Alle Artikel mit dem Schlagwort: Deutscher Buchpreis

Foto: William Vollmann

»Und der Welt? Wer vergibt der Welt?«

Der Schriftsteller und Weltenbummler Ilija Trojanow hat mit »Wo Orpheus begraben« liegt eine Hommage an sein Herkunftsland Bulgarien geschrieben, in dem er die Mythen, die über das Schwarze Meer und den Balkan ziehen, mit den Geschichten der Bewohner dieser Region verbunden hat. Illustriert sind Trojanows Erzählungen mit quasi-dokumentarischen Fotografien von Christian Muhrbeck.

Zwischen Grevesmühlen und New York liegt die Südsee

»Die Südsee ist einigermaßen versaut worden, es muss einmal gesagt sein. Schuld haben die Missionare. Nirgendwo auf der Welt, in keinem noch so gottverlassenen Winkel, tragen sich die Damen so hochgeschlossen, so total bedeckt, wie hier, in den einstigen Paradiesen der Bounty und der Seahawk.« Wo, wenn nicht in der Südsee, verstecken sich die Robinsons unserer Zeit? Dieser Frage geht Ernst Augustin in seinem fantastischen Roman »Robinsons blaues Haus« nach.

© Thomas Hummitzsch

Eine typografisch-sprachliche Spielerei zum Verlieben

Wolf Haas liebt es, mit der Sprache zu spielen. In seinen mehrfach preisgekrönten Brenner-Krimis bewies er eindrucksvoll, dass allein das sichere Beherrschen eines Dialekts romanhafte Qualitäten haben kann. In seinem aktuellen Roman »Verteidigung der Missionarsstellung« zeigt der Österreicher, dass er nicht nur mit Sprache zu spielen in der Lage ist, sondern auch mit dem Text als solchem.