Alle Artikel in: Sachbuch

© Thomas Hummitzsch

Der Lächerlichkeit preisgeben

Maria Luise Knott erklärt in ihrem klugen Essay » Verlernen. Denkwege bei Hannah Arendt«, warum das konventionelle Denken zur Seite gelegt werden muss, um Eichmann als empörend dummen und beliebigen Hanswurst zu identifizieren. Zwei weitere Titel gehen der Rolle von Hannah Arendt in der Aufarbeitung der NS-Verbrechen nach.

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Wenn Du geschwiegen hättest

Der italienische Schriftsteller und Kulturjournalist Corrado Augias ist in seiner Heimat dafür bekannt, lokalen Legenden auf den Grund zu gehen. Sein Buch »Die Geheimnisse Roms. Eine andere Geschichte der Ewigen Stadt«, vor zwei Jahren im Osburg Verlag erschienen, begeisterte das Feuilleton. Nun hat sich der Italiener den Mythen einer römischen Enklave gewidmet.

»Ein Akt der seelischen Gewalt«

Ein Gespräch mit dem Feuilletonchef der FAZ Patrick Bahners über das Kopftuch, falsche Integrationsthesen und die Folgen der gesellschaftlichen Säkularisierung. In seinem jüngsten Buch »Die Panikmacher. Die deutsche Angst vor dem Islam« setzt sich Bahners mit dem Phänomen der Islamkritik auseinander. Der Titel war für den Leipziger Buchpreis in der Kategorie Sachbuch nominiert.

Wenn Helfen tötet…

Was heißt Frieden heutzutage? Reicht die Abwesenheit von Krieg aus? Wenn dem so ist, dann herrscht in Syrien derzeit Frieden. Aber will das tatsächlich jemand behaupten? Rechtfertigt die syrische Situation das aktuelle Stillhalten, weil eine Intervention eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten bedeuten würde? Gerd Hankels kluge Denkschrift »Das Tötungsverbot im Krieg« liefert die Vorlage für eine tiefergehende menschliche Position.

Das Leiden der Davongekommenen

Wie soll man leben, wenn alles zusammenbricht? Wie kann man weitermachen, wenn jeder Halt verloren geht? Wie bleibt man Mensch, wenn Unmenschlichkeit die Macht ergreift? Orlando Figes beweist in seiner eindrucksvollen und faktenreichen Studie über das »Leben in Stalins Russland« die Ambivalenz des Menschlichen im Angesicht der individuellen Bedrohung.

Kurt Hager (M.), Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der SED besuchte bei einem Rundgang der Internationalen Leipziger Buchmesse 87 im Messehaus am Markt den Stand des Aufbau Verlages. Verlagdirektor Elmar Faber (vorn r.), gab den gästen, unter ihnen Klaus Höpke (r.), Stellvertreter des Ministers für Kultur der DDR, und Hermann Kant (M.), Präsident des Schriftstellerverbandes der DDR , Erläuterungen. | ADN-ZB Grubitzsch 15.3.87 Leipzig: Frühjahrsmesse-Buchmesse 87 via wikimedia commons

Jeder Verlag heut für ’ne Mark

Der Verleger Christoph Links hat sich in seiner Doktorarbeit mit der Privatisierung der ostdeutschen Verlage nach der Wende auseinandergesetzt. Die ernüchternden Ergebnisse seiner Analyse lautet: nur noch eines von fünfzig Büchern wird in den neuen Ländern hergestellt. Neunzig Prozent der Arbeitsplätze in der Branche sind seit der Wende in Ostdeutschland verschwunden. Sein Buch »Das Schicksal der DDR-Verlage« dokumentiert den systematischen Ausverkauf der ostdeutschen Buchhäuser.

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Der Anfang vom Ende der Demokratie

Das »Russische Tagebuch« von Anna Politkovskaja zeigt den gleitenden Niedergang der russischen Verhältnisse auf und belegt, wie ein machtsüchtiger Herrscher im Kreml mit Schauprozessen, Repression und staatlicher Gewalt ein ganzes Land in seine eiserne Faust genommen hat.