Von Teufeln und erbitterten Feindschaften
Der französische Kunsthistoriker Daniel Arasse und die deutsche Kunstjournalistin Kia Vahland zeigen in ihren Betrachtungen der Renaissancekunst, wie sich das humanistische Menschenbild den Weg bahnte.
Der französische Kunsthistoriker Daniel Arasse und die deutsche Kunstjournalistin Kia Vahland zeigen in ihren Betrachtungen der Renaissancekunst, wie sich das humanistische Menschenbild den Weg bahnte.
Das Jahr 1913, welche Bedeutung hat es in der kollektiven Erinnerung der Welt? Es ist das Jahr vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Florian Illies beweist mit seiner famosen Collage »1913. Der Sommer des Jahrhunderts«, das dieses Jahr mehr ist, als das.
Der 32-jährige amerikanische Fotograf Peter van Agtmael wurde vor wenigen Tagen mit dem Eugene W. Smith Fotopreis für humanistische Fotografie ausgezeichnet. Der Amerikaner erhält den Preis für seine Serie »Disco Night September 11«, die bereits im Juni beim Lumix-Festival mit dem Preis für junge Fotografie bedacht wurde.
Diane Arbus gilt als die Fotografin des Skurrilen. Das Außergewöhnliche im Normalen, das Einzigartige im Gewohnten war ihr Metier. Das beeindruckende Werk von Diane Arbus, die sich 1971 das Leben nahm, ist aktuell im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen.
Drei aktuelle Publikationen widmen sich in unprätentiöser Manier der Lage der Bürger- und Menschenrechte. Der aktuelle Grundrechte-Report nimmt die Lage in Deutschland in den Blick, das Jahrbuch von Amnesty International ist der weltweiten Lage der Menschenrechte gewidmet und der Katalog zum diesjährigen World-Press-Photo-Award liefert neben aufregenden Fotografien auch die teils bedrückenden Bilder zur Menschenrechtslage weltweit.
Die Fotografen Mathias Braschler und Monika Fischer geben dem Klimawandel Identität und Gesichter. Sie haben insgesamt 16 Länder auf allen Kontinenten bereist, Menschen aufgesucht, die direkt vom Klimawandel betroffen sind, und bringen uns diese »Schicksale des Klimawandels« näher.
Eine Ausstellung in Berlin setzt sich mit neuen religiösen Bewegungen in den Städten auseinander. Die Macher wollen aufzeigen, wie diese Bewegungen weltweit die urbane Topographie verändern und zum Teil die Rolle des Staates ersetzen.
Die Starfotografin Annie Leibovitz hat Orte, die von Menschen und ihren Geschichten erzählen, in poetischen Bildern festgehalten. Ihr Bildband »PILGRIMAGE. Pilgerreisen zu Kultorten« ist eine Hommage an ihre verstorbene Lebensgefährtin Susan Sontag.
Seit zehn Jahren ist die Fotojournalistin Kate Brooks in der arabischen Welt unterwegs und dokumentiert den Alltag mit ihrer Kamera. In ihrem fotografischen Reisetagebuch »Im Licht der Dunkelheit« wirft sie ein Licht auf die Welt, die von den Folgen der Anschläge am 11. September 2001 am meisten betroffen ist.
Drei Werkschauen bringen uns im Herbst den deutschen »Titanen der Moderne« Max Beckmann näher.
»Technisch sind die Fotos makellos, und in der Komposition erkenne ich Dich nicht wieder.« Der Berliner Martin-Gropius-Bau zeigt in der weltweit ersten Retrospektive das Gesamtwerk des in Ungarn geborenen Fotografen André Kertész.
Gab es in der Sowjetunion mehr als Einheitsgrau und Plattenbau? Durchaus, wie Frédéric Chaubin mit seinem Bildband »CCCP – Cosmic Communist Constructions Photographed« belegt. Darin versammelt der Franzose seine Aufnahmen spektakulärer Bauwerke, die er vor allem an den Rändern der ehemaligen Sowjetunion entdeckt hat.
Das Urbane wird zur asphaltierten Betonkulisse eines menschentleerten Vergnügungsparks. Mit dem Fortschritt bleibt der Mensch zurück – er kann noch so sehr wie der Hamster im Mühlenrad laufen.
Man reibt sich die Augen angesichts dieser Fotografien einer Frau voller Schönheit und Anmut. 250 Seiten Monica Bellucci – einen aufregenderen Bildband hat dieser Bücherherbst nicht zu bieten.
Die Stadt ist ein Mythos. Die Mitglieder der renommierten Fotoagentur OSTKREUZ sind diesem auf den Grund gegangen. Ihre entlarvenden Bilder sind aktuell in der Berliner C|O Galerie zu sehen.