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Ein kraftvoller Mystiker und Universalist

Der Literaturnobelpreis 2023 geht an den norwegischen Autor und Dramatiker Jon Fosse. Er werde für seine »innovativen Theaterstücke und Prosa ausgezeichnet, die dem Unsagbaren die Stimme geben«, wie die Königlich Schwedische Akademie heute in Stockholm mitteilte. Der Norweger galt seit Jahren als Favorit für den Preis, er folgt der französischen Autorin Annie Ernaux und dem in Großbritannien lebenden und in Tansania geborenen Autor Abdulrazak Gurnah.

Jung, bunt, überraschend

Die Longlist zum Deutschen Buchpreis kann sich sehen lassen. Neben den Romanen einiger erwartbarer Kandidat:innen enthält sie überraschende Titel, die bislang noch nicht oder kaum entdeckt wurden. Jeweils exakt die Hälfte der nominierten Romane sind aus den Frühjahrs- und den Herbstprogrammen.

Kalkuliertes Debakel

Der französische Autor Éric Vuillard ist einer der prominentesten Vertreter der engagierten Literatur seines Landes. In seinem neuen Buch geht er dem eiskalten Kalkül der bourgeoisen Elite im Rahmen des Indochina-Feldzugs auf den Grund.

Domenico Müllensiefen erhält Uwe-Johnson-Förderpreis

Der mit 5.000 Euro dotierte Uwe-Johnson-Förderpreis 2023 wird im September an Domenico Müllensiefen für seinen Wenderoman »Aus unseren Feuern« verliehen. »Der Autor schreibt, als würde er lange schon nichts anderes tun«, heißt es in der Begründung. Der in Leipzig lebende Autor trat mit seinem Debüt in die Fußstapfen von Clemens Meyer, so lebendig und voller Punch ist sein Roman.