Mit »Also« fängt die Suche an
Christian Kracht schickt sein Alter Ego in dem Roman »Eurotrash« auf die Reise mit seiner psychisch kranken Mutter, um die Abgründe der historischen Schuld seiner Familie und seiner Generation zu erkunden.
Christian Kracht schickt sein Alter Ego in dem Roman »Eurotrash« auf die Reise mit seiner psychisch kranken Mutter, um die Abgründe der historischen Schuld seiner Familie und seiner Generation zu erkunden.
Kitchike könnte ein ganz normaler Ort sein, ist es aber nicht. Denn die Wahrheit ist in dem Kaff ebenso wenig zu finden wie die Gerechtigkeit. Gerüchte, Erzählungen und Mythen halten die Menschen in dieser Stadt zusammen. Misswirtschaft, Neid und Streit treiben sie auseinander. Louis-Karl Picard-Siouis Roman »Stories aus Kitchike – Der große Absturz« erzählt eindrucksvoll davon.
Mit Ihrer Erzählung »Vom Aufstehen« gewann Helga Schubert im vergangenen Jahr achtzigjährig den Ingeborg-Bachmann-Preis. Nun legt sie unter gleichnamigem Titel 29 bewundernswerte Erzählungen vor, die »Ein Leben in Geschichten« vorbeiziehen lassen.
Die 97-jährige Österreicherin Friederike Mayröcker beobachtet in ihrem mutmaßlich letzten Buch »da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trete« radikal die eigene Wirklichkeit und Gedankenwelt. Alltagsbeobachtungen und Lebenserinnerungen einer der Avantgarde Verschriebenen geben sich hier in anarchischen Sprachspielen die Klinke in die Hand.
Wie tief sitzt Trauma? Wie äußert es sich? Und wie kommt man darüber hinweg? Der schottische Lyriker Robin Robertson schickt in seinem poetischen Nachkriegsroman »Wie man langsamer verliert« den Kriegsveteran Walker auf die Suche nach Antworten auf diese Fragen.
Sharon Dodua Otoos Debütroman »Adas Raum« ist ein Meisterwerk des magischen Realismus, dem die in Berlin lebende Autorin einen postkolonialen und feministischen Anstrich verpasst.
Christoph Ransmayr ist einer der besten deutschsprachigen Erzähler überhaupt. In seinem neuen Roman erzählt ein Wasseringenieur von seinen Abenteuern an den großen Strömen der Welt und dem Trauma seiner Familie.
Siebzig Jahre nach George Orwells Tod ist das Urheberrecht für sein Werk erloschen. Davon wollen zahlreiche Verlage profitieren. Leser:innen stellt das vor eine wahre Flut an Neuerscheinungen, aus denen einige herausragen.
Siebzig Jahre nach George Orwells Tod erscheinen mehr als ein Dutzend Neuübersetzungen seiner Romane. Manfred Allié hat das Debüt des britischen Dystopisten, den Kolonialroman »Tage in Burma« übersetzt. Hier gibt er Auskunft, warum es sich lohnt, nicht nur zu den Klassikern des Briten zu greifen.
Der ehemalige Dumont-Verleger Lutz-W. Wolff ist neben Simone Fischer (für Anakonda) der einzige Übersetzer, der beide Orwell-Klassiker neu übersetzt hat. Wie Orwell war er für die BBC im Einsatz und bezeichnet »1984« daher als »Buch seines Lebens«. Bei der Übertragung ist er unter anderem auf Bezüge zu Oliver Cromwell gestoßen, wie er im Gespräch erklärt.
Simone Fischer ist eine der wenigen Übersetzerinnen, die mit Orwells Werk betraut wurden. Im Gespräch spricht sie über ihre Arbeit an den beiden zentralen Romanen des britischen Autors, aktuelle Bezüge und darüber, wie man als Übersetzerin mit der Frauenfeindlichkeit des Autors umgeht.
Holger Hanowell hat für die Reclam Universalbibliothek George Orwells »1984« neu ins Deutsche übersetzt. Sein Text wird nun Grundlage für zahlreiche Schüler werden, die sich im Unterricht mit Orwells Klassiker beschäftigen werden. Parallel erscheint auch eine Neuübersetzung von Orwells »Farm der Tiere«.
Der Übersetzer Eike Schönfeld hat bereits Klassikerautoren wie Vladimir Nabokov, J.D. Salinger, Oscar Wilde und Sylvia Plath ins Deutsche übertragen. Für den Insel-Verlag hat er sich nun George Orwells Klassiker »1984« vorgenommen. Einige Entscheidungen haben ihn dabei besonders beschäftigt.
Gisbert Haefs verantwortet als Übersetzer und Herausgeber für die neuen Werkausgaben unter anderem von Rudyard Kipling und Jorge Luis Borges. In seiner Übertragung von George Orwells Klassiker »1984« hat er die etablierten Parteislogans in den Blick genommen, um einen eigenen Weg zu finden.
Ulrich Blumenbach hat neben David Foster Wallace so manches vermeintlich »unübersetzbare Werk« ins Deutsche gebracht. Nun hat er mit George Orwells »Farm der Tiere« einen Schulklassiker neu übersetzt. Sein Text glänzt vor allem dann, wenn Orwells Vorlage ins Poetische und Rhythmische abhebt.