Zwischen Larmoyanz und Melancholie liegt nur ein schmaler Grat. In seinem Roman »Verlangen und Melancholie« wandelt Schriftsteller Bodo Kirchhoff bisweilen daran entlang – und weiß dabei zum Glück, was er tut.
WeiterlesenNeueste Artikel
Schicksale anderer Paare
Julian Barnes, Träger des renommierten Booker Prize, beweist in seinen Kurzgeschichten, dass es nicht viel braucht, um die Abgründe des Menschen offenzulegen. In »Unbefugtes Betreten« lauert der Ausbruch des Vulkans hinter jedem Absatz.
WeiterlesenVom Glück und Unglück der Digitalisierung
Befinden wir uns am Anfang der analogen Revolution oder schon im fortgeschrittenen Zeitalter der Maschinen? Während Dave Eggers mit seiner müden Google-Dystopie viele Fragen offen ließ, versuchen andere Autoren die Verheißungen der digitalen Lebenskultur zu ergründen.
WeiterlesenAssoziierter Größenwahn-Komplex
Der Romancier und Musiker Frank Witzel legt mit seinem Romankoloss »Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969« eine rasante Achterbahnfahrt durch die Traumata der Bundesrepublik und das verwinkelte Erinnerungsgebäude seines ambivalenten Erzählers vor.
WeiterlesenDas Supermodel unter den Comics
Der US-Amerikaner Scott McCloud präsentiert mit »Der Bildhauer« nach dreißig Jahren erstmals wieder einen fiktionalen Comic. Er erzählt darin vielschichtig eine zeitgemäße Fassung des faustischen Pakts, der unter den unzähligen Möglichkeiten des Mediums allerdings etwas verloren geht.
WeiterlesenHimmelfahrtskommando Hindukusch
Wir schreiben das Jahr 1914. Die deutschen Militärs suchen mithilfe eines »The Great Game« genannten Spiels nach der perfekte Strategie gegen die übermächtige britische Seemacht. Die »paschtunische Schandlinie« im Osten Afghanistans hat sich dabei als »Achillesferse des britischen Kolosses« herausgestellt. In seinem historischen Reise- und Abenteuerroman »Risiko« erzählt Steffen Kopetzky fulminant die Geschichte einer Geheimmission, mit der das Deutsche Kaiserreich den Ersten Weltkrieg am Hindukusch drehen wollte.
WeiterlesenUS-Trends: Von Comicpionieren und hedonistischen Bikern
Wir werfen einen Blick auf den Auftakt einer hedonistischen Biker-Serie, eine klassische Coming-of-Age-Story, einen 800 Seiten starken Dankesbrief sowie die Robinsonaden eines Comic-Pioniers. Außerdem: Scott McClouds »The Sculptor« soll von Scott Rudin verfilmt werden. Craig Thompson kündigt seinen neuen Comic »Space Dumplings« an. Mit »Howard the Duck« kehrt ein Klassiker in neuer Grafik zurück auf die Comicbühne.
WeiterlesenAcht glückliche Gewinner:innen
Unsere acht Bücher, für die wir zum Welttag des Buches neugierige Leser_innen gesucht haben, sind verlost. Zwischen 41 und 46 Lose waren je Buch in der Lostrommel. Entsprechend unwahrscheinlich war es, gezogen zu werden, oder anders gesagt: Wer ein Buch gewann, hat ganz schön Glück gehabt.
WeiterlesenDigital Slowfood oder: Vom Bahnhof Zoo nach Digitopia
Andre Wilkens fühlt sich gut, er steht auf Digital. In dieser Stimmung beginnt er seine Erkundungsreise durch das Neuland Digital. Und wenn »Analog ist das neue Bio« ein Hörbuch wäre, würden wir nun die NDW-Band Ideal als Soundtrack hören: »Bahnhof Zoo, mein Zug fährt ein, ich steig’ aus, gut wieder da zu sein.«
WeiterlesenAcht Mal Lesefreude zu gewinnen
Zum dritten Mal findet in diesem Jahr die Aktion »Blogger schenken Lesefreude« statt. Lesebegeisterte Blogger verlosen am 23. April, dem Welttag des Buches, auf ihren Blogs Bücher, die sie selbst gern gelesen haben oder zum Lesen empfehlen. »intellectures« verlost vier Romane, zwei Sachbücher und zwei Comics, die mit weniger als 300 Seiten wie für ein entspanntes Lesewochenende gemacht sind.
WeiterlesenEine Kindheit im Nahen Osten
Acht Jahre lang hat der französische Zeichner Riad Sattouf für die Satirezeitschrift Charlie Hebdo das »geheime Leben der Jugend« erkundet, nun erobert er mit augenzwinkernder Religionssatire gleichermaßen Kinosäle und Buchhandlungen. Deutschlands einflussreichster Comickritiker Andreas Platthaus hat Sattoufs autobiografischen Comic »Der Araber von morgen« ins Deutsche übertragen, der Neunten Kunst aber dennoch einen Bärendienst erwiesen.
WeiterlesenDie faszinierende Welt der Minicomics
Zines sind ein Kulturgut der Neunten Kunst, das dank Hipstertum und Kunsthochschulen an Aufmerksamkeit gewinnt. In dieser unterschätzten Subkultur wächst seit Jahren der Comic-Nachwuchs heran. Porträt einer Szene, die sich am Wochenende bei der Comicinvasion Berlin versammelt.
WeiterlesenDer folgenschwere Speck auf den Hüften
Der Wiener Historiker Philipp Ther hat die Transformation der osteuropäischen Länder seit 1977 immer wieder erlebt, erfahren und erlesen. Sein mit dem Sachbuchpreis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnetes Wirtschafts-Reise-Reportagen-Tagebuch »Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent« ist nicht nur ein beispielloses Lehrstück über die Transformation Osteuropas, sondern lässt uns mit Blick auf Südeuropa auch verstehen, was passiert, wenn die Gegenwart selbstgefällig ignoriert wird.
WeiterlesenDas lange Wippen auf dem Sprungbrett
Peter Richter beschreibt in seinem Erinnerungsroman »89/90« den letzten Sommer des Sozialismus in aller Eindringlichkeit. Es ist das Jahr zwischen dem letzten sozialistischen Wehrkundeunterricht und der ersten Klassenfahrt nach Paris, in dem pausenlos getrunken, diskutiert und politisiert wurde – wenn man nicht gerade im Freibad lag.
WeiterlesenPaul Gauguin und der Sehnsuchtsort Südsee
Nachdem vor zwölf Jahren in Paris die größte Werkschau von Paul Gauguin seit 1949 gezeigt wurde, präsentiert die Fondation Beyeler in Riehen bei Basel noch bis Ende Juni nun eine etwas kleinere Retrospektive des Werks eines der wichtigsten Wegbereiter der klassischen Moderne.
Weiterlesen












