Monate: Februar 2026

Tansu Biçer, Özgü Namal in »Gelbe Briefe« von İlker Çatak | © Ella Knorz_ifProductions_Alamode Film

Berlinale 2026: Gelbe Briefe

Mit »Das Lehrerzimmer« hat es der deutsch-türkische Filmemacher Ilker Çatak bis zu den Oscars geschafft. Auf der diesjährigen Berlinale stellt er seinen neuen Film »Gelbe Briefe« vor, der schon im März in die Kinos kommt. Er handelt von einem Künstlerpaar in einer Gesellschaft, in der die Räume immer kleiner werden.

Anwar Hashimi, Shahrbanoo Sadat in »No Good Men« von Shahrbanoo Sadat | © Virginie Surdej

Berlinale 2026: No Good Men

Mit dem politischen Drama »No Good Men« der afghanischen Regisseurin Shahrbanoo Sadat startete am Donnerstagabend die 76. Berlinale. Im Mittelpunkt steht eine Kamerafrau, die in der patriarchalen Gesellschaft ihren Weg geht. Insgesamt konkurrieren 22 Filme um den Goldenen und die Silbernen Bären.

Foto: Thomas Hummitzsch

Implementierte Erneuerung

Zu einem gelingenden gesellschaftlichen Leben gehört die Frage, inwieweit sich Gesellschaften sich gegen ein Übergreifen dieser ökonomischen Kälte schützen können. Der deutsche Wirtschaftshistoriker Werner Plumpe zerstörte 2019 in seinem Opus Magnum »Das kalte Herz« die Mythen des heilbringenden Kapitalismus. Michael Knoll legt eine Re-Lektüre dieser eindrucksvollen Geschichte des Kapitalismus dringend ans Herz.

© Thomas Hummitzsch

Gesänge aus dem Lichtjahrgrab

Haltlos schwebt das Raumschiff »Aniara« durch das All, als die Erzählung des gleichnamigen Versepos‘ von Harry Martinson einsetzt. Dieses 1974 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnete Werk, »das den Tautropfen einfängt und das Weltall spiegelt«, war viele Jahre vergriffen. Nun ist dieser verschollene Klassiker in der wortgewandten Übersetzung von Lena Mareen Bruns im Guggolz-Verlag neu erschienen.