Alle Artikel in: Comic

»Genau das ist Kafka«

Ein Satz beginnt, dann wendet er sich nach links, dann nach oben, rechts herum und geradeaus, etwas später wieder nach unten… und wenn man dann innehält und sich umschaut, dann ist man so weit gekommen. Wie man daraus Comics macht, erklärt der Szenarist David Z. Mairowitz im Interview, der für die comicalen Adaptionen »Kafka für Anfänger«, »Der Process« und »Das Schloss« die Vorlagen geschrieben hat.

Jason Lutes »Berlin«-Comics sprengen Grenzen

Dem Amerikaner Jason Lutes gelingt es in seiner comicalen Berlin-Geschichte, den Untergang der ersten deutschen Republik in all seinen Facetten darzustellen. Dabei kratzt er nicht nur an der historischen Oberfläche, sondern erforscht die Untiefen einer Gesellschaft am Abgrund. Lutes Berlin-Saga ist das umfangreiche Porträt einer Stadt in Unruhe.

100 Jahre Einsamkeit

Chris Ware hat mit »JIMMY CORRIGAN oder DER KLÜGSTE JUNGE der WELT« ein epochales Meisterwerk der Comickunst geschaffen, das aufräumt mit dem unsinnigen Gerücht, Comics wären Kinderkram. Dieser kongeniale Bildroman hebt seinen Autoren auf eine Stufe mit Weltautoren wie Marcel Proust oder Robert Musil.

Spektakuläre Evolutionsbilder

Jens Harders fulminante und vielfach preisgekrönte Weltbiografie »ALPHA … directions« präsentiert die Entstehung der Erde und der Arten. Mit seinen kongenialen Zeichnungen ersetzt dieses bahnbrechende Meisterwerk ganze Bücherwände an Fachliteratur zur Erdgeschichte.

Flüchtlinge in Deutschland zwischen Isolation und Rassismus

Die Kunst- und Kommunikationsdesignerin Paula Bulling hat mit ihrem Comicdebüt »Im Land der Frühaufsteher« die grafische Blaupause für eine Beschreibung der deutschen Asylverhältnisse geliefert. Der Comic ist das Ergebnis ihrer Recherche in verschiedenen Asylbewerberheimen in Sachsen Anhalt und erzählt eindrucksvoll von den Erfahrungen der Isolation, Tristesse, Rassismus und Ausgrenzung ihrer Bewohner.

Die Frau ist frei geboren

Olympe de Gouges setzte sich in einer männerdominierten Gesellschaft für die Unterdrückten und Minderheiten ein, weil jeder Mensch eine eigene Würde besitzt. Ihre »Erklärung für die Rechte der Frau und der Bürgerin« ist ein Grundlagenwerk des Feminismus. Ein gewaltiger Comic erinnert an eine der schillerndsten Persönlichkeiten der europäischen Aufklärung.