Erst ging seine Titelseite mit einem weinenden »Je suis Charlie«-Mohammed um die Welt, dann erklärte er seinen Rückzug aus der Redaktion von Charlie Hebdo. Nun erscheint »Katharsis«, Renald Luziers gezeichnetes Journal der Wochen nach dem Attentat.
WeiterlesenNeueste Artikel
Im Kammerspiel der Paarbeziehung
Die Datenschutzaffäre beim Seitensprungportal Ashley Madison bestätigt einmal wieder, was weithin bekannt ist, ohne jemals tatsächlich hinterfragt zu werden: sexuelle Untreue ist ein Dauerthema in Langzeitbeziehungen und häufig ein Trennungsgrund. In ihrem im Frühjahr erschienenen Roman »Der Tag, als meine Frau einen Mann fand« geht Sibylle Berg dem Mythos der sexuellen Erfüllung in der Paarbeziehung nach und kreiert dabei ein höchst amüsantes, wenn auch groteskes Kammerspiel der Beziehung.
WeiterlesenDie Neuordnung der Macht in Europa
Der britische Wirtschaftshistoriker Adam Tooze sortiert in »Sintflut – Die Neuordnung der Welt 1916-1931« die politische Weltkarte der Jahre vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und spannt einen Bogen bis in die Gegenwart hinein. Eine Pflichtlektüre für Europas Wirtschaftspolitiker.
WeiterlesenDie Sprengkraft des Dogmatismus
Der aktuelle Preisträger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels Navid Kermani und der rumänische Armenier Varujan Vosganian sprachen beim Internationalen Literaturfestival in Berlin über ihre aktuellen Bücher und kamen beide auf die Folgen der Radikalisierung der Religion, wie sie aktuell im Nahen und Mittleren Osten zu beobachten ist, zu sprechen.
WeiterlesenSo nah ist die Welt
Das 15. Internationalen Literaturfestival Berlin zeigt sich traditionell politisch und rückt die Situation der Flüchtlinge in den Mittelpunkt. Die Künstler Jakob Preuss, Jenny Erpenbeck und Ashur Etwebi diskutierten über die europäische Einwanderungspolitik und rückten die Schicksale der Schutzsuchenden in den Mittelpunkt.
Weiterlesen»Grazwurzelrevolution« mit Heißluftballon
Einmal mehr scheint das österreichische Wunderkind Clemens J. Setz einer der Favoriten auf den Deutschen Buchpreis zu sein. Sein neuer Roman ist ein grenzenloses Spiel mit den Ebenen, ein sprachliches Meisterwerk und eine Lehre der Weltanschauung, in der alles mit allem zusammenhängt. »Die Stunde zwischen Frau und Gitarre« ist eine »Grazwurzelrevolution« der Literatur.
WeiterlesenZeitgemäße und grundsätzliche Denkanstöße
Das 15. Internationale Literaturfestival in Berlin bietet nicht nur ein Staraufgebot an Autoren und Künstlern aus aller Welt, sondern auch ein Programm, das den Puls der Zeit trifft.
Große Bühne für die Neunte Kunst beim 15. ilb
Der Sonntag beim Internationalen Literaturfestival in Berlin ist in bewährter Tradition der Neunten Kunst gewidmet. Der sogenannte Graphic Novel Day findet bereits zum fünften Mal statt und ist in diesem Jahr noch hochkarätiger besetzt als in den Vorjahren.
WeiterlesenSchule des Lebens für den Araber von morgen
Riad Sattouf, langjähriger Zeichner von »Charlie Hebdo«, gewann wenige Wochen nach dem Attentat auf die Redaktion des französischen Satiremagazins den wichtigsten europäischen Comicpreis. Der erste Teil der Erinnerungen an seine Kindheit im Nahen Osten »L’Arabe du futur« (dt. »Der Araber von morgen«) erhielt den großen Preis von Angoulême. Vor wenigen Wochen ist der zweite Teil in Frankreich erschienen, am Wochenende ist er in Berlin zu Gast.
WeiterlesenUlrich Matthes liest »Tschick«
Er ist einer von Deutschlands besten Schauspielern. Ob im Tatort oder auf der Bühne des Deutschen Theaters in Berlin – wer Ulrich Matthes einmal gesehen hat, will das immer Wieder. Literaturinteressierten ist der Berliner aber nicht nur als Schauspieler, sondern auch als kongenialer Sprecher bekannt. Beim Sommerfest des Literarischen Kolloquiums Berlin las er aus Wolfgang Herrndorfs Bestseller »Tschick«.
WeiterlesenZeichnende Philosophen
Jeden Sonntag lässt der Berliner Tagesspiegel vier Comiczeichner über das Besondere im Alltag nachdenken. Zwei von ihnen veröffentlichen nun eine Sammlung ihrer besten Strips.
Im Auftrag der Familie
An Don Winslow kommt man in diesem Büchersommer nicht vorbei. Gerade ist sein Roman »Das Kartell« als Fortsetzung des fulminanten Bestsellers »Tage der Toten« erschienen, parallel dazu sind die beiden ersten Bände der vierteiligen Miniserie um seinen Ermittler Neal Carey erschienen. Bis Oktober soll die Serie, mit der Winslows einzigartige Karriere als Krimiautor begann, abgeschlossen werden.
WeiterlesenSechs legendäre Schwestern
Nicht erst seit »Downton Abbey« boomt die völlig verkitschte Darstellung der englischen Upper Class der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dieser Trend fördert eine Nostalgiewelle, die England als »good old Blighty« feiert und zugleich für politisch rechte Propaganda instrumentalisiert wird. Susanne Kippenbergers Biografie »Das rote Schaf der Familie. Jessica Mitford und ihre Schwestern« zeigt nicht nur auf höchst unterhaltsame Weise, was biografisches Schreiben alles kann, sondern auch, dass damals wie heute die Gefahren des Faschismus nicht zu unterschätzen sind – weder in England noch in Deutschland.
WeiterlesenDas Milliardengeschäft mit den Flüchtlingen
Auf die jüngste Flüchtlingstragödie im Mittelmeer hatten die europäischen Innenminister vor allem eine Antwort: die kriminellen Schlepperaktivitäten sollen stärker bekämpft werden. Was das genau heißt, darüber wird heftig gestritten. Um die Schleuser und deren Motive geht es dabei kaum, entsprechend eindimensional bleibt der Blick auf das Phänomen der Schleuserkriminalität.
WeiterlesenBlut zwischen den Zähnen
Produziert von den Machern von »Oldboy« und »Snowpiercer« prangt auf der Hülle des südkoreanischen Hardboiled-Films »The Target«. Der Vergleich mit diesen Meisterwerken hinkt gewaltig, denn der Politthriller ist nicht mehr als ein einfallsloses Remake eines ordentlichen französischen Actionfilms.
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