Alle Artikel in: Literatur

© Thomas Hummitzsch

Eine typografisch-sprachliche Spielerei zum Verlieben

Wolf Haas liebt es, mit der Sprache zu spielen. In seinen mehrfach preisgekrönten Brenner-Krimis bewies er eindrucksvoll, dass allein das sichere Beherrschen eines Dialekts romanhafte Qualitäten haben kann. In seinem aktuellen Roman »Verteidigung der Missionarsstellung« zeigt der Österreicher, dass er nicht nur mit Sprache zu spielen in der Lage ist, sondern auch mit dem Text als solchem.

Überschlagschaukel | Foto: Gerd Danigel , ddr-fotograf.de

Die Logik der Assekuranz

Thomas von Steinaecker hat mit »Das Jahr in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen« einen technisch perfekten Roman geschrieben, der in der staubtrockenen Luft des Versicherungswesens, dem seine tragische Heldin entstammt, erstickt.

Amir Hassan Cheheltan in Berlin | Foto: Thomas Hummitzsch

Eine gewisse Dummheit

»Wenn man die alten Fehler immer wieder macht und nicht aus der Erfahrung lernt, dann ist das in meinen Augen dumm.« Ein Gespräch mit dem iranischen Autoren Amir Hassan Cheheltan über den arabischen Frühling, die Situation im Iran und sein neues Buch »Amerikaner töten in Teheran«, ein Roman über den Hass in sechs Episoden.

Foto: Thomas Hummitzsch

Das Leben ist oft anders

Michael Göring erzählt in seinem Debütroman »Der Seiltänzer« von einer lebenslangen Freundschaft und einem katholischen Priester, der lautstark innerkirchliche Reformen fordert und plötzlich unter Missbrauchsverdacht gerät. Ein scheinbar geordnetes Leben zerfällt vor den Augen des Lesers.

Foto: Thomas Hummitzsch

Ein Leben im Zeichen des Hodensacks

Jan Faktor überlässt in seinem zweiten Roman seiner Hauptfigur Georg das Feld des Erzählers. Ohne falsche Scheu nimmt dieser die Einladung an und beschreibt sein Leben im Schatten seiner Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht. »Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag« ist eine irrwitzig-geniale Zeitreise und ein (verbal-)erotischer Findungsroman.