Mit »Flut und Boden« erzählt der Historiker Per Leo die Geschichte seiner Familie. Anhand des Brüderpaars Friedrich und Martin ergründet Leo den Boden, auf dem das Dritten Reich entstanden ist. Obwohl das Buch den Untertitel »Roman einer Familie« trägt, geht der Text weit darüber hinaus.
Neueste Artikel
Zwischen Groteske und Katastrophe
In »Das Blutbuchenfest« entwirft Martin Mosebach ein überzeichnetes Beziehungsgeflecht zwischen zutiefst unsympathischen Mitgliedern der Frankfurter besseren Gesellschaft. Ihnen stellt er Ivana zur Seite. Alle Handlungsstränge laufen über die bosnische Putzfrau, in deren Heimat währenddessen der Krieg Einzug hält.
Maximilian allein zu Haus
Fabian Hischmanns Selbstfindungsroman »Am Ende schmeißen wir mit Gold« erzählt in leichten Tönen und Knalleffekten vom Abschiednehmen und der Suche einer Zukunft in der Vergangenheit. Mit seinem Debütroman könnte der Berliner auf Anhieb den Literaturpreis der Leipziger Buchmesse erhalten. Beim Publikum liegt der Roman schon ganz vorn.
In der Mitte der Evolution
Der Berliner Comiczeichner Jens Harder legt mit »BETA …civilisations« den lang ersehnten zweiten Teil seiner Erdgeschichte in Bildern vor. Darin führt er seine Leser kühn und souverän aus der Kreide- durch die Stein-, Kupfer- und Bronzezeit in die Antike und erzählt spektakulär von der Entwicklung des Menschen. In ihrer bestechenden Grafik, aufregenden Bildkomposition und dichten Erzählweise ist die auf mehrere Bände angelegte Weltbiografie schon jetzt eine der aufregendsten und anspruchsvollsten Comicarbeiten überhaupt.
Zwischen Revolution und Krise
Ein Fußtritt des Vaters ist das auslösende Moment in Mathias Énards Abenteuerroman »Straße der Diebe«, mit dem der 20-Jährige Lakhdar direkt auf eine Bahn befördert wird, die ihn bis nach Barcelona bringt. Dort wird er vor eine verhängnisvolle Entscheidung gestellt.
Die Welt durch die Brille eines Galliers
Alice Schwarzer hat Steuern hinterzogen, die #GroKo ist am Rand des Abgrunds und in Dänemark wirft ein Zoo seine Giraffen den Löwen zum Fraß vor. Das Jahr 2014 hat mit Meldungen losgelegt, die 2013 schnell vergessen machen könnten. Klaus Stuttmanns Karikaturenband »Frisch verwählt!« sorgt dafür, dass die Ereignisse des Vorjahres nicht so schnell aus unseren Köpfen verschwinden.
Berlinale Bites: Tokyo liegt im Schwabenland
Am Freitagabend startete »Chiisai Ouchi« als letzter Film in den Wettbewerb der diesjährigen Berlinale. Das japanische Liebesdrama erzählt vor historischen Hintergrund von einer heimlichen Liebe.
Berlinale Bites: Der Mann im Kind
Die Jury der 64. Berlinale sollte erwägen, einen Sonderbären für den besten Act unter 16 Jahren zu vergeben. Mit dem elfjährigen Ramasan Minkailov in dem Österreichischen Sozialdrama »Macondo« gäbe es einen weiteren Kandidaten, der für diese Auszeichnung in Frage käme.
Berlinale Bites: Die Macht der Fotografie
Der US-Amerikaner Thomas Allen Harris geht in seinem Dokumentarfilm »Through a lens darkly. Black Photographers and the emergence of people« der Frage nach, wie im Bilderkosmos der letzten 150 Jahre Afroamerikaner dargestellt wurden und sich selbst dargestellt haben.
WeiterlesenBerlinale Bites: Kindheit und Jugend von Obi Wan Kenobi
Die 64. Berlinale hat ihren Siegerfilm gefunden. Richard Linklater erzählt in seinem über zwölf Jahre gedrehten Film »Boyhood« vom Erwachsenwerden eines Jungen in einer ganz normalen Familie. Das Meisterwerk des Amerikaners glänzt über allen anderen Wettbewerbsbeiträgen.
Berlinale Bites: No Humans Land
Der chinesische Regisseur Ning Hao erzählt in seinem Eastern »Wu Ren Qu« actionreich von dem Spießrutenlauf eines Anwalts mitten in der nordchinesischen Wüste. Eine Lehrstunde über den Unterschied zwischen Mensch und Tier.
Goldener Bär geht an chinesischen Krimi
Mit »Bai Ri Yan Huo« hat die 64. Berlinale ihren ersten klassischen Kriminalfall im Wettbewerb. »Diao Yinans Krimi im China der Gegenwart gewann den Goldenen Bären.
Berlinale Bites: Das Meer zwischen Vater und Sohn
Die argentinische Regisseurin Celina Murga dechiffriert in ihrem abendfüllendem Spielfilm »La Tercera Orilla« die gesellschaftlichen Umstände, aus denen der südamerikanische Machismo hervorgeht. Ihr Hauptdarsteller Alián Devetac beeindruckt als sensibler Vaterersatz und wütender Sohn.
Berlinale Bites: Vom Schicksal getroffen
2009 gewann die peruanische Regisseurin Claudia Llosa mit »Eine Perle Ewigkeit« den Goldenen Bären. In diesem Jahr ist sie im Wettbewerb mit der Hollywood-Produktion »Aloft« vertreten, einer ins ewige Eis verlegten Suche nach Heilung und Vergebung.
Berlinale Bites: Familientreffen mit Starautor
Im Herbst 2011 verschwand der französische Autor Michel Houellebecq während einer Lesereise spurlos. Gemeinsam mit Guillaume Nicloux hat er nun ein fantastisch-amüsantes Märchen um sein Verschwinden gedreht, in dem die clownesken Seiten des Misanthropen zum Vorschein kommen.















