Ausgehend vom Epochenbruch der Französischen Revolution untersucht die Literaturwissenschaftlerin Barbara Vinken in »Angezogen. Das Geheimnis der Mode«, welche Strukturen die Grundlage für die Entwicklung weiblicher und männlicher Mode bereitet.
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Pop-Musik als Kunstform – Pop-Musik als Phänomen
Pop-Theoretiker Diedrich Diederichsen legt mit »Über Pop-Musik« sein Alterswerk vor, in dem es ihm nicht weniger als um eine allumfassende Betrachtung der titelgebenden Kunstform geht – autonom den anderen Künsten zur Seite gestellt.
Das Eigenleben der Fotografie
Die Auseinandersetzung mit der Fotografie dringt mehr und mehr in den Vordergrund der allgemeinen Kulturdebatte. Schon die kulturwissenschaftliche Studie des Gesichts von Hans Belting, die im vergangenen Jahr für den Leipziger Messepreis in der Kategorie Sachbuch nominiert war, basierte zu großen Teilen auf Fotografien. In diesem Jahr könnte mit Helmut Lethens »Der Schatten des Fotografen« ein kulturwissenschaftliches Buch zur Wirklichkeit der Fotografie den Preis gewinnen.
Ein funkelnder Textkristall
Mit dem Text »Vielleicht Esther« hat Katja Petrowskaja im vergangenen Jahr in Klagenfurt den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen. Darin hatte die in der Ukraine geborene und seit 1999 in Berlin lebende Autorin die Abgründe des Holocaust am Beispiel ihrer Urgroßmutter zu einem ebenso poetischen wie welthistorischen Kleinod der Literatur gemacht. Der gleichnamige Roman ordnet diese Geschichte in die Familienüberlieferungen ein.
Reaktion oder reaktionär
Die Aufregung ist groß um Sibylle Lewitscharoffs Dresdener Skandal-Rede, in der sie in reaktionärem Ton der Moderne eine Absage erteilte. Konsequenzen werden gefordert, der Literaturbetrieb müsse reagieren. In der kommenden Woche hätte er die Möglichkeit.
Ergründungen eines Nazi-Enkels
Mit »Flut und Boden« erzählt der Historiker Per Leo die Geschichte seiner Familie. Anhand des Brüderpaars Friedrich und Martin ergründet Leo den Boden, auf dem das Dritten Reich entstanden ist. Obwohl das Buch den Untertitel »Roman einer Familie« trägt, geht der Text weit darüber hinaus.
Zwischen Groteske und Katastrophe
In »Das Blutbuchenfest« entwirft Martin Mosebach ein überzeichnetes Beziehungsgeflecht zwischen zutiefst unsympathischen Mitgliedern der Frankfurter besseren Gesellschaft. Ihnen stellt er Ivana zur Seite. Alle Handlungsstränge laufen über die bosnische Putzfrau, in deren Heimat währenddessen der Krieg Einzug hält.
Maximilian allein zu Haus
Fabian Hischmanns Selbstfindungsroman »Am Ende schmeißen wir mit Gold« erzählt in leichten Tönen und Knalleffekten vom Abschiednehmen und der Suche einer Zukunft in der Vergangenheit. Mit seinem Debütroman könnte der Berliner auf Anhieb den Literaturpreis der Leipziger Buchmesse erhalten. Beim Publikum liegt der Roman schon ganz vorn.
In der Mitte der Evolution
Der Berliner Comiczeichner Jens Harder legt mit »BETA …civilisations« den lang ersehnten zweiten Teil seiner Erdgeschichte in Bildern vor. Darin führt er seine Leser kühn und souverän aus der Kreide- durch die Stein-, Kupfer- und Bronzezeit in die Antike und erzählt spektakulär von der Entwicklung des Menschen. In ihrer bestechenden Grafik, aufregenden Bildkomposition und dichten Erzählweise ist die auf mehrere Bände angelegte Weltbiografie schon jetzt eine der aufregendsten und anspruchsvollsten Comicarbeiten überhaupt.
Zwischen Revolution und Krise
Ein Fußtritt des Vaters ist das auslösende Moment in Mathias Énards Abenteuerroman »Straße der Diebe«, mit dem der 20-Jährige Lakhdar direkt auf eine Bahn befördert wird, die ihn bis nach Barcelona bringt. Dort wird er vor eine verhängnisvolle Entscheidung gestellt.
Die Welt durch die Brille eines Galliers
Alice Schwarzer hat Steuern hinterzogen, die #GroKo ist am Rand des Abgrunds und in Dänemark wirft ein Zoo seine Giraffen den Löwen zum Fraß vor. Das Jahr 2014 hat mit Meldungen losgelegt, die 2013 schnell vergessen machen könnten. Klaus Stuttmanns Karikaturenband »Frisch verwählt!« sorgt dafür, dass die Ereignisse des Vorjahres nicht so schnell aus unseren Köpfen verschwinden.
Berlinale Bites: Tokyo liegt im Schwabenland
Am Freitagabend startete »Chiisai Ouchi« als letzter Film in den Wettbewerb der diesjährigen Berlinale. Das japanische Liebesdrama erzählt vor historischen Hintergrund von einer heimlichen Liebe.
Berlinale Bites: Der Mann im Kind
Die Jury der 64. Berlinale sollte erwägen, einen Sonderbären für den besten Act unter 16 Jahren zu vergeben. Mit dem elfjährigen Ramasan Minkailov in dem Österreichischen Sozialdrama »Macondo« gäbe es einen weiteren Kandidaten, der für diese Auszeichnung in Frage käme.
Berlinale Bites: Die Macht der Fotografie
Der US-Amerikaner Thomas Allen Harris geht in seinem Dokumentarfilm »Through a lens darkly. Black Photographers and the emergence of people« der Frage nach, wie im Bilderkosmos der letzten 150 Jahre Afroamerikaner dargestellt wurden und sich selbst dargestellt haben.
WeiterlesenBerlinale Bites: Kindheit und Jugend von Obi Wan Kenobi
Die 64. Berlinale hat ihren Siegerfilm gefunden. Richard Linklater erzählt in seinem über zwölf Jahre gedrehten Film »Boyhood« vom Erwachsenwerden eines Jungen in einer ganz normalen Familie. Das Meisterwerk des Amerikaners glänzt über allen anderen Wettbewerbsbeiträgen.















