in Nigeria aufgewachsene und in den USA lebende Teju Cole ist ein schreibender Flaneur. In seinem neuen Buch entführt er seine Leser an die hellen und dunklen Orte Nigerias, die er nach jahrelanger Abstinenz selbst staunend und befremdet neu entdeckt.
WeiterlesenGriechische Komödie
Durch das Entblößen menschlicher Schwächen und Geneigtheiten führt der Brite Michael Frayn vor, wie weit man mit Posieren und Imitieren, Krakeelen und Polemisieren, Verklausulieren und Paraphrasieren, Vorführen und Aufführen in der Welt der vorgeblich Interessierten kommen kann.
Weiterlesen»Bücher, die niemand erwartet«
Im Rahmen der Leipziger Buchmesse 2015 erhielt der Berliner Verlag Berenberg den diesjährigen Kurt Wolff Preis. Damit geht der Preis verdientermaßen an einen Verlag, der in seinem Programm gleichermaßen Buchkunst und engagierte Literatur hochleben lässt. Dies hat auch die Leseerfahrung des Autors geprägt.
Bloggerpate – Ein ärgerliches Missverständnis
Die Leipziger Buchmesse wollte mit ihrer Bloggerpaten-Aktion im Rahmen der Initiative »buchmesse:blogger« alles richtig machen und hat am Ende fast alles falsch gemacht. Künftig muss es heißen: Wenn die Messe Aufmerksamkeit durch Blogger will, dann muss sie auch Aufmerksamkeit an die Blogger zurückgeben.
WeiterlesenDie schönsten Bücher der Leipziger Buchmesse 2015
Die Stiftung Buchkunst kürt jedes Jahr die schönsten deutschen Bücher und die schönsten Bücher aus aller Welt. Ein offizieller Wettbewerb, der Schönheit messbar machen will. Über den Ansatz kann man streiten. Oder selbst losgehen und die für sich schönsten Bücher finden.
WeiterlesenEin Paukenschlag für die Königsdisziplin
Mit Jan Wagners »Regentonnenvariationen« gewinnt erstmals ein Lyrikband den Preis der Leipziger Buchmesse. Den Sachbuchpreis erhielt der Österreicher Historiker Philipp Ther für seine gesellschaftspolitischen Erkundungen in »Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent«. Der Preis für die beste Übersetzung ging an Mirjam Pressler für ihre Übertragung von Amos Oz’ neuem Roman »Judas«.
WeiterlesenDer Traum vom Fliegen
Norbert Scheuer schlägt mit »Die Sprache der Vögel« ein weiteres Kapitel in seiner Geschichte der Arimonds auf. Er setzt in seinem in Afghanistan angesiedelten Roman der Sinnlosigkeit des Krieges die Schönheit der Natur entgegen und erzählt von der Sehnsucht, den Dingen entfliehen zu können.
Der Kafka der Neunten Kunst
Das surreale Werk des französischen Comiczeichners und Grafikers Marc-Antoine Mathieu macht in seiner vermeintlichen Monotonie aus Schwarz und Weiß die verborgenen Zwischenwelten des Daseins sichtbar.
Die Paranoia im System
In Anton Corbijns Thriller »A Most Wanted Man« brilliert Philip Seymour Hofmann ein letztes Mal. Als ausdauernder Rationalist verkörpert er den Fremdkörper in einem System, dem die Vernunft abhanden gekommen ist.
WeiterlesenFragwürdiger Armutsvoyeurismus: Das Bild des »Zigeuners«
»Wer Macht über Bilder hat, hat gleichzeitig Deutungsmacht über Menschen«, schreibt Frank Reuter in seiner hochaktuellen Studie »Der Bann des Fremden. Die fotografische Konstruktion des ‚Zigeuners’«. Er fordert dazu auf, die eigenen Sehgewohnheiten kritisch zu hinterfragen und statt der simplifizierenden Bildikone die Verschiedenheit innerhalb der Minderheit zu entdecken.
WeiterlesenDie Agenten der Geldreligion
Der Berliner Germanist Joseph Vogl zeigt in seiner formidablen Funktionsanalyse der Finanzpolitik, wie Zentralbanken als unabhängige Regierungsenklaven entworfen wurden und unter den Vorzeichen demokratischer Modernisierungsprozesse zu konstitutionellen Aus(nahme)fällen geworden sind. Deren systemimmanentes Ziel bestand immer darin, die existierende Finanzpolitik aus Selbstzweck zu perpetuieren. Inzwischen stehen auch sie machtlos vor dem selbstgeschaffenen Götzen Markt.
WeiterlesenDer amerikanische (Alb)Traum
Die anglo-amerikanische Literaturkritik feiert ihn als »neuen Franzen«. Matthew Thomas verkauft sein Erstlingswerk »Wir sind nicht wir« für einen Millionenbetrag und wird über Nacht zum literarischen Shootingstar. Für Thomas scheint sich nun der amerikanische Traum zu erfüllen – ein Privileg, das er den Figuren in seinem Roman verweigert.
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