Mit Comics an den Herd
Christophe Blains »In der Küche mit Alain Passard« und Guillaume Longs »Kann denn Kochen Sünde sein« erobern die Küche für die Neunte Kunst – und deren Leser für die kulinarischen Freuden.
Christophe Blains »In der Küche mit Alain Passard« und Guillaume Longs »Kann denn Kochen Sünde sein« erobern die Küche für die Neunte Kunst – und deren Leser für die kulinarischen Freuden.
Der französische Comiczeichner David B. zeichnet die Geschichte seiner Familie aus der Perspektive eines Heranwachsenden, dessen Leben von der Epilepsie seines älteren Bruders überschattet wird. »Die heilige Krankheit« ist eine Perle in der europäischen Comiclandschaft.
Wie erzählt man vom lärmenden Brand des Zweiten Weltkriegs? Marcel Beyer fand in seinem als Sprachkunstwerk gerühmten Roman »Flughunde« die richtigen Worte. Die preisgekrönte Comiczeichnerin Ulli Lust hat den Roman nun mit den noch besseren Bildern als Comic adaptiert.
Endlich sind sie wieder da, die Ga-Ga-Gallier. Das neue Autorenteam Jean-Yves Ferri und Didier Conrad hat mit »Asterix bei den Pikten« den alten Charme und Witz der ersten Alben wiederbelebt und neue Akzente gesetzt.
Ein Satz beginnt, dann wendet er sich nach links, dann nach oben, rechts herum und geradeaus, etwas später wieder nach unten… und wenn man dann innehält und sich umschaut, dann ist man so weit gekommen. Wie man daraus Comics macht, erklärt der Szenarist David Z. Mairowitz im Interview, der für die comicalen Adaptionen »Kafka für Anfänger«, »Der Process« und »Das Schloss« die Vorlagen geschrieben hat.
Dem Amerikaner Jason Lutes gelingt es in seiner comicalen Berlin-Geschichte, den Untergang der ersten deutschen Republik in all seinen Facetten darzustellen. Dabei kratzt er nicht nur an der historischen Oberfläche, sondern erforscht die Untiefen einer Gesellschaft am Abgrund. Lutes Berlin-Saga ist das umfangreiche Porträt einer Stadt in Unruhe.
Beim Lesen der umwerfend komischen und tiefgründigen Erkundungen des Alltags aus der Feder von Manu Larcenet schauen wir mit einem Lächeln in den Spiegel.
Chris Ware hat mit »JIMMY CORRIGAN oder DER KLÜGSTE JUNGE der WELT« ein epochales Meisterwerk der Comickunst geschaffen, das aufräumt mit dem unsinnigen Gerücht, Comics wären Kinderkram. Dieser kongeniale Bildroman hebt seinen Autoren auf eine Stufe mit Weltautoren wie Marcel Proust oder Robert Musil.
Der Österreicher Nicolas Mahler beweist einmal mehr seine kongeniale Zeichenkunst und legt mit »Alice in Sussex« eine urkomische Version der Carroll’schen Zauberwelten vor, in der ein Frankenstein’sches Monster spazieren geht.
Florent Silloray hat in seinem Comic »Auf den Spuren Rogers« die Erlebnisse seines Großvaters als Kriegsgefangener der Deutschen nachgezeichnet und damit einen enormen Beitrag zur Aufarbeitung eines Tabuthemas geleistet.
Zahlreiche von Robert Crumbs Arbeiten handeln von Sex, Drugs und Musik, dabei bestand sein Anliegen stets darin, die Tragödie des Individuums abzubilden. Ein Blick auf Leben und Werk des US-amerikanischen Comickünstlers anlässlich seines 70. Geburtstages.
Manche Bücher haben Längen, andere sind viel zu kurz. Nicolas Mahler spielt in seinem »Längen und Kürzen« mit Realität und Fiktion.
Guy Delisle gilt als der Erfinder des Doku-Comics. Kein anderer Comiczeichner hat seinen Alltag auf so komische Weise in Bildern festgehalten, wie der Kanadier. Ob in China, Nordkorea oder Birma, in Israel oder zuhause in Paris – kein Ort der Welt, wo Delisle nicht zum Zeichenstift greift. Zu unserem Interview kam er allerdings ohne Zeichenutensilien.
Jens Harders fulminante und vielfach preisgekrönte Weltbiografie »ALPHA … directions« präsentiert die Entstehung der Erde und der Arten. Mit seinen kongenialen Zeichnungen ersetzt dieses bahnbrechende Meisterwerk ganze Bücherwände an Fachliteratur zur Erdgeschichte.
Guy Delisle lüftet in seinem neuen Comic auf amüsante Weise die Geheimnisse seiner väterlichen Erziehungsmethoden. Sein »Ratgeber für schlechte Väter« ist das Beruhigungsmittel für allzu strebsame Eltern.