Kein richtiges Leben im falschen
Mit »Stuck Rubber Baby« kann das Opus Magnum des amerikanischen Comiczeichners Howard Cruse nun wiederentdeckt werden. Darin arbeitet er die Verfolgung von Schwarzen und Homosexuellen im Amerika der 1960er Jahre auf.
Mit »Stuck Rubber Baby« kann das Opus Magnum des amerikanischen Comiczeichners Howard Cruse nun wiederentdeckt werden. Darin arbeitet er die Verfolgung von Schwarzen und Homosexuellen im Amerika der 1960er Jahre auf.
Noch sind nicht alle Stars und Sternchen über den roten Teppich am Potsdamer Platz in Berlin gegangen, aber bereits zur Halbzeit der Berlinale kann man feststellen, dass die Wettbewerbsbeiträge außergewöhnliche Blicke auf den Menschen werfen.
Der Autor von Kultromanen wie »Geschichte machen« und »Der Sterne Tennisbälle« legt den zweiten Teil seiner Biografie vor. Stephen Fry erklärt nach »Columbus war ein Engländer« nun, »Ich bin so Fry«!
Ursula Meier: L’enfant d’en haut (Winterdieb). Léa Seydoux, Kacey Mottet Klein. 97 Min. FSK: 6 Jahre
Dem portugiesischen Romancier José Saramago gelang in seinen Romanen, das Absurde möglich erscheinen zu lassen. Nun erscheint sein letzter Roman posthum, der dieses Talent bestätigt, das Werk aber dennoch nicht krönt.
Der Sozialphilosoph Hans Joas zeichnet die Entstehungsgeschichte der Menschenrechte nach und findet darin eine Verheiligung des Individuums. »Die Sakralität der Person« ist ein spannendes Gedankenspiel, in dem der Bezug zur Realität verloren geht.
Vom Leben einer Familie mit dem heranrauschenden Tod erzählt Andreas Dresen in seinem neuen Film »Halt auf Freier Strecke«. Ein ebenso einfühlsamer wie erschütternder Film über das Sterben eines Familienvaters.
Der spanische Regisseur Pedro Almodóvar fragt in seinem neuen Film »Die Haut, in der ich wohne« nach der Identität des Menschen.
Die Fotografen Mathias Braschler und Monika Fischer geben dem Klimawandel Identität und Gesichter. Sie haben insgesamt 16 Länder auf allen Kontinenten bereist, Menschen aufgesucht, die direkt vom Klimawandel betroffen sind, und bringen uns diese »Schicksale des Klimawandels« näher.
Die hier beschriebene Comic-Serie ist nichts für schwache Nerven. In der düsteren Halbwelt von »CHEW. Bulle mit Biss!« fließt Blut, es kommt zu Gewalt und Kraftausdrücken kann man nicht ausweichen. CHEW ist ein Actioncomic mit politischem Anspruch – und erreicht bei Jugendlichen vielleicht gerade deshalb mehr als ein Sachbuch zur Ernährungsethik.
Die Berlinerin Judith Schalansky lässt uns drei Tage lang in den Kopf der Sport- und Biologielehrerin Inge Lohmark blicken. Mit ihrem Buch »Der Hals der Giraffe« beweist die 31-jährige Autorin, dass sie schon jetzt zu den ganz großen ihrer Zunft zu zählen ist.
Eine Ausstellung in Berlin setzt sich mit neuen religiösen Bewegungen in den Städten auseinander. Die Macher wollen aufzeigen, wie diese Bewegungen weltweit die urbane Topographie verändern und zum Teil die Rolle des Staates ersetzen.
Wie viele Seiten braucht es, um alle Fragen zu stellen? Ist ein solches Vorhaben nicht grundsätzlich kühn? Und ist »Fragen, über Fragen« nicht eine schreckliche Floskel? Und wie verhält es sich mit Mark Kurlansky und seinem heimlichen Bestseller »Ein Buch, das alle Fragen stellt«.
Die Starfotografin Annie Leibovitz hat Orte, die von Menschen und ihren Geschichten erzählen, in poetischen Bildern festgehalten. Ihr Bildband »PILGRIMAGE. Pilgerreisen zu Kultorten« ist eine Hommage an ihre verstorbene Lebensgefährtin Susan Sontag.
Der chinesische Dissident und Schriftsteller Liao Yiwu erhält heute in München den Geschwister-Scholl-Preis 2011. Er sei ein Vorbild für alle, die gegen Ungerechtigkeit und Diktatur aufbegehren. Seine jüngsten Bücher belegen dies eindrucksvoll.