Zeichnende Philosophen
Jeden Sonntag lässt der Berliner Tagesspiegel vier Comiczeichner über das Besondere im Alltag nachdenken. Zwei von ihnen veröffentlichen nun eine Sammlung ihrer besten Strips.
Jeden Sonntag lässt der Berliner Tagesspiegel vier Comiczeichner über das Besondere im Alltag nachdenken. Zwei von ihnen veröffentlichen nun eine Sammlung ihrer besten Strips.
Der prächtige und voluminöse Jubiläumsband »Twenty-Five years of contemporary cartooning, comics, and graphic novels« lässt die einmalige Erfolgsgeschichte des kanadischen Verlags »Drawn and Quarterly« informativ, vielfältig und kunstvoll nachvollziehen.
Jaime Hernandez legt mit »The Love Bunglers« eine tiefenpsychologische Studie seiner Lieblingsfigur Margarita Chascarillo vor. Dieses zeitlose Meisterwerk in Schwarz-Weiß lässt den Leser noch einmal tief in das verwinkelte »Love and Rockets«-Universum eintauchen.
In der gestrigen Nacht vom 10. zum 11. Juli wurden auf der Comic-Con in San Diego die renommierten Eisner-Awards vergeben. Einen einzigen großen Gewinner wie in den vergangenen Jahren gab es nicht. Die Serien »Saga« und »Lumberjanes« gewannen zwei Eisners, verschiedene »Little Nemo«-Titel räumten mehrere Preise ab. Einige der mit Amerikas wichtigstem Comicpreis ausgezeichneten Comics liegen auch in deutscher Übersetzung vor.
Die dystopische Flüchtlingsgeschichte »Saga« gehört zu den besten Comicserien, die man derzeit auf dem Markt finden kann. Brian K. Vaughan und Fiona Staples haben mit ihrer epischen Erzählung in den letzten zwei Jahren sechs Eisner- und sechs Harvey-Awards gewonnen. In diesem Sommer könnten drei weitere Eisners hinzukommen.
Seit 2013 erzählt der Amerikaner Ed Piskor in spektakulären Bilder- und Sprechstürmen von der Geburt und dem Wachsen der musikalischen Revolution namens Hip Hop. In Deutschland erscheint in wenigen Wochen der zweite Teil dieser Erfolgsstory, die den US-Verlag nun zur ungewöhnlichen Zusatzpublikation in Monatsheften mit bemerkenswerten Alternativtiteln greifen lässt.
Manu Larcenet beweist sich mit »Blast« endgültig als Meister der Neunten Kunst. In seiner von allen Nebengeräuschen bereinigten und dennoch überbordenden Grafik ist jedes Bild eine Hommage an die Natur und das Leben.
Der US-Amerikaner Scott McCloud präsentiert mit »Der Bildhauer« nach dreißig Jahren erstmals wieder einen fiktionalen Comic. Er erzählt darin vielschichtig eine zeitgemäße Fassung des faustischen Pakts, der unter den unzähligen Möglichkeiten des Mediums allerdings etwas verloren geht.
Wir werfen einen Blick auf den Auftakt einer hedonistischen Biker-Serie, eine klassische Coming-of-Age-Story, einen 800 Seiten starken Dankesbrief sowie die Robinsonaden eines Comic-Pioniers. Außerdem: Scott McClouds »The Sculptor« soll von Scott Rudin verfilmt werden. Craig Thompson kündigt seinen neuen Comic »Space Dumplings« an. Mit »Howard the Duck« kehrt ein Klassiker in neuer Grafik zurück auf die Comicbühne.
Unsere acht Bücher, für die wir zum Welttag des Buches neugierige Leser_innen gesucht haben, sind verlost. Zwischen 41 und 46 Lose waren je Buch in der Lostrommel. Entsprechend unwahrscheinlich war es, gezogen zu werden, oder anders gesagt: Wer ein Buch gewann, hat ganz schön Glück gehabt.
Zum dritten Mal findet in diesem Jahr die Aktion »Blogger schenken Lesefreude« statt. Lesebegeisterte Blogger verlosen am 23. April, dem Welttag des Buches, auf ihren Blogs Bücher, die sie selbst gern gelesen haben oder zum Lesen empfehlen. »intellectures« verlost vier Romane, zwei Sachbücher und zwei Comics, die mit weniger als 300 Seiten wie für ein entspanntes Lesewochenende gemacht sind.
Acht Jahre lang hat der französische Zeichner Riad Sattouf für die Satirezeitschrift Charlie Hebdo das »geheime Leben der Jugend« erkundet, nun erobert er mit augenzwinkernder Religionssatire gleichermaßen Kinosäle und Buchhandlungen. Deutschlands einflussreichster Comickritiker Andreas Platthaus hat Sattoufs autobiografischen Comic »Der Araber von morgen« ins Deutsche übertragen, der Neunten Kunst aber dennoch einen Bärendienst erwiesen.
Zines sind ein Kulturgut der Neunten Kunst, das dank Hipstertum und Kunsthochschulen an Aufmerksamkeit gewinnt. In dieser unterschätzten Subkultur wächst seit Jahren der Comic-Nachwuchs heran. Porträt einer Szene, die sich am Wochenende bei der Comicinvasion Berlin versammelt.
Bryan Lee O’Malleys »Scott Pilgrim« ist einer der erfolgreichsten US-Comicserien der vergangenen Jahre. Seit 2010 war es still um den kanadischen Cartoonisten. Vor wenigen Monaten ist mit »Seconds« seine erste abgeschlossene Geschichte erschienen. Ein Geniestreich.
Als Autor der US-Kolumne des Comicmagazins ALFONZ komme ich immer wieder in den Genuss, die Ankündigungen auf dem US-Comicmarkt unter die Lupe zu nehmen. Die Kurzhinweise werden in unregelmäßigen Abständen auch hier erscheinen, für die zeitnahe Lektüre der Hauptkolumne muss man sich das Magazin kaufen. Den Auftakt machen unter anderem die erfolgreichsten Comics 2014, eine neue SciFi-Serie von Grant Morrison, Daniel Clowes »Eightball«-Kollektion und Alex Raymonds Dashiell-Hammett-Serie »Secret Agent X-9«.