Alle Artikel mit dem Schlagwort: Shida Bazyar

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Taiwanesischer Roman gewinnt International Booker Prize 2026

2024 wurde Jenny Erpenbecks Roman »Kairos« in der Übersetzung von Michael Hofmann mit dem International Booker Prize ausgezeichnet. Mit den Übersetzungen der Romane Lichtspiel von Daniel Kehlmanns und Nachts ist es leise in Teheran von Shida Bazyar standen in diesem Jahr gleich zwei deutschsprachige Autor:innen auf der sechs Bücher zählenden Shortlist des International Booker Prize. Ausgezeichnet wurde jedoch keine Übersetzung aus dem Deutschen, sondern der Roman »Taiwan Travelogue« von Yáng Shuāng-zǐ in der Übersetzung der amerikanisch-taiwanesischen Autorin Lin King. Die deutsche Übersetzung erscheint voraussichtlich 2027 im Dumont-Verlag.

Foto: Thomas Hummitzsch

Entkommen, um zu kommen

Liebe, Sex und Begehren dringen tief ins Private und sind doch so politisch wie nie. Zahlreiche aktuelle feministische Texte fragen danach, wie frei wir inner- und außerhalb der Betten leben können. Eine Reise durch die aktuellen und wieder aufgelegten Bücher von Laurie Penny, Amia Srinivasan, Maggie Nelson, Audre Lorde sowie bell hooks und ein Blick auf das Paradies weiblicher Macht.

Foto: Thomas Hummitzsch

Raus aus der deutschen Enge

Der Deutsche Buchpreis geht in dieser Woche in die nächste Runde. Unabhängig davon, wer es mit seinem aktuellen Werk auf die Shortlist schafft, steht eines schon von vorneherein fest: die Vielfalt der deutschen Gesellschaft bildet auch dieser Buchpreis nicht ab. Dabei gibt es einige ausgezeichnete Werke, denen es gelingt, mehr Vielfalt in die deutsche Literatur zu bringen und aus der eingefahrenen deutschen Perspektive zu führen. Ihren Autoren gehört die Zukunft.

Persian New Year (Nowruz) Table: Haft Sin, in Holland - Photo by Pejman Akbarzadeh / Persian Dutch Network - (Haft-Sin Setting Table: Raheleh Nikoo / PDN) | via wikimedia commons CC BY-SA 3.0

Daseinspanorama zwischen zwei Welten

Was heißt es, ein Iraner in Deutschland zu sein? Shida Bazyar wagt in ihrem Debüt »Nachts ist es leise in Teheran« einen großen Sprung, um eine Antwort auf diese Frage zu finden. Er führt ihre Helden von der iranischen Revolution zu den Protesten gegen die schlechte Bildungspolitik in Deutschland. Dabei erzählt sie die Geschichte einer Familie, die in zwei Generationen Flucht, Heimweh, Ankommen und Aufbruch erlebt.