Sasa Stanisic gewinnt im dritten Anlauf und mit seinem vierten Roman »Herkunft« den Deutschen Buchpreis. Seine Kunst ist die Fiktion, aber nichts ist erfunden. Er verbindet Zugetragenes und Gehörtes mit Erfahrenem und Empfundenem zu einem magisch-realistischen Mixtape, bei dem am Ende jeder selbst über den Ausgang entscheiden kann.
WeiterlesenNeueste Artikel
Wo das Leben schließt, kann Literatur öffnen
Für den Gastland-Auftritt auf der Frankfurter Buchmesse hat Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit gemeinsam mit Knausgård-Entdecker Geir Gulliksen einen lesenswerten Band mit zwölf literarischen Stimmen aus ihrem »Heimatland« zusammengestellt, der tief in die norwegische Seele blicken lässt.
WeiterlesenPhönix aus der Asche
Zwanzig Jahre nach »300« taucht Comicmeister Frank Miller in »Xerxes« noch einmal in die griechische Antike ein und erzählt bildgewaltig von der Geburtsstunde der Demokratie.
WeiterlesenDie arabische Welt ist nicht weit von Europa entfernt
Seit Jahren schreibt Prix-Goncourt-Preisträger Mathias Énard an einem West-Östlichen Diwan der Moderne. In seinen Romanen überwindet er dafür Zeit und Raum. Gemeinsam mit der Comiczeichnerin Zeina Abirached lässt er nun auch die Dimension des Wortes hinter sich. Ein Gespräch über Flucht früher und heute, die Kraft der Liebe und Ènards Begeisterung für die Neunte Kunst.
WeiterlesenEcht oder simuliert? Ein Gespräch über Cybersex und Feminismus
Die Berliner Schriftstellerin Emma Braslavsky hat sich in den vergangenen Jahren viel mit künstlicher Liebe beschäftigt. Ein Resultat ist ihr aktueller Roman »Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten«. Ich sprach mit ihr in einem Berliner Café über künstliche Intelligenz, Seelenverwandtschaft und die ethische Notwendigkeit von Roboterrechten.
WeiterlesenDie rechte Konterrevolution
Die Soziologin Cornelia Koppetsch hat mit »Die Gesellschaft des Zorns« ein brillantes, theoriegesättigtes Buch vorgelegt, das aufzeigt, wie unser politisches, gesellschaftliches, wirtschaftliches System in seinen Institutionen, Hierarchien und Ritualen dem Ende entgegengeht.
WeiterlesenEin gewagtes Spiel mit dem Genre
Nach der Vampirkomödie »Only Lovers left alive« widmet sich Jim Jarmusch erneut der Welt der Untoten. Seine cineastische gelungene Alternative zum Hochglanzhorrorkino ist filmpolitisch jedoch zumindest umstritten.
Weiterlesen»Neun von zehn Büchern schreibe ich nicht zu Ende«
Wenn in diesem Jahr zwei Literaturnobelpreise vergeben werden, ist der Argentinier einer der heißesten Anwärter. Die novellenhaften Werke des von Patti Smith und David Foster Wallace verehrten Autors sind so voller Fantasie, dass man kaum mehr von magischem Realismus sprechen kann. Ein Gespräch über seinen besonderen Stil und die Möglichkeit von Zeitreisen mit dem in Buenos Aires lebenden Schriftsteller César Aira.
WeiterlesenGanz unten
Der britische Fotograf Richard Billingham erzählt in seinem Filmdebüt »Ray & Liz« die erbärmliche Geschichte seiner Familie. Seine Bebilderung der Verhältnisse ist kompromissloser als Ken Loachs »Ich, Daniel Blake« und reflektierter als Fatih Akins »Der Goldene Handschuh«.
Weiterlesen»Wenn alles schwanzgemacht ist, was bin dann ich als Frau im Verhältnis zu diesem Schwanz?«
Marlene Stark und Anna Gien haben einen der ungewöhnlichsten Romane des Frühjahrs geschrieben. Im Ringen um Macht und Anerkennung setzt ihre Erzählerin »M« erst den eigenen Körper und dann die Körper ihrer Bekannten aufs Spiel, denn alle Lechzen nach Erlösung und Befriedigung. Ein Gespräch über ihren Roman »M«, den »erotisierten Zoo« der Kunstszene, die »Totalzerfickung aller stabilen Lebensmodelle« und die Frage nach dem Schwanz.
WeiterlesenIm Schmerz gefunden
Freiheit. Gleichheit. Brüderlichkeit. Das sind die Ideale der französischen Nation. Èric Vuillard erzählt in »14. Juli« davon, wie sich diese Nation an den Füßen der Bastille fand.
WeiterlesenGetrennt und glücklich
»Stell Dir vor, es ist Rosenkrieg, und keiner geht hin«. Die Paartherapeutin und Trennungsmediatorin Nadja von Saldern empfängt täglich Paare in der Krise. In ihrer Praxis abseits des Kurfürstendamms werden Seitensprünge verhandelt und Vorwürfe besprochen, Beziehungen weiterentwickelt oder Trennungen vollzogen. Wofür sich ein Paar am Ende entscheidet, kann und will Nadja von Saldern nicht beeinflussen. Ihre Mission ist es, einen Rosenkrieg zu verhindern.
WeiterlesenDer letzte Hexentanz
Luca Guadagnino lässt in seiner Neuverfilmung von Dario Argentos Horrorklassiker »Suspiria« mitten im Deutschen Herbst junge Mädchen für einen Hexenzirkel tanzen.
Weiterlesen»Daten bereitstellen könnte eine neue Form der Arbeit sein«
Der Berliner Bürgerrechtler und Jurist Bijan Moini wagt sich in seinem literarischen Debüt »Der Würfel« an den Entwurf einer positiven Zukunft, in der alle Daten transparent sind. Sein utopischer Roman ist die perfekte Blaupause, um über unsere nahe Zukunft nachzudenken. Wir sprachen mit ihm über den Wert und das Potential von Daten und darüber, wie diese richtig eingesetzt zum Wohl Allgemeinheit beitragen könnten.
WeiterlesenWeder Heimat noch Fremde
Was heißt es, fremd im eigenen Land zu sein? Wie überwindet man die Bürde der eigenen Herkunft? Wie findet man seinen Platz in der Welt? John Okada erzählt in seinem wiederentdeckten Klassiker »No No Boy« eindrucksvoll von den Folgen getroffener Entscheidungen.
Weiterlesen













