Neueste Artikel

Die arabische Welt ist nicht weit von Europa entfernt

Seit Jahren schreibt Prix-Goncourt-Preisträger Mathias Énard an einem West-Östlichen Diwan der Moderne. In seinen Romanen überwindet er dafür Zeit und Raum. Gemeinsam mit der Comiczeichnerin Zeina Abirached lässt er nun auch die Dimension des Wortes hinter sich. Ein Gespräch über Flucht früher und heute, die Kraft der Liebe und Ènards Begeisterung für die Neunte Kunst.

Weiterlesen

Echt oder simuliert? Ein Gespräch über Cybersex und Feminismus

Die Berliner Schriftstellerin Emma Braslavsky hat sich in den vergangenen Jahren viel mit künstlicher Liebe beschäftigt. Ein Resultat ist ihr aktueller Roman »Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten«. Ich sprach mit ihr in einem Berliner Café über künstliche Intelligenz, Seelenverwandtschaft und die ethische Notwendigkeit von Roboterrechten.

Weiterlesen

»Neun von zehn Büchern schreibe ich nicht zu Ende«

Wenn in diesem Jahr zwei Literaturnobelpreise vergeben werden, ist der Argentinier einer der heißesten Anwärter. Die novellenhaften Werke des von Patti Smith und David Foster Wallace verehrten Autors sind so voller Fantasie, dass man kaum mehr von magischem Realismus sprechen kann. Ein Gespräch über seinen besonderen Stil und die Möglichkeit von Zeitreisen mit dem in Buenos Aires lebenden Schriftsteller César Aira.

Weiterlesen
Filmstill aus »Ray & Liz« von Richard Billingham | Foto: Rob Baker Ashton

Ganz unten

Der britische Fotograf Richard Billingham erzählt in seinem Filmdebüt »Ray & Liz« die erbärmliche Geschichte seiner Familie. Seine Bebilderung der Verhältnisse ist kompromissloser als Ken Loachs »Ich, Daniel Blake« und reflektierter als Fatih Akins »Der Goldene Handschuh«.

Weiterlesen

»Wenn alles schwanzgemacht ist, was bin dann ich als Frau im Verhältnis zu diesem Schwanz?«

Marlene Stark und Anna Gien haben einen der ungewöhnlichsten Romane des Frühjahrs geschrieben. Im Ringen um Macht und Anerkennung setzt ihre Erzählerin »M« erst den eigenen Körper und dann die Körper ihrer Bekannten aufs Spiel, denn alle Lechzen nach Erlösung und Befriedigung. Ein Gespräch über ihren Roman »M«, den »erotisierten Zoo« der Kunstszene, die »Totalzerfickung aller stabilen Lebensmodelle« und die Frage nach dem Schwanz.

Weiterlesen

Getrennt und glücklich

»Stell Dir vor, es ist Rosenkrieg, und keiner geht hin«. Die Paartherapeutin und Trennungsmediatorin Nadja von Saldern empfängt täglich Paare in der Krise. In ihrer Praxis abseits des Kurfürstendamms werden Seitensprünge verhandelt und Vorwürfe besprochen, Beziehungen weiterentwickelt oder Trennungen vollzogen. Wofür sich ein Paar am Ende entscheidet, kann und will Nadja von Saldern nicht beeinflussen. Ihre Mission ist es, einen Rosenkrieg zu verhindern.

Weiterlesen

»Daten bereitstellen könnte eine neue Form der Arbeit sein«

Der Berliner Bürgerrechtler und Jurist Bijan Moini wagt sich in seinem literarischen Debüt »Der Würfel« an den Entwurf einer positiven Zukunft, in der alle Daten transparent sind. Sein utopischer Roman ist die perfekte Blaupause, um über unsere nahe Zukunft nachzudenken. Wir sprachen mit ihm über den Wert und das Potential von Daten und darüber, wie diese richtig eingesetzt zum Wohl Allgemeinheit beitragen könnten.

Weiterlesen