Woher kommen wir? Was prägt uns? Was hinterlassen wir? Große Fragen wie diese bilden das Leitmotiv des vielstimmigen Familienromans »Antonio« der brasilianischen Autorin Beatriz Bracher, für den sie den wichtigsten Literaturpreis ihres Landes erhalten hat.
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Verräterische Haltung
Gehen wir aufrecht, weil wir Menschen sind oder sind wir Menschen, weil wir aufrecht gehen? Der Philosoph Kurt Bayertz präsentiert den aufrechten Gang als philosophischen Topos, das die Reflektion über den Menschen und seine Position in der Welt von der Antike bis in die Neuzeit prägt.
WeiterlesenAngoulême 2014 oder: Ein Blick in die Zukunft
Die Werke deutscher Comicautoren sucht man auf der Liste der Nominierten für den wichtigsten europäischen Comicpreis in Angoulême vergeblich. Neben den Arbeiten zahlreicher Comicschaffender, die auf dem deutschen Comicmarkt bereits vertreten sind, sind aber auch spannende Neuerscheinungen für die Preise berufen, auf die sich die deutschen Comicleser freuen können.
Eine Gesellschaft am seidenen Faden
Die Geschichte der Großen Depression in den USA ist in allererster Linie eine Geschichte des Sozialen. Denn mit ihr gerieten Millionen Menschen ins Straucheln. Im Schatten der Krise tobt ein Krieg zwischen Geheimdienst und Gewerkschaften. Der Comic »Auf dem Drahtseil« erzählt davon.
»Muhd. Disorda« oder: Schwache Nerven
Darius Kopp verliert seinen Job, dann seine Frau und hin ist sie, die vermeintliche Sicherheit. Kopp lässt alles stehen und liegen und reist – den Karton mit der Urne seiner Frau unterm Arm – nach Osteuropa. Eine in Stil und Form verrückte Geschichte, für die Terézia Mora den Deutschen Buchpreis erhielt.
Postdemokratie und Digitalisierung
Kann das Piratenkonzept der Liquid Democracy die Demokratie retten oder trägt es zu ihrer Liquidierung bei? Einige Überlegungen zur digitalen Demokratie.
WeiterlesenRaus mit der Sprache
Ann-Marlene Henning und Tina Bremer-Olszewski machen das, wovor sich die meisten Eltern drücken. Sie klären Kinder und Jugendliche auf. Ihr Buch »Make Love« zeigt, dass man der schönsten Sache der Welt nicht den Stöpsel ziehen muss, um zu erklären, was es dabei zu beachten gibt.
WeiterlesenIch ist ein anderer
Die in den USA lebende britische Comiczeichnerin Gabrielle Bell erweist sich in ihrem Werk »Die Voyeure« als große Erzählerin, die in ihrem Werk eine Psychologie des getriebenen Menschen in der Moderne entwickelt.
Das Ende der Natur
Der Hamburger Fotograf Henrik Spohler erkundet mit seinen Arbeiten die Grenzen unserer Zivilisation. Nach seinen Fotografien aus Rechenzentren und Hightechfabriken legt er nun Bilder der industrialisierten Agrarwirtschaft vor, die uns die Kälte des Kapitalismus zeigen.
Atheismus 2.0 oder: Was kommt nach dem Glauben?
Die Berliner Kulturwissenschaftlerinnen Peggy Mädler und Julia Schleipfer haben den Atheismus gegen den Strich gedacht. Im Dezember eröffnen sie eine Ausstellung über atheistische Heiligtümer und agnostische Reliquien. Ich sprach mit Peggy Mädler über Patchwork-Religiosität, Wissenschaftsskepsis, atheistische Engel und die Irrationalität der Liebe.
Analyse einer Massenbewegung
Die Geschichte der Atomkraftgegner ist voller Höhen und Tiefen. Der LAIKA-Verlag hat sich vorgenommen, sie in fünf Bänden in Text und Bild zu erfassen. Es fehlt nur noch ein Band, dann ist diese Teilbibliothek des zivilen Ungehorsams komplett.
Erinnertes Vieldinggesplitter
Der kenianische Journalist und Autor Binyavanga Wainaina erzählt auf betörende Weise vom Erwachsenwerden – dem eigenen und dem Afrikas.
Die Würde der Zurückgebliebenen
Fabriken, Unternehmen, Projekte – all das wird in der kapitalistischen Moderne abgewickelt. Aber wie wickelt man einen Ort ab, der dem Untergang geweiht ist? Die Hannoveranerin Annika Scheffel hat mit »Bevor alles verschwindet« einen eindrucksvollen Roman über das Ende einer Heimat geschrieben.
Vom Fressen und Gefressen werden
Der Amerikaner Anders Nilsen lässt in »Große Fragen« eine Horde Buchfinken den Rätseln des Daseins auf die Spur gehen und nimmt den Leser mit seinem ebenso eindringlichen wie anrührenden Comicroman gefangen.
Don Winslows Py-Roman
Es gibt eine Theorie, der zufolge jeder maximal sechs Handschläge von jeder x-beliebigen Person auf der Welt entfernt sei. Nur sechsmal guten Tag sagen, und man greift zur Hand des amerikanischen Präsidenten oder des Papstes. Winslows Charaktere geben einem das ungute Gefühl, dass man deutlich weniger Handschläge von der Verbrecherwelt entfernt ist. Zwischen Verbrecherboss, anerkannten Geschäftsmann und handzahmen Familienvater ist oft nur der Vorhang der Nacht, wenn alle Katzen grau sind.















