Zwischen Theatralik und Form
Die sinnlichen Fotografien des avantgardistischen Fotografen František Drtikol lassen die herannahende Exzentrik der Moderne erahnen.
Die sinnlichen Fotografien des avantgardistischen Fotografen František Drtikol lassen die herannahende Exzentrik der Moderne erahnen.
Israels Bevölkerung hat am Dienstag ein neues Parlament gewählt. Ich sprach mit Marianne Zepp, der stellvertretenden Leiterin des Büros der Heinrich Böll Stiftung in Tel Aviv, über den Ausgang der Parlamentswahlen in Israel und die Friedensperspektiven im Nahen Osten.
Seit Anfang Dezember setzt sich das Dresdener Kunsthaus mit den gegenwärtigen Perspektiven von Künstlern auf die Frage nach der Identität in Europa auseinander. Ein Teil der Ausstellung »Vot ken you mach?« widmet sich den jüdischen Identitäten im zeitgenössischen Comic.
200.000 Menschen wurden im Zuge der nationalsozialistischen Euthanasie-Aktionen zwischen 1939 und 1945 ermordet. Götz Aly hat die Geschichte dieser Massenmorde untersucht und mit seiner Studie »Die Belasteten« den Opfern den Gedenkstein gesetzt, der ihnen bis heute verweigert wird.
PaTrick Bahners beweist sich in »Entenhausen. Die ganze Wahrheit« als Georg Simmel der Carl Bark’schen Galaxie und legt eine geografisch, rechtsphilosophisch, ethnologisch und kulturhistorisch fundierte Arbeit zur Heimatstadt der Ducks vor.
Der Interviewband »Confessions. Eroticism in Media« setzt sich mit den neuen Bildern des Erotischen auseinander und stellt einige spannende Magazine vor. Sucht man nach einer Definition von Erotik, auf die sich die Macher dieser Magazine wohl alle einigen können, dann liegt diese in der Subjektivität – nicht der des Betrachters, sondern der zu Betrachtenden.
Thomas Hitzlsperger hat sich nach dem Ende seiner Karriere als Fußballprofi zu seiner Homosexualität bekannt. Die Journalistin Carolin Emcke hatte schon vor zwei Jahren – ausgehend von der persönlichen Erfahrung – ein überaus intelligentes Buch über das Begehren geschrieben, das weder »gut« noch »schlecht« kennt, sondern einfach ist.
Quentin Tarantino hat angekündigt, nach »Django Unchained« einen weiteren Western drehen zu wollen. Sein Sklaven-Revenge-Epos hat ein Millionenpublikum in die Kinos getrieben. Zwei Oscars und zwei Golden Globes hat Tarantinos erster Italo-Western gewonnen, weil er schonungslos und kongenial von der Grausamkeit und Unmenschlichkeit der Sklaverei erzählt.
Beim Internationalen Comicfestival in Angoulême werden alljährlich nicht nur die besten Comics der vergangenen Saison gekürt, sondern auch Comickünstler für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet. Drei Wochen vor dem 41. Festival stehen die 25 Nominierten für den »Großen Preis der Stadt Angoulême« fest. Die Liste reicht von B wie Blain bis W wie Watterson.
Die meisten von Robert Crumbs Arbeiten handeln von Sex, Drugs und Jazz. Das Lebensthema des amerikanischen Comickünstlers ist die aber Tragödie des Individuums.
Der Schweizer Jonas Lüscher erzählt in seinem Debüt »Frühling der Barbaren« souverän vom Zusammenbruch aller Werte inmitten eines nihilistischen Urlaubsparadieses.
Esther Kinskys Roman »Banatsko« ist eine Hommage an eine aus der Zeit gefallenen Region am Rande Europas. Die Melancholie des Banat wird hier in eine Literatur voller Schönheit und Poesie übersetzt.
Literaturnobelpreisträger John Steinbeck und Magnum-Gründer Robert Capa reisten 1948 gemeinsam in die Sowjetunion, um das Leben der einfachen Russen zu dokumentieren. Ihre grandiose Reportage »Russische Reise« lässt diese Erfahrung nachvollziehen.
Lars von Triers bereits vor seiner Weltpremiere umstrittener Film »Nymphomaniac« wird bei der Berlinale 2014 außer Konkurrenz in ungekürzter Fassung gezeigt. Inzwischen steht auch schon knapp die Hälfte der Wettbewerbsbeiträge fest.
Er galt zu seiner Zeit als der teuerste Fotograf von Paris, in seinem Studio herrschte dennoch ein reges Kommen und Gehen. Ein imposanter Bildband ermöglicht erstmals einen Blick auf bisher unzugängliches Fotomaterial aus dem Studio von Man Ray.