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Vladimir Vulević in »Meine Frau weint« von Angela Schanelec | © Blue Monticola Film

Berlinale 2026: Meine Frau weint

Zwei Silberne Bären hat sie schon gewonnen. Nun konkurriert Angela Schanelec mit »Meine Frau weint« erneut um eine der begehrten Trophäen. Darin erzählt sie von der unerträglichen Gleichzeitigkeit der Welt und der Schwierigkeit, dafür Worte zu finden. Ihr Kino bleibt gleichermaßen anspielungsreich und rätselhaft, seine Geheimnisse offfenbart es nur zögerlich.

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Amy Adams in »At the Sea« von Kornél Mundruczó | © 2026 ATS Production LLC

Berlinale 2026: Warten auf einen Höhepunkt

Zur Halbzeit der 76. Berliner Filmfestspiele dominiert im Kinosaal das übergreifende Thema Familie. Vor den Kinos tobt eine politische Debatte. Die bislang gezeigten deutschsprachigen Beiträge haben einen überzeugenden Eindruck hinterlassen, eine echte Konkurrenz wollte in dem bislang allenfalls soliden und an Höhepunkten armen Wettbewerb noch nicht entstehen.

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© Thomas Hummitzsch

Die Zumutung der Fülle

Der deutsche Anglist Manfred Pfister ermöglicht mit seinem Prachtband »Englische Renaissance« etwas selten gewordenes: einen Raum zum Selberdenken. Auf 480 verspielt gesetzten Seiten führt er eindrucksvoll und facettenreich vor Augen, wie die britische Nationwerdung, die Reiseliteratur, der Religionsstreit und der Kolonialismus, wie Wissenschaft, Kriege, Buchdruck und (Bühnen)Kunst, wie der Blick auf die Frau, auf Arbeitswelten, Gesundheit und Klassenlagen die englische Renaissance geprägt haben.

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Sandra Hüller in »Rose« von Markus Schleinzer | © 2026_Schubert, ROW Pictures, Walker+Worm Film, Gerald Kerkletz

Berlinale 2026: Rose

Das Ende des dreißigjährigen Krieges bildet den Hintergrund von Markus Schleinzers historischem Gender-Drama »Rose«. Sandra Hüller spielt darin eine Frau, die sich nach dem Krieg als Mann ausgibt und in einem deutschen Dorf niederlässt. Eine queere historische Geschichte erzählt auch Kai Stänickes Debütfilm »Der Heimatlose«.

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Tansu Biçer, Özgü Namal in »Gelbe Briefe« von İlker Çatak | © Ella Knorz_ifProductions_Alamode Film

Berlinale 2026: Gelbe Briefe

Mit »Das Lehrerzimmer« hat es der deutsch-türkische Filmemacher Ilker Çatak bis zu den Oscars geschafft. Auf der diesjährigen Berlinale stellt er seinen neuen Film »Gelbe Briefe« vor, der schon im März in die Kinos kommt. Er handelt von einem Künstlerpaar in einer Gesellschaft, in der die Diskurs- und Lebensräume immer kleiner werden.

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