Raus aus der Enge
Anna Katharina Hahn entführt die Lesenden ihres Romans »Am Schwarzen Berg« in die schwäbische Idylle, aus der ihre Helden energisch zu entkommen versuchen und willentlich in das Chaos des Lebens laufen.
Anna Katharina Hahn entführt die Lesenden ihres Romans »Am Schwarzen Berg« in die schwäbische Idylle, aus der ihre Helden energisch zu entkommen versuchen und willentlich in das Chaos des Lebens laufen.
Wolf Haas liebt es, mit der Sprache zu spielen. In seinen mehrfach preisgekrönten Brenner-Krimis bewies er eindrucksvoll, dass allein das sichere Beherrschen eines Dialekts romanhafte Qualitäten haben kann. In seinem aktuellen Roman »Verteidigung der Missionarsstellung« zeigt der Österreicher, dass er nicht nur mit Sprache zu spielen in der Lage ist, sondern auch mit dem Text als solchem.
Sarah Diehl kämpft seit Jahren für Frauenrechte und gehört zu den wenigen Aktivistinnen, die dabei auch international aktiv sind. Nun hat sie ihren ersten Roman geschrieben. Wir sprachen mit ihr über »Eskimo Limon 9« und die Fiktionalisierung des Feminismus.
Der Ungar Péter Nádas lässt in seinen »Parallelgeschichten« die geschichtenbeladenen Ströme des zwanzigsten Jahrhunderts zusammenfließen. Ein Roman, den man Europa nennen möchte.
Thomas von Steinaecker hat mit »Das Jahr in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen« einen technisch perfekten Roman geschrieben, der in der staubtrockenen Luft des Versicherungswesens, dem seine tragische Heldin entstammt, erstickt.
Der Autor von Kultromanen wie »Geschichte machen« und »Der Sterne Tennisbälle« legt den zweiten Teil seiner Biografie vor. Stephen Fry erklärt nach »Columbus war ein Engländer« nun, »Ich bin so Fry«!
Dem portugiesischen Romancier José Saramago gelang in seinen Romanen, das Absurde möglich erscheinen zu lassen. Nun erscheint sein letzter Roman posthum, der dieses Talent bestätigt, das Werk aber dennoch nicht krönt.
Die Berlinerin Judith Schalansky lässt uns drei Tage lang in den Kopf der Sport- und Biologielehrerin Inge Lohmark blicken. Mit ihrem Buch »Der Hals der Giraffe« beweist die 31-jährige Autorin, dass sie schon jetzt zu den ganz großen ihrer Zunft zu zählen ist.
Dem ehemaligen Bischof von Münster, Kardinal von Galen, rückt der Kölner Autor Roland E. Koch in seinem Roman »Dinge, die ich von ihm weiß« auf den Leib. Katholische Buchhändler setzten das Buch deswegen auf den Index.
»Wenn man die alten Fehler immer wieder macht und nicht aus der Erfahrung lernt, dann ist das in meinen Augen dumm.« Ein Gespräch mit dem iranischen Autoren Amir Hassan Cheheltan über den arabischen Frühling, die Situation im Iran und sein neues Buch »Amerikaner töten in Teheran«, ein Roman über den Hass in sechs Episoden.
Michael Göring erzählt in seinem Debütroman »Der Seiltänzer« von einer lebenslangen Freundschaft und einem katholischen Priester, der lautstark innerkirchliche Reformen fordert und plötzlich unter Missbrauchsverdacht gerät. Ein scheinbar geordnetes Leben zerfällt vor den Augen des Lesers.
Der kubanische Autor Leonardo Padura anlässlich seines neuen Romans »Der Mann, der Hunde liebte« im Gespräch über kommunistische Fundamentalisten, Hundeliebende Männer und unverschämte Leser, die geliehene Bücher nicht zurückgeben.
Dem argentinischen Autor Alan Pauls ist mit seiner »Geschichte der Tränen« eine große Allegorie auf die Geschichte Lateinamerikas gelungen.
Jan Faktor überlässt in seinem zweiten Roman seiner Hauptfigur Georg das Feld des Erzählers. Ohne falsche Scheu nimmt dieser die Einladung an und beschreibt sein Leben im Schatten seiner Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht. »Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag« ist eine irrwitzig-geniale Zeitreise und ein (verbal-)erotischer Findungsroman.
Der amerikanische Schriftsteller Stewart O’Nan legt mit seinem neuen Roman einen ebenso einfühlsamen wie schockierenden Psychothriller vor, in dem sich alles um ein Phantom dreht.