Alle Artikel mit dem Schlagwort: Han Kang

Der indische Poet Jeet Thayil bei seiner cross-artistischen Performance | © ILB 2026, PWS e.V., Foto Phil Dera

Crossartige Eröffnung

Am Donnerstagabend wurde im Haus der Berliner Festspiele das 26. Internationale Literaturfestival eröffnet. Curator in Residence Jeet Thayil faszinierte mit einer Performance über die Bedeutung der Kunst in Krisenzeiten. Über 100 Autor:innen sind in den nächsten zehn Tagen in Berlin zu sehen, unter anderem eine Literaturnobelpreisträgerin und ein Booker-Preisträger.

Niklas Elmehed © Nobel Prize Outreach

Schreiber der Apokalypse

Der ungarische Autor László Krasznahorkai erhält den Literaturnobelpreis 2025. Keiner habe die Welt so beschrieben wie der Ungar, schwärmt sein deutscher Verleger Oliver Vogel. In seinem Werk blickt er immer wieder in die gesellschaftlichen Abgründe, wo Hass und Gewalt toben. Susan Sontag nannte ihn deshalb einmal den »Meister der Apokalypse«.

© Thomas Hummitzsch

Leuchtende Prosa: Jenny Erpenbeck gewinnt International Booker Prize

Erstmals in der Geschichte des International Booker Prize gewinnt eine deutschsprachige Autorin den renommierten Booker Prize für internationale Literatur. Die Jury unter dem Vorsitz der kanadischen Schriftstellerin Eleanor Wachtel zeichnet die englische Übersetzung von Erpenbecks letztem Roman »Kairos« aus. Die Hälfte des mit 50.000 Euro dotierten Preises geht an den Übersetzer Michael Hofmann.

Jenny Erpenbeck für International Booker Prize nominiert

Jenny Erpenbeck hat es mit ihrem englischen Übersetzer Michael Hofmann auf die Shortlist für den International Booker Prize geschafft. Die Berlinerin ist in der englischsprachigen Welt äußerst erfolgreich, manche sehen in ihr bereits eine kommende Nobelpreisträgerin. Mit dem renommierten Preis wird der beste Roman aus dem nicht englischsprachigen Ausland ausgezeichnet.

Cheon Myeong-kwan: Der Wal |© Thomas Hummitzsch

Die Gesetze des Erzählens

Der südkoreanische Schriftsteller Cheon Myeong-kwan erzählt in »Der Wal« das 20. Jahrhundert mit all seinen erfüllten und unerfüllten Träumen als feministisches Märchen. Mit fast zwanzigjähriger Verspätung erscheint sein moderner Klassiker nun erstmals in deutscher Übersetzung. Die parallel erschienene englische Übersetzung des Romans hat es auf die Lonlist des renommierten International Booker Prize geschafft.