Alle Artikel mit dem Schlagwort: Michael Groenewald

»Als mein Vater ging, war ich traurig«

Der Comiczeichner Uli Oesterle lebte ohne seinen Vater auf, der erst seine Familie verließ, den Bezug zur wirklichen Welt verlor und jahrzehntelang vom Erdboden verschluckt schien. Zwei Jahre nach dem Tod des Vaters beschließt Oesterle, aus dessen rätselhaftem Leben einen Comic zu machen. Er erfindet eine Geschichte, die plausibel macht, wie sein Vater einfach so verschwinden konnte. Ich sprach mit ihm im April für das Rolling Stone Magazin über die Hintergründe seines sensationellen, auf vier Bände angelegten Vatercomics, die Balance von Wahrheit und Fiktion und die konkrete künsterlische Arbeit.

Was man sich so erzählt

Zwei Jahre lang erschienen im Berliner Stadtmagazin zitty von Reinhard Kleist in Comicform gebrachte Legenden, die durch die Hauptstadt geistern. Nun sind die insgesamt 17 »Berliner Mythen« in einem Album erschienen.

»Es ist sehr schade, dass Plattformen für anspruchsvolle Comicserien wegfallen«

Der Berliner Reinhard Kleist ist einer der besten und erfolgreichsten Comiczeichner Deutschlands, seine Arbeiten werden in der FAZ, dem Spiegel und der zitty veröffentlicht. Im Interview spricht er über seine letzte Comicserie »Berliner Mythen«, seinen jüngsten Erfolg mit »Der Traum von Olympia« und das zweite Ende der Zeitungscomics.

Angoulême ist Charlie

Das 42. Internationale Comicfestival in Angoulême ist so etwas wie das erste Familientreffen seit den Anschlägen auf »Charlie Hebdo«. Entsprechend präsent ist das Thema. Die Redaktion der Zeitschrift wurde mit einem Sonderpreis geehrt, ein Gedenkpreis für unterdrückte Zeichner wurde geschaffen. Zugleich läuft die Festivalroutine weiter. Mit dem Hauptpreis der Stadt wurde »Akira«-Zeichner Katsuhiro Otomo ausgezeichnet.