Die schwedische Schriftstellerin Lina Wolff schreibt aus entschieden feministischer Perspektive und führt uns die virile Misogynie (der Literatur) unserer Zeit vor Augen. In ihrem neuen Roman rächt sich eine junge Frau an einem Mann und zugleich an der Literatur.
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Verborgene Türen
Der südkoreanische Meisterregisseur Park Chan-wook erzählt »I’m a Cyborg and that’s OK« ein Zukunftsmärchen mit traumhaften Bildern.
WeiterlesenBlaue Gefühle
Die Dichterin und Essayistin hat sich in die Farbe Blau verliebt. in »Bluets« geht sie der Frage auf den Grund, wie es dazu kommen konnte.
WeiterlesenNeue alte Welten
Auf der Erkundung nach einer neuen Weltordnung orientiert sich Andrea Böhm an alten Weltkarten und neuen Mustern. Unter dem Erbe vergangener Jahrhunderte entdeckt sie neue Konfigurationen, in denen der Westen nur noch am Rande vorkommt.
WeiterlesenDer mächtigste Mythos der Menschheit
»Beide, Adam und seine Frau, waren nackt, aber sie schämten sich nicht voreinander.« Stephen Greenblatt entfaltet in »Die Geschichte von Adam und Eva« ein weites kulturhistorisches Panorama abseits des historischen Mythos, mit dem er den Kern der biblischen Geschichte wie die verschiedenen Interpretationen der Geschichte der ersten Menschen freilegt.
WeiterlesenWider die Unfreiheit, über Rasse zu sprechen
Ta Nehisi-Coates liefert mit »We were eight years in power» den überfälligen Klartext zum tief verwurzelten Rassismus in den USA, der während der achtjährigen Amtszeit von Barack Obama Schwung holte, um umso radikaler zurückzukommen. Diese »amerikanische Tragödie« beeindruckt in ihrer unwiderstehlichen Argumentation und bestechenden Logik. Ohne Zweifel eine der wichtigsten Analysen der jüngsten US-amerikanischen Geschichte.
WeiterlesenSchmerz in den Genen
Der Amerikaner Adam Haslett beobachtet in seinem Roman, wie sich eine Familie gegen die Depression wehrt. »Stellt Euch vor, ich bin fort« ist auch von seiner persönlichen Erfahrung des Verlusts geprägt.
WeiterlesenAmerikanischer Totentanz
Jahrzehnte hat der US-amerikanische Autor George Saunders mit Kurzgeschichten seine Instrumente geschärft. Sein erster Roman »Lincoln im Bardo« ist eine literarische Sensation.
WeiterlesenDas Unbehagen an der Moderne
Der indische Publizist Pankaj Mishra analysiert die gegenwärtige globale Krise und erklärt uns, warum der Zorn und das Ressentiment zu zentralen politischen Kategorien geworden sind. Sie sind nicht erst gestern entstanden, sondern blicken auf eine mehr als 200 Jahre währende Geschichte zurück.
WeiterlesenVorwärts in die Vergangenheit
2017 war das Jahr der Krise der Demokratie. Zwischen hoffnungsvollem Pessimismus und vorsichtigen Optimismus schwanken die Analysen und Prognosen von Philipp Blom und Bernd Ulrich. Übereinander gelegt entfalten »Was auf dem Spiel steht« und »Guten Morgen, Abendland« eine beindruckende intellektuelle Wucht. In einem stimmen sie überein: Ein leichtes Unterfangen wird die Neuerfindung der Demokratie nicht.
»Wenn einen jemand nicht will, sollte man einfach aufgeben«
Ihr neuer Roman »Töchter« ist eines der besten deutschsprachigen Bücher des Frühjahrs. Lucy Fricke spricht im Interview über Frauenfreundschaften und Familienverhältnisse, Wahrheit und Fiktion, über das Wühlen in den eigenen Abgründen und sinnlose Kämpfe.
WeiterlesenDie letzten Gesänge eines Genies
Dem Tod geweiht erzählt Amerikas Ausnahmeästhet Denis Johnson in seinen letzten Erzählungen vom Leben. In seiner Geschichtensammlung »Die Großzügigkeit der Meerjungfrau« wird noch einmal sichtbar, wie bildgewaltig und facettenreich der vor einem Jahr verstorbene Autor, der sich selbst einmal als Ozzy Osborne der Literatur bezeichnete, gegen die Kälte der Gegenwart anschrieb.
Weiterlesen»Bleib ein Optimist!«
Der französische Comiczeichner Riad Sattouf öffnet seinen Lesern die Augen für die wirklich wichtigen Dinge. Dabei helfen ihm die kindlichen Perspektiven seiner gezeichneten Heldinnen und Helden. Im Interview spricht er über seine Arbeit und was ihn motiviert.
Weiterlesen250 Seiten für »Wutbürger« und »Gutmenschen«
Der Singersongwriter und Schriftsteller Jan Böttcher entführt in seinem fünften Roman in die Provinz. Sein aktuelles Buch »Das Kaff« ist ein Heimatroman im allerbesten Sinne, hochaktuell und präzise beobachtet. Wir sprachen mit ihm über provinzielle Perspektiven, Fußball als Blitzableiter und Berlin als Kontrastprogramm.
Neuer Sinn für eine neue Welt – Der Mensch als Gott
Yuval Noah Harari, vor kurzem 42 Jahre alt geworden, gilt als intellektueller Superstar. Auf dem World Economic Forum sprach er dieses Jahr zwischen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Emanuel Macron. Die Deutsche rief ihm sogar zu, seine Bücher gelesen zu haben. Sein neuestes Buch »Homo Deus« müsste sie alarmiert haben.














