Alle Artikel in: Sachbuch

Rousseau, der Tausendsassa

»Nichts ist mir so unähnlich wie ich selbst, so dass es sinnlos wäre, mich anders als durch meine Mannigfaltigkeit definieren zu wollen.« Diese Passage hatte der Philosoph und radikale Aufklärer Jean-Jacques Rousseau zwar nicht auf sich selbst gemünzt, sie passt aber wie kaum eine andere auf den politischen, gesellschaftlichen und moralischen Vordenker aus Genf.

Zur Lage der Menschenrechte

Drei aktuelle Publikationen widmen sich in unprätentiöser Manier der Lage der Bürger- und Menschenrechte. Der aktuelle Grundrechte-Report nimmt die Lage in Deutschland in den Blick, das Jahrbuch von Amnesty International ist der weltweiten Lage der Menschenrechte gewidmet und der Katalog zum diesjährigen World-Press-Photo-Award liefert neben aufregenden Fotografien auch die teils bedrückenden Bilder zur Menschenrechtslage weltweit.

Reportage aus Katholistan

Der Theologe David Berger galt in der erzkonservativen katholischen Szene als Wunderknabe. In seinem Enthüllungsbuch »Der heilige Schein« spricht er über seine Erfahrungen und Beobachtungen als schwuler Theologe in der katholischen Kirche und behauptet, dass die verdrängte Sexualität Ursache der enormen Schwulenfeindlichkeit unter gläubigen Katholiken sei.

Amerikas falsche Saubermänner

Sie hassen Homosexuelle, sind gegen Abtreibungen und die Pille und machen mit religiösem Eifer gegen alles mobil, was fremd scheint. In der so genannten Tea Party versammelt sich der weiße Mob. Die Journalistin Eva C. Schweitzer hat die Bewegung untersucht. In ihrem Buch »Tea Party. Die weiße Wut. Was Amerikas Rechte so gefährlich macht« durchleuchtet sie die Bewegung.

© Thomas Hummitzsch

Kann ein Buch alle Fragen stellen?

Wie viele Seiten braucht es, um alle Fragen zu stellen? Ist ein solches Vorhaben nicht grundsätzlich kühn? Und ist »Fragen, über Fragen« nicht eine schreckliche Floskel? Und wie verhält es sich mit Mark Kurlansky und seinem heimlichen Bestseller »Ein Buch, das alle Fragen stellt«.

Von Gottes Gnaden

Giorgio Agamben stellt die Welt auf den Kopf, um die politische Tradition der Gewaltenteilung einem theologischen Prinzip zu unterstellen. Die Lehre von den Dingen, die das Wesen Gott nicht vermag, wird bei ihm zum »Paradigma der Unterscheidung« von Herrschaft und Regierung.